Holzschutz für meine neuen Beuten?

  • Ich will dieses Jahr mit meinem neuen Hobby beginnen. Dazu habe ich neue Beuten im Ebay ersteigert und welche bei Weber - Gera bestellt
    (Hohenheimer Einfachbeute, Weymouthkiefer). Leider bin ich beim Thema streichen der Beute trotz Recherche noch nicht schlau geworden.


    Dr. Liebig schreibt nur außen streichen, Weber - Gera schreibt innen doppelt so oft wie außen mit der gleichen Farbe streichen, Bioland Richtlinien sagen außen mit Naturfarben innen nur mit Pflanzenöl usw.


    Deshalb meine Frage an Euch erfahrene Praktiker:


    Mit welchem Mittel soll ich nun meine Beuten behandeln ? Innen und außen ? Vielen Dank für Eure Hilfe!


    Marcus

  • Hi !


    Wenn Du "schöne" Beuten haben willst würde ich sie zweimal aussen mit Leinölfirnis streichen.Innen ist das absolut überflüssig !


    Ich möchte meine Beuten gerne etwas "angegammelt" haben damit diese nicht so auffällig da stehen.Tarnung ist alles !
    In dem Fall würde ich nach 1-2 Jahren Ausseneinsatz zum Leinöl greifen.

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • hallo marcus du kannst natürlich genauso Rapsöl verwenden kalt gepresstes


    ist billiger als Leinölfirnis und hält genauso


    du musst hald sehen das es reines Rapsöl dann ist

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • @ Markus


    Wir streichen sämtliche Beuten und Zubehör nur außen mit grüner Consolan Wasserschutz Farbe. Ist mit Wasser verdünnbar und sämtlichen Arbeitsbehelf kannst mit Wasser abwaschen, ist sehr praktisch. Grün schaut in der Natur, vor allem bei unseren zahlreichen Wanderplätzen, echt gut aus.


    Innen nicht streichen, dies erledigen die Bienen für Dich! :wink:

  • Hallo,


    ich hab grad auch vom Weber eine neu Zander (Hohenheimer einfach) bekommen und hab mir dieselben Überlegungen angestellt. Gestern hab ich von einem Imker 4 komplette ebensolche Beuten gekauft. Der hatte die außen mit grüner Farbe gestrichen, und innen ohne Behandlung gelassen.


    Ich bin Schreiner, und ich denke, das ist die optimale Behandlung: Außen mit einer Bienenverträglichen Farbe streichen (wie von Jofl vorgeschlagen) Das hat zwei wesentliche Vorteile: Die Farbe paßt überall in die Landschaft, und das Holz ist optimal geschützt durch den deckenden Anstrich. Man könnte natürlich auch Öl oder Leinölfirnis mit Abtönfarbe grün einfärben.


    Innen braucht es keine Behandlung, das machen die Bienen in kürzester Zeit selber 8-) Ich gehe sogar soweit zu sagen, innen ist eine Behandlung schädlich. Man bedenke nur, was passiert, wenn man die Zargen innen mal ausflammen muß! Verbranntes Öl oder angebrannte Öl Produkte sind hochgiftig! Es stört auch den natürlichen Feuchtigkeits - Ausgleich des Bienenraumes, wenn das Holz innen behandelt ist. Das natürliche Holz besitzt optimale hygroskopische Eigenschaften für die "Bienenwohnung" Das wußten die Bienen schon, bevor sie von den Imkern in Kisten gesperrt wurden ;-)


    M.f.G. Emil

  • Hallo,
    ich streiche meine gar nicht, denn wenn das Holz angegraut ist, siehst du sie im Wald ziemlich schnell nicht mehr, das ist noch unauffälliger als Grün... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Hallo,
    ich streiche meine gar nicht, denn wenn das Holz angegraut ist, siehst du sie im Wald ziemlich schnell nicht mehr, das ist noch unauffälliger als Grün... :wink:


    Und vor allem Arbeitszeit sparender Sabine. Was könnte wir nur alles mit dieser Freizeit anfangen! :lol:


    LG zu Euch rauf
    Josef

  • :lol: Ich hab mittlerweile durch Nachdenken/Lesen/Ausprobieren (CB) und dank der Kreativität meines Partners insgesamt etwa 80% der normalen Arbeitszeit einer konventionellen Imkerei eingespart...
    Und das bislang ohne große Investitionen in Technik.
    Man *muß* ganz viel eben nicht so machen, wie es schon seit 50 oder 100 Jahren gemacht wird, sondern es gibt auch Alternativen (siehe meine Rähmchen-Drahterei etc).
    Die Arbeitsspitzen sind jedenfalls soweit weg, daß auch im Sommer ein normales Leben möglich ist. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:


    Die Arbeitsspitzen sind jedenfalls soweit weg, daß auch im Sommer ein normales Leben möglich ist.


