Habe einen Acker und...

  • Vermutlich hab ich ab nächstes Jahr einen kleinen Acker und möcht den gerne herrichten. Ich stelle mir das in etwa so vor-erstmal Wildblumenmischung drauf-dann einiges an Bäumen( alte Obstgehölze, ne Eiche darf nicht fehlen, WEißdorn ec.).
    Nun hab ich aber garkeine Ahnung von Landwirtschaft.


    Darf ich auf meinem Ackerland dennn machen was ich will?


    Ist der Streit mit eventuell beschatteten Nachbarbauern vorprogrammiert?


    Was macht der Spritznebel der Nachbarn auf meinem Feld?


    Muß so eine Wildblumenmischung beregnet werden? Ende des Jahres mulschen?


    Darf man so einen Acker einfrieden(Ne Ziege währe doch schmackhaft)?


    Und nicht zuletzt:Wäre ein Bienenvolk dort, mitten in der Agrawüste, zum verhungern verurteilt?


    Für eure Gedanken wäre ich euch dankbar
     :lol:

  • Moin Seb,


    Einzäunen erst behördlich abklären. Abriss ist teurer.
    Nutzungsänderung (Bäume) auch nachfragen.
    Abstand der Pflanzen im Nachbarschaftsrecht nachsehen.
    Zaunabstand zum Nachbarn (Saarland) 50cm.
    Spritznebel kann man z.B. mit Weißdornhecke etwas zurückhalten. Dauert aber Jahre...
    Ziege oder Schaf? Niemals ein Einzeltier. > Stall > Heuwerbung oder Zukauf > Tierarzt > Unterbringung im Winter > Futterlagerung..
    Die lieben Baumrinde, jegliches Gehölz und Wildblumen... :cry: 
    Hast Du Dir das gut überlegt... :(

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :lol: Hasen, Karnickel, Rehe und Wildschweine kommen dann auch ohne Einladung.... :wink: 
    Das mit der Umnutzung ist aber auch wichtig; normalerweise darfst du auf einem Acker nicht mal mehrjährige Pflanzen anbauen, sondern eben nur Feldfrüchte.
    Keine Bäume, kein Grünland draus machen.
    Wenn es denn Ackerland (Achtung, BG-Beiträge!) ist.
    Bei uns gibt es noch "Grabeland", da darfst du auf gepachtetem Land wenigstens noch Sträucher pflanzen, für die Zeit der Nutzungsdauer, die müssen aber hinterher wieder weg.
    Kommt also ganz darauf an, was du da bekommst...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Dann ist es "echtes" Ackerland, BG-Beiträge fallen an, die hat wahrscheinlich bisher der Pächter bezahlt, und was ist mit der Prämie?
    Behält er die oder bekommt ihr sie zurück und wirtschaftet selbst?
    Da Gartenland draus zu machen, wird nicht ganz einfach sein; vor allem ist es nicht wieder rückgängig zu machen, wir sind ja in D mit 1000 Vorschriften... :roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • da ist mneiner einer ganz froh. ich hab von meinem zukünftigen schwiegervater eine wiese am hang bekommen, die ich bewirtschaften werde, damit sich überhaupt jemand drum kümmert. bei wiese hat man nicht so viele vorschriften, weil wir dafür die letzen jahr bei beiträge für die bg bezahlt haben.
    ich freu mich schon drauf mir im frühjahr nen freistand draufzubauen und ein paar schöne obstbäume drauf anzubauen

  • Ich habe da noch von einer anderen eleganten Möglichkeit gehört :wink: Die nachfolgenden Dinge können zum dreifachen Nutzen des Landeigentümers gleichzeitig umgesetzt werden.


    1.) Als Flächenstilllegung anmelden und EU-Förderung kassieren


    2.) Als Ausgleichsfläche verpachten. Firmen mit Bauvorhaben müssen Ausgleichsfläche schaffen, die sie auch anpachten können.


    3.) Auf die Flächenstillegung darf man auch Wildwiesenmischungen aufbringen. Bienen ganz in der Nähe aufstellen - fertig.


    Bernhard

  • aber Mähen sollte es er schon 1 mal im Jahr, sonst wachsen nur noch Büsche mit der zeit drauf und es kommen keine Wildkräuter und Blumen mehr

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • @ All


    diese Geschichte erinnert mich an meine zurückliegenden Erlebnisse.


    Vor Jahren hab ich einen brachliegenden Acker mit 10.000 m2 gekauft. Beabsichtigt war, dort einen Heimstand mit jeder Menge Obstbäume und Sträuchern zu errichten.


    Kleine Probleme gab es ursprünglich lediglich mit der Agrarbezirksbehörde, die waren nämlich der irrigen Meinung, dass eine Imkerei keine Landwirtschaft an sich ist. Nach einigen hin und her und unter Androhung die Landwirtschaftskammer einzuschalten, war plötzlich alles Paletti. Weder gab es in der Folge Probleme mit der Einzäunung, noch mit der Bepflanzung der vielen -ca.150- Obstbäume.


    Mittlerweile ist dieser Garten ein kleines Paradies mit 60 Bienenvölkern, einem Wildbienenstand, eigenem Biotop, ect. geworden.

  • Bienenvölker dürfen aber hier in Deutschland aber nicht Eingezäunt werden aber da gibt es Gesetzeslücken


    und sollte es Probleme geben wen du einen wilddichten Zaum aufstellt kannst du wen du die Obstbäume pflanzt kannst du immer noch sagen das es ein Wildschutzzaun für die Bäume gegen verfgen ist


    den musst du halt dann immer regelmäßig warten damit er nie umfällt und Wildzäune dürfen so lange bleiben bis sie umfallen :D

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt