Indisches Springkraut

  • Hallo


    Wo finde ich Samen für indisches Springkraut.
    Am besten gleich größere Mengen.
    Gibt's da verschiedene mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten?


    Grüße Musikus

  • Hallo Manfred,


    findest Du das wirklich gut? :o
    Wie willst Du die jemals wieder loswerden oder wie eindämmen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich hab schon viel positives über des Zeug gehört
    also halt positiv für die Bienen
    Das Zeug soll so lang Nektar bringen dass man den Bienen nichts mehr zu füttern braucht.
    Aber sch..... ist es, dass man das Zeug ohne Pestizide nicht mehr weg bringt, da würde ich Lupienen schon besser finden,
    ich weis gar nicht gehen die Bienen an die Lupienen eigentlich ran?

  • Neee, Florian, das ist die Goldrute, die du meinst, Springkraut blüht nicht so ganz lange und so spät wie die. Heißt auf englisch goldenrod und das ist der Honig, den die Amis meist zum Überwintern nehmen, weil der sich nicht gut verkauft.
    Aber lies Henrys Erfahrungen dazu, das Zeugs honigt auch nicht immer und überall, meine Mädels waren kaum da drauf, nur jede Menge Schwebfliegen....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zitat

    blüht nicht so ganz lange und so spät wie die....


    Wer sagt das?
    Letztes Jahr sind die Bienchen noch im Ende Oktober schwer beladen aus den verseuchten Gebieten gekommen. Und glaub mir, da war die Goldrute schon laaaange unatraktiv, weil abgeblüht!
    Gruß
    Ralph

  • Hallo Musikus,
    wer die Natur schützen will, und dazu zähle ich eigentlich fast alle Imker, denn die arbeiten nun mal im Einklang mit der Natur, der sät keine "außerirdischen" Pflanzen aus, die sich bei uns eh schon viel zu schnell zu sehr ausgebreitet haben. Das indische Springkraut wird bekämpft wo es nur geht, da es alle anderen heimischen Pflanzenarten gnadenlos verdrängt. Wenn du also demnächst an deinem Standort eine Monokultur haben willst, dann kannst du säen, aber ich würde die Finger davon lassen, egal wie gut das Zeug honigt. Denn erst die Vielfalt bringt es doch. Das Gleiche gilt übrigens auch für Weiden. In 15/20 Jahren stehen nur noch die, weil die dem Boden sehr viele Nährstoffe entziehen, da können sich andere Pflanzenarten nicht mehr halten.
    In dem Bemühen, seinen Bienen etwas Gutes zu tun, darf man die Umwelt und deren Zusammenhänge aber nicht aus den Augen verlieren, sonst arbeiten wir nicht FÜR die Natur, sondern GEGEN sie.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • dachte das indische Springkraut ist man gerade wieder dabei am ausrotten weil es so wuchert


    und ihr wollt es noch zusätzlich streuen und pflanzen?


    das ist doch das Zeug wo viele loswerden wollten und im Wald Mal entsorgt haben oder das mit den rosa blühten

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • überlegt mal bevor ihr es pflanzt ob wie es zu unserer Wegitatjon passt!?


    und ob es sich mit unserem heimischen pflanzen verträgt!?


    weil durch so Sachen können wir viele unserer wertvollen Kräuter und pflanzen so vertreiben so das sie verloren gehen

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Hallo


    Ich überlege gerade, was ich da tolles verdrängen könnte.
    Es sind ja gerade die Wassergräben zwischen den Feldern die ich besiedeln möchte. Da wächst nicht viel dolles und verbreiten können die sich nicht, dafür sorgen schon die Landwirte.
    Fordert der Klimawandel nicht auch, dass wir unsere Flora ein bisschen an die neuen Begebenheiten anpassen?
    Meine Bienen hungern(an diesem einen Platz) den halben Sommer.
    Alle Vielfalt wurde schon in den Atrazinjahren aus der Gegend verdrängt. Der Wald besteht aus Monokultur Kiefer, gehts noch schlimmer?
    Vor Gebieten mit natürlichen Artenreichtum habe ich auch Respekt, da sollte man das lassen.


    Glodrute bringt bei uns auf Sandboden nur Pollen.
    Lupinen sind was für Hummeln und blühen im Mai.


    Grüße Musikus

  • also bei uns ist die Landschaft so wertvoll so wie sie jetzt ist das sie als landschaftsschutzgebiet erklärt worden ist


    muss dazusagen das alle unsere Wälder auch hochmoore sind so ca wie die Heide nur zugewachsen eben


    da wachsen noch Moosapfel und heidelbeeren und Brombeeren und Toolkirschen und es wächst sogar bei uns wo auf einer besonderen Mohrwiese der Enzian der wächst aber nur weil die wisse von einem Landwirt gepflegt wird


    außerdem wachsen so noch viele Mooskräuter und pflanzen die ich selbst nicht kenne


    wir haben sogar ein moorgebiet das unter das europäische Artenschutzabkommen fällt weil da pflanzen wachsen die es nur noch da europaweit gibt


    und das hat man und Landwirten zu verdanken weil wir das so gepflegt haben


    bei uns in Südbayern wird noch alles gepflegt nicht so wie im restlichen Europa wo jede wisse verwildert wird weil sie nur einen kleinen Hügel drinnen hat

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Hallo Musikus,
    das an den Wassergräben ist ja gerade das Problem. Wenn dort nicht viel wächst, dann doch zumindest Gräser oder Stauden, welche mit ihren Wurzeln die Hänge und Uferbereiche stabilisieren. Solltest du jetzt das Springkraut dort ansiedeln, wären in der Vegetationspause diese Gebiete bei Starkniederschlägen und Hochwasser ungeschützt. Ich glaub da gibt es andere Alternativen.
    Gruß Peter

  • Hallo Imkers


    Sofern die Landschaft intakt ist und das Springkraut eine Gefahr darstellen könnte, verstehe ich viele der Argumente. In einem Hochmoor, in einer Auenlandschaft, im Mischwald sollten die bestehenden Pflanzengesellschaften geschützt werden.
    In einer künstlichen Landschaft aus Agrarfläche und Monokulturforstwirtschaft sehe ich keinen Sinn auf Neophyten zu verzichten. Ursprünglich waren diese Landschaften in der Lage auch die Insektenfauna zu ernähren.
    Als ich vor 20 Jahren dort mit dem Gärtnern begann gab es keinen Löwenzahn und etliche andere Einheimische Pflanzen nicht mehr.
    Zahlreiche Tüten mit Löwenzahnsamen konnten dies bis heute nicht wieder vollständig renaturalisieren.
    Meine Bienen verhungern dort ohne Zucker und wäre die Kanadische Goldrute(ebenfalls Neophyt) nicht dort, gäbe es auch nicht ausreichend Pollen. Die Konsequenz, meine Bienen von dort abzuziehen, schadet mehr den noch verbleibenden Pflanzen, als für einen Ersatz zu sorgen.


    Diese Aufgabe ist eigentlich Aufgabe der Landwirte, welche im Bezug Bewahrung der Artenvielfalt in unserer Gegend völlig versagt haben.


    Ich glaube dass ein Neophyt, der auch andere Insekten bis in den Spätherbst versorgt, günstigere Auswirkungen hat, als das Belassen der jetzigen gestörten Flora & Fauna, welches nachweislich weltweit rasantes Artensterben zur Folge hat.