Horrorpflanze Kudzu

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    Hallo,


    mir gefällt das Posting:


    Aber dann einen Garten, der mit einer mindestens 2 m tiefen Mauer umgeben ist.


    Nein danke, mir reicht der nervige Giersch im Garten, den kann man auch essen. Unsere Ziegen sind mit den heimischen Hecken zufrieden, da brauche ich keine südländischen Leckerein anzupflanzen.


    Wozu solche Pflanzen in heimische Gefilden ansiedeln? Fördert nur die weitere Artenverarmung in D.


    @ Drohn "der kein Pflanzenpatriotist oder Faschist ist." Was soll ich dazu noch schreiben?? Faschist war ich noch nie u. werde ich auch nicht. Mir liegt die heimische Flora u. Fauna am Herzen. Trotz Klimawandel und aller neumodischer Trends zur "Bereicherung".


    Viele Grüße
    Stefan

  • Nee,
    glaub ich nicht.
    Man begeht "höchstens" eine Ordnungwidrigkeit.
    Jedenfalls steht das nicht im StGb.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.



  • Meine Meinung: wenn ein Lebewesen wo auftaucht, wo es vorher nicht war, dann hat das seinen Sinn, auch wenn der Mensch mit seinem begrenzten Zeitverständnis und Bewußtsein das nicht gleich verstehen mag.



    Das ist in soweit unproblematisch wenn Pflanzen den Weg von alleine hierherfinden, da dann sich die Pflanze und das Ökosystem aufeinander abstimmen können, da sowas in aller Regel Jahrhunderte dauert und in dieser Zeit auch die artspezifischen Kontrahenten(natürliche Feinde) sich mitausbreiten ...


    Allerdings durch den Menschen eingeschleppte Arten(in Dtl etwa 1200), sind hier unatürlich und bringen fast nur Probleme! Der jährliche Schaden durch invasive Pflanzenarten in Dtl beträgt etwa 70 Mio €uro.


    Für einen relativ großen Teil der eingebrachten und verwilderten Arten muss man die Imker verantwortlich machen.
    Dass viele von denen nichts daraus gelernt haben sieht man an den Diskussionen und Ansichten mancher Forenuser.
    Angesichts der Klimaerwärmung wird seitens der Experten ein Supergau erwartet. Denn bisher harmlose nichtheimische Pflanzen können durch wenigen Anstieg der Temperatur zu invasiven Problemen führen.


    Mich wundert es ein wenig, dass Imker, die eigentlich einen besonderen Draht zur Natur und ein gewisses ökologisches Verständnis haben sollten,
    so achtlos und nachlässig mit der heimischen Natur umgehen.


    Das passt nicht!



    @ lothar:


    Naturschutzgesetz regelt die Handhabe mit nichtheimischen Arten. Ebenso Cites, FFH, Artenschutzverordnung, Biodiversitätskonvention usw....


    da wird sich schon irgendwo was finden, was einen teuer zu stehen kommt... :wink:

  • Hallo Sam,
    herzlich willkommen, (ente)licht einer der Klartext redet:wink::cool:, Danke:daumen:
    Das ist auch das Spiel der Globalisierung, die ist eigentlich gut, nur es rennen zu viele umnachtete, nicht aufgewachte durch die Gegend.
    Und trotzdem bin ich mir sicher, unsere Mutter wird es richten.
    Der Gau wird aber unvermeidlich sein.

    Der
    Drohn

  • Guten Abend,


    ...wenn Pflanzen den Weg von alleine hierherfinden,


    Bitte nenne mir doch mal ein Beispiel, wo eine Pflanze alleine hierher gefunden hat. :confused:


    Ich geh mit Drohn überein, daß die neuen Pflanzen einen auffüllenden Zweck erfüllen. Sie sollen hier sein. Das ergibt sich aus einer organischen Sichtweise des Lebens. Doch das ist ein anderes weit führendes Thema :wink:


    Meist sind willkürlich gesetzte Zeitgrenzen (1789 etc. ), die bestimmen, was einheimisch und was fremd ist. Das ist völlig lebensfremd. Denn das Leben ist im Fluß, wer da eine Statik sieht, der sieht nur eine Momentaufnahme, ein Photo. Das Leben ist aber kein Photo, es ist da draußen ganz greifbar im Fluß.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Hallo Zusammen,


    Kudzu ist mir in den Tropen schon als Gründüngungspflanze untergekommen. Was dafür spricht ist, dass innerhalb kürzester Zeit eine enorme organische Masse gebildet wird, die dann humusarmen Böden zugute kommt. Ein Problem war allerdings auch hier das Management. Wird die Pflanze nicht abgeschlegelt bzw. abgeschnitten, breitet sie sich schnell aus und unterdrückt andere Pflanzen.


    Zum anderen Thema: Pflanzen können sich doch durchaus auch "selbst" ausbreiten bzw. mit Hilfe von Vehikeln (Wind, Wasser, Transport durch Tiere etc.). Ob sich die Pflanze am neuen Standort etablieren kann, hängt doch von verschiedenen Faktoren wie Klima, Boden, Wüchsigkeit usw. ab. Problematisch wird es erst, wenn der Mensch achtlos oder aber auch bewusst Arten einführt, die einheimische Arten verdrängen. Andererseits möchte ich gerade als Imker auf einige 'Neophyten' nicht verzichten, wie z.B. die von den Römern eingeführte Eßkastanie oder auch die Robinie.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)



  • Beispiele: alle heimischen niederen und höheren Pflanzen...
    nach der Eiszeit war Europa wüst und leer... mit zunehmender Temperatur wanderten die Arten, die zuvor vom Eis verdrängt wurden, wieder zurück, sofern sie dort Lebensgrundlage fanden.


    Die Zeitgrenze zwischen heimisch und fremd liegt bei 1492, nicht willkürlich, denn damals entdeckte ein bekannter Seefahrer eine neue Welt. Von dort wurden Tiere und vor allem Pflanzen nach Europa gebracht, die dort in Jahrmillionen niemals gar nie nicht hingekommen wären...


    Neue Pflanzen haben keinen auffüllenden Zweck, sondern richten unter der einheimischen Vegetation erhebliche Schäden an, indem sie sie verdrängen.
    Sollten diese hier sein, hätte die Natur dafür gesorgt, hat sie aber nicht!!!
    Stattdessen hat der Mensch in seiner unendlichen Weisheit dafür gesorgt, und ist weiterhin durch welche Gründe auch immer bestrebt, mit Einschleppung fremder Arten das ökologische Gleichgewicht zu stören.


    Einheimische Fauna und Flora sind nicht auf invasive Arten eingestellt. Sie haben keine Möglichkeit und vor allem keine Zeit sich zu wehren oder andere Nischen zum Überleben zu suchen. Das macht ja die Invasionsarten so erfolgreich.
    Übrigens sind die bei uns gefährlichen Arten in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet keine Gefahr... Warum?
    Weil die dort hingehören, hierher aber nicht!


  • Bitte nenne mir doch mal ein Beispiel, wo eine Pflanze alleine hierher gefunden hat.
    Bernhard



    Hallo Bernhard, so ziemlich alle Pflanzen die nicht von uns Menschen hier her gebracht wurden haben irgendwann den Weg von alleine hierher (Deutschland) gefunden. Die meisten sogar mehrfach.
    Mit dem Wechsel von Eis- und Warmzeiten wanderten Arten hier ein oder verschwanden wieder. Ganze Ökosysteme verändern ihr Areal und zwar andauernd.

    Gruß Andreas

  • Guten Morgen,


    auch durch ständiges Wiederholen und im Kreis drehen wird eure Aussage nicht wahrer.


    Ich weiß, daß z. B. an der Universität Essen ein sehr viel späteres Datum als Kriterium für heimisch oder nicht heimisch gelehrt wird. Auch dieses Datum hat einen furchtbar logischen Hintergrund. Wieviel Beweise braucht ihr noch für die dabei angewandte Willkür?


    Wenn es soviele Selbstwanderer gibt, dann nennt mir doch bitte nur einen Namen! Das muß doch wohl möglich sein bei so vielen Paradebeispielen....


    Ansonsten macht es wie die Bienen: Akzeptiert die Einwanderer und freut euch über die Verschiedenartigkeit des Lebens.


    Bernhard

  • Ergänzung: Der Mensch ist der Kulturbereiter, ohne Mensch wäre die Natur nur Wildnis, ja sie könnte garnicht bestehen.
    Als Hilfe schuf sich der Mensch die Biene.

    Der
    Drohn


    Schaut Euch doch mal um, dort wo der Mensch nicht ist, gibt es auch keine Natur:wink: