Material der Beuten

  • ich hab viele Beuten übernommen die sind aus 3 Schicht platen


    und mir haben welche gesagt die würden hat nicht so das Wasser aufnehmen können und wieder abgeben wie wen sie aus Normallen Holz wären


    und die würden dann zu Badewannen werden


    aber die styroporbeuten nehmen ja überhabt kein kondens waser nicht auf


    wieso wollen den meine Beuten aus 3 Schicht platten zu Badewannen werden??

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Die Kollegen haben wahrscheinlich gemeint dass sich die 3 Schichtplatten mit Wasser voll saugen und dann sehr schwer werden.
    Ich glaube das ist wie mit Spahnholzplatten die werden auch sau schwer wenn sie mal feucht geworden sind.
    Eine möglichkeit ist du streichst sie mit einer guten Lasur oder mit
    :D Bootslack :D

  • :lol: Florian,
    der Knackpunkt bei Mehrschichtplatten sind die Schnittkanten, wo Waser reinkann.
    Lackierst du sie, kleben die Zargen unter dem Gewicht zusammen, also auch nicht optimal.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Auf deutsch Massiv-Holz ist wahrscheinlich besser, außerdem spreiseln die 3Schicht Platten beim Sägen immer so auseinander, da hat man dann eine TOP Schnittkante.


    Äh Sabine wo is eigentlich da Xaver hat es dem die Sprache veschlagen

  • Hallo Michael,


    vergiss den Unsinn von der Badewanne! Schichtholz, (auch Sperrholz oder Multiplex genannt), muß, wenn es im freien verwendet wird (wie z.B. Bienenkästen) wasserfest verleimt sein. Genauso verhält es sich mit Spanplatten. Spanplatten haben gauso wie Sperrholz etwa das eineinhalbfache Raumgewicht (kg pro m³) gegenüber Fichte oder Weymutskiefer.


    Ein leeres Zander Magazin aus Kiefer, für 10 Rähmchen hat bei mir 5,6 Kg. Hochgerechnet mit dem Raumgewicht von OSD-Platten hätte es gut 8 Kg.


    Es ist also neben dem natürlichen Stoff des Holzes (sofern unbehandelt) die Gewichtsersparnis von ca 2,5 Kg das Haupt-Kriterium für die Entscheidung zum Massivholz. In der Langlebigkeit steht das Massivholz keinesfalls hinter anderen Beuten - Materialien zurück. Leider wird der Holzschutz bei Beuten vielfach falsch beurteilt, und zumeist überbewertet. Wenn ich sowas von "Bootslack" in einem Atemzug mit Bienenbeuten lese, sträuben sich meine Haare! Damit zerstört man den Vorteil der natürichen Feuchtigkeits Regulierung des Holzes! Ein Bienen Magazin ist kein Boot, und ist auch nicht ständig von Wasser umgeben. Es muß die Feuchtigkeit von innen nach außen durchlassen. Holz, das die Feuchtigkeit nicht abgeben kann, erstickt, und ist ein idealer Nährboden für Pilze.


    Zurück zu Deiner Frage: Verwende Deine Beuten so wie sie sind. Mit dem (Über-) Gewicht hat der Vorgänger gelebt, da wirst Du das wohl auch "überleben", wenn Du jung und kräftig bist :-)


    Wegen dem Wasser mach Dir keine Gedanken. Ein Magazin kann maximal 3 Kg Wasser aufnehmen, wenn du es einige Monate untertauchst. Nach einigen trockenen Tagen im Frühjahr sind die wieder weg. Wasser kommt und geht; bei jeder Art von Beuten. Am schwersten sind Holzbeuten am Endes des Winters, aber sobald es warm wird "pegelt" sich der Wassergehalt wieder ein, und speziell zu den "Erntezeiten" des Honigs (wenn die Waben voll sind) ist das Holz immer trocken und leicht.


    Wenn Du das nicht willst, dann mußt Du auf "Schaumstoff-Beuten" umstellen. Die sind leicht und bleiben es auch im Winter. Hier kondensiert das asser an der (inneren) Oberfläche. Angeblich wird es sogar von den Bienen "dankbar" angenommen. Aber für mich wär das kein Kriterium.


    M.f.G. Emil

  • Ich hab ja nicht gemeint das man die Massivholzbeuten mit Bootslack anmalen muss sondern nur die Spahnplatten, was natürlich auch völliger Schwachsinn ist.
    Ich finde Spahnplatten sind Sch.... weil wenn die mal so richtig feucht geworden sind dann zerfallen die wenn man sie nur anschaut

  • Florian Weig schrieb:


    Ich finde Spahnplatten sind Sch.... weil wenn die mal so richtig feucht geworden sind dann zerfallen die wenn man sie nur anschaut


    Hallo Florian,


    das finde ich auch! Aber Spanplatte ist nicht gleich Spanplatte! Den Unterschied macht das Bindemittel, mit dem die Späne "zusammengebacken" sind. "Normale" Spanplatten sind für Innenanwendungen (Möbel), die NIE mit Wasser in Berührung kommen. Platten, die nicht von "Haus aus" Wasserfest sind, kann man mit keinem auch noch so guten Anstrich wasserfest machen.


    Schon sogenannte Verlegeplatten, die hauptsächlich für Fußböden im Innenbereich verwendet werden, müssen Wasserbeständig sein. Es gibt aber auch Spanplatten, die absolut Wasserfest sind. Diese "zerbröseln" bestimmt nicht, wenn sie mal Nass werden, und brauchen auch keinen Anstrich.


    Die Bindemittel ALLER Spanplatten und Schichtholz sind aber generell NICHT unproblematisch (z.B. Formaldehyd) im Bienenbereich. Ich gebe auch beim "Bienenkasten" "Lebensmittel - tauglichen" und schadstoffreien Baumaterialien (Massivholz) den Vorzug.


    M.f.G. Emil

  • Hallo Lufthansa-BIEN (oder wie darf dein Name gedeutet werden),


    du hast je recht großes Interesse an Bienenbeuten, wenn ich deine drei ersten Posts so lese.


    Ich könnte jetz auch schreiben: "es ist Quatsch was du schreibst". Tu ich aber nicht. Drei-Schicht-Platten in wetterfester Qualität halten laaaaange. Bei mir schon sechs Alpenwinter - ohne Verschleisserscheinungen.


    Wer jetzt wieder fragt wo es die gibt: Google ist dein Freund, oder der nächste gut sortierte Holzhändler (nicht Baumarkt!).

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space


  •  
    Du hast recht dass Spanplatte nicht gleich Spanplatte ist, aber eine absolut wasserfeste Spanplatte gibt es nicht, auch nicht wenn diese mit PMDI (Isocyanat, gehört in den Bereich der PUR-Leime) verleimt ist, welches einer der leistungsfähigste Kleber im Holzbereich ist. das Problem ist nicht der Leim, der ist absolut wasserfest, aber der Umstand, dass die Späne die Feuchte aufnehmen, quellen und dann die Leimverbindungen sprengen... bei den sogenannt "wasserfesten" Platten, geschieht dies einfach etwas langsamer... (das Phänomen des Quellens wird zudem mit Paraffin-Zugabe vermindert, aber auch das ist kein 100%iger Schutz)
    und noch zum Formaldehyd: PMDI-verleimte Spanplatten enthalten nicht mehr Formaldehyd als naturbelassenes Holz... (diese Substanz ist in allen Hölzern in unterschiedlicher Konzentration vorhanden, Kirschbaumholz z.Bsp. weist ähnlich hohe Werte auf wie Phenol-verleimte V100-Platten)
    Gruss, Thomas

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