Horrorpflanze Kudzu

  • Sähe bestimmt lustig aus, Pflanzen als Anhalter mit Rucksack an der Autobahn :lol:


    Ich bin schon mehrfach in anderen Foren angegriffen worden, als bekannt wurde, dass wir Bienen haben. Und zwar genau aus dem von Dir genannten Grund mit den Neophyten.

  • Nicht ohne die Hilfe des Menschen. In freier Natur sind mir bisher keine wildlebenden vagabundierenden Kartoffeln begegnet. Jedefalls nicht auf diesem Kontinent. Kartoffeln verbreiten sich nicht wie Springkraut, Herkulesstaude oder Kudzu in rasender Geschwindigkeit.

  • Guten Abend Sam,


    meint ihr nicht, dass Imker eigentlich einen besonderen Bezug und eine Verpflichtung zum Natur- und Umweltschutz haben sollten?


    In jedem Fall! Aber es gibt Naturschutz und Naturschutz :roll:


    Naturschutz bedeutet eben nicht, eine bestimmte Entwicklung aufzuhalten und künstlich einen Status Quo beizubehalten. Die Definition von Naturschutz ist im Wandel zur Zeit.


    Aus der gedachten Bereicherung wurde schnell eine Verarmung der heimischen Biodiversität...


    Die Verarmung ist eine Konsequenz anderer Faktoren, die Meldungen über "Invasoren" sollen nur von den eigentlichen Problemen ablenken.


    Viel schlimmer ist in meinen Augen, daß den Lebewesen in unseren Landstrichen immer mehr die Lebensgrundlage genommen wird. Neben dem Eintrag von Chemikalien ist die zunehmende Betonierung/Versiegelung der Erdoberfläche eine ernstzunehmende Bedrohung.


    Weiter ist die Bedrohung durch die Gentechnik sehr viel gravierender.



    Gentechnik - ein Überblick



    Bernhard


  • Die Verarmung ist eine Konsequenz anderer Faktoren, die Meldungen über "Invasoren" sollen nur von den eigentlichen Problemen ablenken.


    das ist ja wohl ein Totschlagargument. Genauso könnte man sagen, dass der Verweis auf andere Faktoren nur vom Problem der Bioinvasion ablenken soll...

    eindeutig dient solch eine "Argumentation", von den eigenen Fehlern abzulenken und sich selbst sein Handeln schönzureden... :roll:


    und diesen unbestritten ernstzunehmenden Bedrohungen willst du nun noch eine weitere zusetzen, nähmlich die Bedrohung durch invasive Neophyten, damit die ohnehin geschwächte und bedrohten heimische Flora noch vollends der Gar ausgemacht wird?

    Super!:roll:

    man kann die erkannten Tatsachen nun akzeptieren oder man lässt es, da du und viele deiner Sinnesbrüder wohl eindeutig zu letzterem neigst, ist eine weitere Diskussion in meinen Augen überflüssig.


    zur Kartoffeldiskussion: die Kartoffel besteht bei uns nur in kultivierter Form, zudem ist sie keine invasive Pflanze...

  • Getreide: Nackthafer, Nacktgerste, Emmer, Einkorn, Roggen etc..

    Ab und an mal eine Kartoffel und eine Tomate ist ja nicht schlecht, aber dieses Einseitige....
    schau dir mal den Habitus der Amerikaner an:cool:

    Der
    der diätisch geschulte Koch (Beruf)
    Drohn

  • Ah, ein Koch!


    Verteufel aber die arme Kartoffel nicht zu sehr; dass die US-Amys ein wenig füllig geraten, liegt nicht an der Pflanze, sondern an der Zubereitung mit viel Fett.


    Nur Getreide? Na ja, ein bisschen eintönig ist das schon... Und die Binis haben auch nix davon.

  • Hallo Bernhard,
    die Meldungen über "Invasoren" sollen sicher nicht von anderen Problemen ablenken!
    Der Naturschutz befindet sich natürlich auch im gesellschaftlichen Wandel. Vor 30 Jahren war Naturschutz anders ausgerichtet, keine Frage. Aber, es ging und geht immer noch um Schutz! Bestehendes schützen, z. B. die Biodiversität. Aktuelle Naturschutzbemühungen sind z. B. artenreiche Feuchtwiesen zu erhalten. Jemanden zu gewinnen, der die Wiesen extensiv nutzt. Das mag „künstlich“ sein, ist aber eine Bemühung zum Erhalt der Biodiversität. Nicht künstlich wäre es zu sagen, das ist der Wandel der Zeit (Landwirtschaft). Feuchte Wiesen sind mittlerweile landwirtschaftlich uninteressant. Deshalb werden sie nicht mehr genutzt, gehen verloren. Damit auch die Arten, die an diesen Lebensraum gebunden sind.
    Die Verarmung der Flora und Fauna hat wesentlich mit der intensivierten Landnutzung zu tun. Die intensive Landwirtschaft ist ein sehr! wesentlicher Faktor. Die Neophyten-Problematik hat sicher nicht diesen Stellenwert. Nur kann jeder die Ausbringung von Neophyten direkt entscheiden. Ja oder nein. Die intensive Landwirtschaft kann man nur indirekt beeinflussen, z. B. durch Konsumverhalten. Da sehe ich einen wesentlichen Unterschied.


    Friedliche Grüße
    Stefan