Backwaren-Verkauf

  • Hallo ihr Rechtstreuen und -wissenden,


    darf man eigentlich als "Nichtbäcker" z.B. Honigkekse herstellen und verkaufen. "Lebensmittelgerechter Backraum" vorausgesetzt.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :D Du stellt Fragen...
    Man könnte folgendermaßen argumentieren: als Imker bist du per se Landwirt, und als Landwirt hast du das Privileg, deine produzierten Rohwaren zu verkaufen, bzw. auch weiterverarbeitet zu verkaufen. Wenn dein Raum als Gewerbeküche abgenommen ist, darfst du meines Wissens nach allen möglichen Krams machen und vertickern, solange ein Bezug zu deiner Landwirtschaft besteht. Ein reiner Ackerbauer ohne Vieh darf m.W. nach also kein Fleisch und ein reiner Viehbetrieb kein Brot "aus eigener Produktion" verkaufen.
    PM doch mal Toyotafan an, der hat Honiglebkuchen....
    Kann natürlich wieder von Bundesland zu Bundesland verschieden sein.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Im aktuellen Bienen - Journal wurde genau das gleiche gefragt:

    Zitat


    "K. H. aus dem Saarland: Ist es zulässig, selbst gebackenen Honigkuchen zu verkaufen? Ein Imker aus Frankreich hat mir erzählt, das man dort keinen selbst gebackenen Kuchen verkaufen darf. Die Imker müssen ihren Honig zum Bäcker bringen und dürfen nur den dort gebackenen Kuchen verkaufen. Gibt es bei uns auch solche Regelungen?"


    Antwort:
    "Einen leckeren Kuchen zu backen ist schon nicht einfach. Ihn korrekt nach Vorschrift zu verkaufen ist allerdings noch viel schwieriger. Zu erst einmal fällt ein Kuchen nicht unter die "betriebstypischen Produkte", die ein landwirtschaftlicher Betrieb (auch Imkerei) ohne Gewerbeerlaubnis ab Hof oder auf dem Markt verkaufen darf. Man bräuchte dafür, streng nach Gesetz, einen Gewerbeschein. Frau Dipl.-Vet. Hoffmann, Leiterin der Amtes für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung beim Landsratam Schmalkalden-Meiningen in Thüringen, drückte es so aus: Der Verkauf von Lebensmitteln an Dritte bedeutet, dass man lebensmittelrechtliche Unternehmenspflichten hat. Es muss ein Gewerbeschein vorhanden sein. Dazu gibt es die Möglichkeit der Eröffnung eines Kleingewerbes, das nebenberuflich ausgeübt werden kann. Eine fachgerechte Kontrolle des Betriebes durch die Behörde kann erfolgen. Für die Einhaltung der Hygienevorschriften muss der Gewerbetreibende sorgen, wie in jedem kleinen oder großen Lebensmittelunternehmen auch. Deshalb ist ein solches Gewerbe gegenüber der Lebensmittelüberwachungsbehörde zur Absicherung und Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen anzeigepflichtig. Für detaillierte Informationen wird empfohlen, das zuständige Gewerbeamt und die lokale Lebensmittelüberwachungsstelle zu kontaktieren."
    Klaus Nowottnick



    sabi(e)ne schrieb:


    Man könnte folgendermaßen argumentieren: als Imker bist du per se Landwirt, und als Landwirt hast du das Privileg, deine produzierten Rohwaren zu verkaufen, bzw. auch weiterverarbeitet zu verkaufen.


    Das stimmt nicht, meine ich. Du darfst keine weiter verarbeiteten Produkte verkaufen. Außer, du hast ein Gewerbeschein. Wir Imker dürfen auch keinen Met ohne Gewerbeschein verkaufen, da wir dafür erst unseren Honig weiter verarbeiten müssen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Ist doch gut, wenn man dumm fragt... :lol:


    Danach dürften auf den Märkten und Veranstaltungen von Vereinen auch keine selbstgebackenen Kuchen und Schmalzbrote vertickt werden - wird aber allenthalben gemacht. Garantiert in der familieneigenen, nicht abgenommenen Küche.


    Habe da noch nie was vom Gesundheitsamt gehört.


    Hallo Toyotafan - hast Du einen Gewerbeschein für Deinen Honigkuchen, oder unter welchem Gesichtspunkt läuft das? Ich hätte zumindest einen separaten "lebensmittelechten" Raum


    Gewerbeschein für Hobbyimker wäre ja blöd - wo ich doch bis zu 30% Umsatz mit Fremdartikeln machen darf.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ein landwirtschaftlicher Einzelunternehmer bleibt dies so lange, wie er
    seine Erzeugnisse oder diese in einer Form der ersten Verarbeitungsstufe verkauft.
    Jede Weiterverabeitung der ersten Verarbeitungsstufe ist
    gewerbliche Tätigkeit.


    Manne

  • :o Hi, Manne,
    mein ehemaliger Lieblingsbauer hat seiner Frau aber einen Steinbackofen gebaut, und seitdem verkauften sie Brot aus eigenem Getreide, und soweit ich weiß, ohne Gewerbeschein, aber mit regelmäßiger Kontrolle der LMÜ.
    Beim VetAmt waren sie also angemeldet mit ihrer Gewerbeküche, aber hatten kein Gewerbe.
    Kann das sein, daß das in NRW schon wieder anders ist als bei dir oder hier bei mir?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Es ist immer eine Frage der Ansicht des Amtes, was die erste Verabeitungsstufe darstellt. Ohne die zutreffenden Verwaltungsanweisungen oder Urteile zu kennen, würde ich der Logik des Gegenstands folgend annehmen, dass das Mehl aus dem selber herhestellten Getreide die erste Verarbeitungsstufe sei.
    Ob Gewerbe oder nicht, hat mit der lebensmittelrechtlichen Überwachung wohl nichts zu tun.


    Manne

  • klar ist das bei den Amtsschimmeln klar steht das das Getreide erzeugt wurde und wen man es mahlt hat undsobald man es mahlen will muss man schon ein Gewebe haben sonst darf man es nicht


    ist traurig aber ist halt so wen sich keiner dagegen wehrt


    aber da gibt es wo im Internet eine genau aufzeichnung für selbstvermarkter was man machen darf und was nicht


    hatte sie mir mal ausgedruckt und gelesen wollte selbst Milch vermarkten oder generell selbst vermarkten


    aber da sind wen man es denen recht machen will soviel auflagen drauf das es sich dangar nicht mehr rentiert

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • beiuns im Dorf ist einer der seine Bullen und so selbst vermarktet und weil er etwas größer ist wollten die von dem das er sich einen kleinen Hofladen baut


    obwohl der dann eh nicht genutzt wird weil er lässt es beim Schlachter im Dorf schlachten


    und die Frau des Bauern verteilt es da auch gleich in der schlachterei in Fleischkisten die dann ihre Kunden auch gleich von da dann abholen oder die Fleischkisten da dann selbst du denen fährt

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • hallo Manne der Landwirt verkauft nur Rohrfleisch und die Suppenknochen und Hackfleisch


    also keine Würste oder so und hat seine festen Abnehmer wen er ein Tier schlachtet ist es schon vorher komplett verkauft


    für was braucht er da dann noch einen eigenen Hofladen dann?[/url]

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Radix schrieb:

    Ist doch gut, wenn man dumm fragt... :lol: .


    hallo Radix,


    das ist es nicht gut! weil du bekommst immer dumme Antworten, vor allem von Behörden :wink:


    Radix schrieb:

    ........
    Hallo Toyotafan - hast Du einen Gewerbeschein für Deinen Honigkuchen, oder unter welchem Gesichtspunkt läuft das? Ich hätte zumindest einen separaten "lebensmittelechten" Raum.....


    das läuft bei mir alles ganzu legal!


    erstens, bin ich Meister und hab einen regulär und ganz offizellen angemeldeten landwirtschaftlichen Betrieb. Auch wenn ich nur ein Imkermeister bin ist das den Behörden wohl egal!


    zweitens, habe ich extra Räume dafür!


    drittens, waren im Altertum die Imker auch als Zeidler bezeichnet worden und durften damals schon ganz legal und hoch offizell Lebkuchen backen! lange bevor es die "Zuckerbäcker" gab :wink:


    und auf diese alten Rechte besteh ich heute noch!


    ein Grund mehr den Meister zu machen :wink:


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!