Belegstellenschutzgebiet

  • In der Verordnung über Belegstellen steht unter anderem.....


    (2) Das Schutzgebiet wird innerhalb eines Radius von 1-10 km vom Belegstellenstandort festgesetzt....Die Festsetzung des Schutzgebietes wird öffentlich bekannt gegeben.


    Was heißt öffentlich? Wo kann ich einsehen, welchen Radius der Züchter hat?


    Viele Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Das geht am besten, indem du den Belegstellenleiter anrufst oder beom zuständigen IV nachfragst.
    Die meisten Belegstellen sind schon was älter, da wirst du kaum noch veröffentlichte Hinweise finden....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :) Danke Sabi(e)ne,


    sehe ich das richtig, dass der Radius Kreisgrenzenunabhängig ist ??


    Viele Grüße
    Regina

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  • Moin, Regina,
    da die IV in ihrer Gliederung sich normalerweise an Kreisgrenzen halten, wenigstens vor der kommunalen Neuordnung, liegen die Belegstellen meist (nicht immer) möglichst so, daß die Grenzen innerhalb des Kreises bleiben.
    Allerdings sind sie meistens sehr kooperativ, was die Bestückung der im Bannbereich liegenden Imker mit Königinnen der gewünschten Sorte angeht... :wink:

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  • Hallo Regina,


    der Schutzradius wird in D meist auf 7.5km ausgewiesen. In Bayern wurde in den letzten Jahren häufig auf 10km ausgedehnt. Bekanntgemacht wird das Ganze einmalig im Amtsblatt das für den oder die Kreise zuständig ist. Darin werden alle betroffenen Gemeinden/Ortsteile aufgeführt. Die Grenzen können sämtliche innerstaatliche Grenzen überschreiten (Bienen halten sich ja auch nicht daran :lol: ). Bei Überschreiten der Staatsgrenzen setzt man auf die partnerschaftlich Zusammenarbeit innerhalb der EU (z.B. schon lange bei der Belegstelle "Drei Wasser" zwischen Bayern/Tirol).


    Ein Züchter genießt bei seinen Ständenallerdings keinerlei Schutz. Dafür gibts ja die Belegstellen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Die nächste anerkannte Belegstelle befindet sich ca. 10 km Flugradius u. ein Reinzüchter 2-3 km von meinem Standort entfernt. Alles im Nachbarkreis, aber das ist den Bienen ja egal :wink:


    Ich bin also mit bestem Zuchtmaterial versorgt... :lol: , aber ich bin noch relativ jung, d.h. frau probiert gerne aus.....warum nicht mal eine andere Bienenrasse?? 8) Nun möchte ich es mir nicht mit den netten Züchtern verderben.... und bevor ich gesteinigt werde, würde ich mir sogar einen anderen Standort für die "unerwünschte" Biene suchen....
    Jetzt muss ich nur noch wissen, wie weit weg???


    Viele Grüße
    Regina

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  • :o DAS wird schwer. Nicht die Bienen ansich sind das Problem, sondern die Drohnen.
    Die vagabundieren ja gerne von Volk zu Volk und kommen dabei etliche Kilometer weit.
    Wenn dein Reinzüchter nebenan Standbegattung für seine Wirtschaftsköniginnen betreibt, in der Sicherheit, daß da nix anderes rumfliegt, spuckst du ihm mit einer anderen Rasse gewaltig in die Suppe.....
    Das geht unter Umständen bei ihm gewaltig ins Geld.
    Hier bei mir war auch Carni-Land, aber glücklicherweise ist hier schon ein Jahr vorher ein BuckiImker mit jetzt 250-350 Völkern hergezogen, so daß ich nicht die ganz Böse bin, die die gelben Ringels alleine schuld ist 8)