    Seit zwei Jahren halte auch ich ich mich immer von unnötigen und entbehrlichen Arbeiten zurück. Beuten streichen ist durchaus solch eine sinnlose Tätigkeit, denn die Bienen bringen deswegen keinen Kilo Honig mehr zur Mami. Wenn meine beste von allen dies in Hinkunft nicht übernimmt, bleiben die vermutlich roh.


    OT aber ich wills trotzdem sagen, Pardon also bitte Mod! Seit zwei Jahren wird nur bis 15h geimkert, dann ein Kaffeetscherl getrunken und dann gehts ab zum Donaufischen. :lol:


    Lg Josef

  • sabi(e)ne schrieb:

    :lol: Ich hab mittlerweile durch Nachdenken/Lesen/Ausprobieren (CB) und dank der Kreativität meines Partners insgesamt etwa 80% der normalen Arbeitszeit einer konventionellen Imkerei eingespart...
    Und das bislang ohne große Investitionen in Technik.
    Man *muß* ganz viel eben nicht so machen, wie es schon seit 50 oder 100 Jahren gemacht wird, sondern es gibt auch Alternativen (siehe meine Rähmchen-Drahterei etc).
    Die Arbeitsspitzen sind jedenfalls soweit weg, daß auch im Sommer ein normales Leben möglich ist. :wink:


    Hi Sabi(e)ne!
    Wann kommt dein Buch - "Sabi(e)nes Betriebsweise"?
    Oder muss ich mir hier erst alles mühsam aus dem Forum zusammenklauben! :wink: 
    Ich lese auf jeden Fall deine Beiträge sehr gerne, und finde deine Ideen sehr interessant.


    Gruß
    Kalle


    PS.: Meine Bienen sind tot - vermutlich totgeschaut - Sohn und Ehefrau haben heimlich öfters den Deckel gelüftet, auch im Winter noch! Das waren wohl zu viel Störungen. :cry:

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Jofl schrieb:


    Seit zwei Jahren halte auch ich ich mich immer von unnötigen und entbehrlichen Arbeiten zurück. Beuten streichen ist durchaus solch eine sinnlose Tätigkeit, denn die Bienen bringen deswegen keinen Kilo Honig mehr zur Mami. Wenn meine beste von allen dies in Hinkunft nicht übernimmt, bleiben die vermutlich roh.


    Hallo,


    ja das glaub ich gleich :-) bei Dir geht ja die Rationalisierungswut so weit, daß nicht mal zu minimalsten Eintragungen im Profil reicht.


    Aber um zur Ursprungsfrage zurückzukehren: Es geht hier nicht darum, ob die Bienen mehr Eintragen, wenn das Magazin behandelt ist, und auch nicht um einen Schönheitspreis. Der Zweck einer Behandlung liegt ausschließlich darin, die Investition solange als möglich nutzen zu können. Ich stelle einfach mal (asl Holzachmann) die Behauptung auf, daß ein (richtig) behandeltes Holzmagazin um 50% länger hält, als ein unbehandeltes.


    M.f.G. Emil

  • :D Hallo, Emil,
    das mag ja sein, aber ich hab z.B. meine nur auf 5 Jahre kalkuliert, und mit einmal anstreichen ist es ja nicht getan.
    Grenzkosten sagen, es lohnt nicht, weil der Arbeitszeitaufwand zu hoch ist.
    Und ich steigere doch nicht meine Kosten, wenn da nix dagegensteht.
    Wenn ich hier um Minuten pro 100 Rähmchen kämpfe, stell ich mich gewiß nicht hin und pinsele, da analysier ich doch lieber meine Arbeitsabläufe und guck, wo ich noch was weglassen kann (hat mir alles Männe beigebracht, ohne ihn säß ich in ner Doppelgarage als lager und wäre am Fluchen... :lol: )

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo Sabine was hat dir dein mäne beigebracht??


    und wo hast du dann jetzt deine Sachen gelagert?

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt