Bienen anmelden

  • Mein Imkerpate meinte:"Die müßtest du eigentlich anmelden auf der Gemeinde."
    Meinte er auf der Ortsgemeinde, der Verbandsgemeinde?
    Im Amtsblatt stand was von Tierseuchengesetz-in diesem zusammenhang.
    Ich möchte meine Bienen Ordnungsgemäß halten. Wo sollte ich die Bienen überall anmelden?
    Was erwartet mich anschließend?
    Ich habe einige Stände, in welche ich dieses Jahr Bienen bringen kann. Wird jedes Volk gesondert angemeldet? Immer dort, wo ich wohne, oder wo die Bienne stehen?
    Dank im voraus

  • @ Sebbele


    melden musst lediglich eine Wanderung, alles andere kannst dir ersparen. Vermutlich kommen diese Bienen zu einem Heimstand, somit ist eine behördliche Genehmigung entbehrlich.


    Aber dringend möchte ich empfehlen den zuständigen Ortsguppenobmann bei einer lockeren Plauderei bezüglich des Bienenstandes zu informieren und der Ortsgruppe zwecks Versicherung beitreten. Kostet lediglich wenige Euronen, bist aber rechtlich abgesichert.


    LG Josef

  • Hallo, Jofl,
    das mag in Ösiland so sein, hier wäre das ein Fehler.
    Bienen müssen mit jedem Standort beim Veterinäramt angegeben sein, damit im Seuchenfall nicht erst groß gesucht werden muß.
    Da muß man beim Verein nachfragen, was die melden und was nicht; TSK machen sie je nach Bundesland auch.
    Wanderungen ebenfalls beim heimischen und beim Ziel-Vetamt, beim Wanderwart zuhause und auswärts.
    An Haftpflichtversicherung denken....
    Im europäischen Ausland gibt es alles zwischen "hat wer danach gefragt?" und zig nötigen Bescheinigungen.... :roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Hallo, Jofl,
    das mag in Ösiland so sein, hier wäre das ein Fehler.


    Pardon Sabine, bei uns ist es offenbar tatsächlich noch wesentlich lockerer als bei Euch nordländischen Völkern.


    Persönlich bin ich Sachverständiger für Bienenkrankheiten, immer wieder muss ich in unser Gegend anonyme Bienenstände kontrollieren. Die werden ganz einfach von Anfängern irgendwo aufgestellt, nach der ersten Enttäuschung ist meist die Anfangseuphorie vorbei und der Bienenstand wird immer mehr vernachlässigt. Der Besitzer kann meist nur sehr schwer aufgefunden werden. Sabine & All, da könnte ich einen Gruselroman schreiben, was man da so alles erlebt. :o


    LG Josef

  • :o Hier ziemlich undenkbar.
    Durch das "in-den-Verein-nötigen-wegen-der-Versicherung" kriegen hier ziemlich schnell fast alle beigebracht, daß ein fettes Schild mit allen nötigen Angaben Pflicht ist.
    Was speziell hier langsam um sich greift, sind *Entschuldigung* viele russischstämmige Imker, die nix mit Vereinen mangels Sprachkenntnissen zu tun haben wollen, und die meinen, die Pampa gehört allen.
    Da wird nicht gefragt beim Eigentümer der Fläche, ob man da Bienen hinstellen darf, da stehen dann welche, und keiner weiß, wem sie gehören....
    Andersrum verschwinden auch gern ganze Stände (letzten Sommer in Sulingen 60 Völker(!!!) komplett über Nacht, so daß frau mit inkompatiblen Maßen und reichlich galligen Bienis doch eher im Vorteil ist.
    Äußerlich angegammelte Beuten bleiben auch eher stehen, so daß Dreck und nicht angestrichene Beuten, die noch dazu an nicht gut befahrbaren Plätzen stehen, auch verschont bleiben.....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    ein Jäger hat mir berichtet, daß in meiner Nähe ebenfalls ein Rußlanddeutscher zur Robinie einen wilden Stand betreibt.
    Dieses Jahr hake ich mal nach... :evil:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Sebbele,


    ruf einfach bei der zuständigen Veterinärbehörde an,
    teile ihnen Standort und Anzahl deiner Völker mit und fertig.
    So war´s zumindest bei mir, wobei die Dame es eher genervt
    als interessiert zur Kenntnis nahm.
    Mir kam das dann genauso überflüssig vor wie das Anmelden meiner
    Frösche und Geckos bei der unteren Naturschutzbehörde, für die ich
    dann selbst ein Anmeldeformular entwerfen durfte! :o
    Aber Du hast damit Deine Pflicht erfüllt und bist auf der sicheren Seite ,
    falls man das hierzulande überhaupt sein kann.


    viele Grüße und viel Spaß mit Deinem Amt
    Stefan

  • Hallo,
    hier in Thüringen musst du dich bei der Tierseuchenkasse anmelden. Beim Landwirtschaftsamt eine Betriebsnummer abholen und die Meldung beim Veterinär nicht vergessen.
    Da kommst du dir als Imker mit vielleicht 3 Bienenvölkern schon richtig wichtig vor! :oops:


    Gruß
    Ralph

  • Hallo,


    bei uns läuft das über den Verein: Völkerzahl melden und feddisch.
    (Ich bezweifle aber, ob diese Zahlen koscher sind... :wink: )

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Josef,

    Zitat

    melden musst lediglich eine Wanderung, alles andere kannst dir ersparen. Vermutlich kommen diese Bienen zu einem Heimstand, somit ist eine behördliche Genehmigung entbehrlich.


    ist so nicht richtig.
    z.B.
    für Wien aus dem Bienenzuchtgesetz:
    § 4. Der Eigentümer eines Bienenvolkes ist verpflichtet, der Landwirtschaftskammer für Wien bis längstens 30. April jeden Jahres die Zahl der von ihm gehaltenen Bienenvölker schriftlich bekanntzugeben.


    Solche allgemeine Aussagen solltest du dir als Funktionär vorher überlegen.


    lg
    Alfred

  • Hallo,


    auch hier in der BRD ist es nicht überall so "verbehördlicht" ;-) wie von vielen oben geschildert.


    Hier (Baden Württemberg) stand im Herbst eine sogenannte Tierhalter Erhebung an. Zu den zu meldenden Bienenvölkern hieß es: Es müssen nur Bestände gemeldet werden, die nicht in einem örtlichen Imkerverein gemeldet sind. Außerdem muß jeder Imker, der Völker an einen anderen Standort verbringt, diese von einem Sachverständigen begutachten lassen. Unser Vereins-"Obermotz" sagte mir, wenn ich Völker kaufe, solle ich eine Bescheinigung vom örtlich zuständigen Sachverständigen verlangen. Möglichst sogar einen Prüftermin zusammen mit diesem machen, um sicher zu sein, daß ich gesunde Völker bekomme. Leider ist es ja so, daß die Völker von verstorbenen Imkern nicht immer besonders gut von den Erben gehegt werden. So ist dann obiges Vorgehen beim Kauf von Völkern aus solchen Beständen schon angebracht, zumal ja viele Jungimker auch noch nicht die Erfahrung haben, ein Volk richtig zu beurteilen.


    Es gibt aber auch eine erhebliche "Grauzone". Ich kenne hier selber ein paar "Russendeutsche" Imker, die es nicht für nötig halten. ihre Völker irgend jemandem zu melden, oder gar zu fragen, ob sie die Völker da aufstellen dürfen. Ich kann mich nur wundern, daß das geduldet wird. Einer war sogar so dreist, daß er sogenannte Schwarmfangkästen weitab von seinem eigenen Stand in Bäume gestellt hat, die ziemlich nah an Völkern anderer Imker waren. Da ist dann aber der Vereins Vorstand tätig geworden und hat dem Treiben ein Ende bereitet. Seitdem sind die Kästen aus den Bäumen verschwunden.


    M.f.G. Emil

  • Hi Leute,
    Anmeldung ist gut, macht als Folge mal nen Besuch vom Vet.-Amt, kann man überleben.
    Nichtanmelden- heißt bei uns "schwarzimkern" und dir geht keiner auf den Sack. Dir hilft aber keiner, wenns Probleme hagelt. Bei uns in der Gegend ist das Verhältnis organisierte / nichtorganisierte Imker 50/50 und bei den nichtorg. sind 50% ungemeldet.
    Pro Verein! Man kennt sich, trifft sich, hilft sich, berät dich, .... und ist gemeinsam lustig! Wichtig für Wanderabsprachen, Katastropeninfos u.ä.
    Knäcke