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    Bruce Springsteen

  • Hallo Regina ,
    das ist das ein Problem der Imkerei, die Drohnen haben einen großen Aktionsradius. Hier sollte die Solidarität des Einzelnen mit der Gemeinschaft greifen. Auch ich liege im mit meinen Bienen im Einflussbereich einer gut geführten Belegstelle eines IV, die ich auch selbst nütze. Gleichzeitig juckt es mich seit Jahren in den Fingern auf einem Außenstand die DUNKLE einmal zu testen. Damit würde ich aber die ganze Arbeit vieler Jahre meiner KollegInnen sehr massiv stören, wenn nicht gar zerstören. Also lasse ich es im Interesse der Gemeinschaft sein.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • sabi(e)ne schrieb:

    Nicht die Bienen ansich sind das Problem, sondern die Drohnen.
    Die vagabundieren ja gerne von Volk zu Volk und kommen dabei etliche Kilometer weit.
    Wenn dein Reinzüchter nebenan Standbegattung für seine Wirtschaftsköniginnen betreibt, in der Sicherheit, daß da nix anderes rumfliegt, spuckst du ihm mit einer anderen Rasse gewaltig in die Suppe.....
    Das geht unter Umständen bei ihm gewaltig ins Geld.


    Genau das sind meine Bedenken ....ich will den wirklich sympathischen Mann nicht ruinieren....aber immer u. ewig Carnica?? :cry:
    Was meinst du, wie weit müßte der "unerwünschte Stand" entfernt sein??


    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • :o Öhm,
    Harry hat seine markierten Drohnen etwa 50km weiter noch gefunden....
    Ich denke, 25km sollten es als Minimum sein, aber dann bist du wahrscheinlich schon wieder im Einflugbereich des nächsten Züchters...

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    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    die Angaben in der Literatur über die Entfernung die Drohen zurücklegen können werden sein geraumer Zeit deutlich nach oben korrigiert. Selbst die früher als absolut sicher gegoltenen Inselbelegstellen werden inzwischen nicht mehr als 100% sicher angesehen.
    Die Entfernung ist außerdem nur ein Faktor hierbei, ein weitere ist die Topologische Gestalt der Umgebung einer Belegstelle. Daher ist es eigentlich nicht möglich einen km-Wert anzugeben. 10 km können genau so sicher sein, wie 20 km unsicher sein können. Hier ist Ortskenntnis und vertraunsvolle Gespräche mit den KollegInnen vor Ort notwendig.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Umkreis von 25-50 km des Reinzüchters nur Carnica-Drohnen fliegen 8) :wink:


    Viele Grüße
    Regina


    Nachtrag:
    Aus dem Leben der Bienen von K.v.Frisch: .....die Drohnen sind nicht überall, sie haben ihre Sammelplätze in der freien Luft, beschränkte Areale von etwa 50-200 Meter im Durchmesser, oft 1-4 km weit, selten 7 km vom nächsten Bienenstand entfernt u. jedes Jahr wieder an den gleichen Stellen, wo sie auf das Eintreffen von Königinnen warten und diese sie finden.......beim Aufsuchen der Drohnensammelplätze richten sich die Bienen nach gewissen Geländemarken; sie streben dahin, wo sich rundum am Horizont der tiefste Einschnitt bietet. In flachen Gelände, ohne deutliche Horizontmarken, scheinen aus diesem Grunde Sammelplätze zu fehlen....


    Fazit: Wenn Karl v. Frisch noch aktuell ist, habe ich gar keine so schlechten Karten :wink: ...ich werde aber trotzdem mit dem Züchter von "nebenan" Kontakt aufnehmen, um unnötigen Ärger zu vermeiden :wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo helianthus,


    der "frisch" ist aktueller denn je.
    Daß wir die Bienen noch nicht verstanden haben, zeigen ja u.a. die Arbeiten seines Nachfolgers Prof. Tautz.
    Was die Drohnensammelplätze angeht, hat er vollkommen richtig gesehen.
    Die Drohnen sammeln sich zur Begattungszeit an markanten Orten.
    Dahin werden (siehe Tautz) die Jungköniginnen zugeführt und das "Moppeln" geht los.
    Daneben vagabundieren die Drohnen aber tatsächlich über zig Kilometer, sicher mehr als wir annehmen.
    Macht ja auch Sinn, bezüglich Vermehrung und Arterhaltung und Vermeidung von Inzucht, die Drohnen möglichst weit zu verteilen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-