Meda und Pomonella Biene

  • Hallo Imkers!


    Bin auf der Suche nach Information ueber A.m.meda und A.m.Pomonella.
    Die Meda-Biene kommt aus dem Iran mehr weis ich dazu nicht. Auf Buckfast Sued gibts ne Liste mit Bienenrassen wo sie gelistet ist und sie wird auch von manchen Buckfastzuchtern verwendet aber in der liste steht (noch) nichts zu dieser Biene . Weis jemand was fuer eigenschaften die hat? Ist sie varroatolerant?
    Eine andere Bienenrasse ist die 2003 beschriebene A.m. pomonella (muss den Artikel noch mal suchen) welche dass ursprungliche Verbreitungsgebiet der westlichen Honigbiene um 2000 km nach Osten ausdehnt und die am naechsten am urspruenglichem Verbreitungsgebiet der A.cerana liegt d.h. koennte in historischer Zeit Ueberlappungen gegeben haben (sagen wir seit der letzten Eiszeit bis heute) Der Artikel beschreibt die Biene als relativ sanft. Leider hab ich keine neueren infos finden koennen.
    Kann mir aber vorstellen dass diese Biene varroatolerant ist wegen geografischer Naehe zu A.cerana.


    Viele Gruesse,
    Anselm

  • Hallo Anselm,


    die Meda ist daheim varroatolerant. Da wird sie aber auch von den Menschen sehr extensiv gehalten. Also, wo züchterische Anarchie herrscht, tritt eine Toleranz zu Tage. So auch bei der Meda. Das Verbreitungsgebit der Meda ist allerdings sehr groß. Es zieht sich vom nördlichen Kurdistan südlich des kaspischen Meeres bis hinunter an die afghanische Grenze. Beide Herkünfte sind in die Buckfastzucht eingeflossen. Wird mit Herkunfts-Kürzel "I" geführt. Die Original-Meda ist kaum zu bearbeiten, SEHR lebendig. In der Kombinationszucht mit Buckfast zählt sie allerdings zu den sanftmütigsten jemals erlebten Linien. Mittlerweile sind die "Meda-Linien" gut durchgezüchtet und stellen bei Paul Jungels einen bedeutenden Teil seines Stammes.


    Die These vom präglazialen Kontakt beider Bienen wurde von Erik Österlund schon öfter aufgegriffen. Die daraus gezogenen Schlüsse kann jeder selbst interpretieren.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Danke Reiner


    Vielleicht ist fehlende zuechteriche Arnachie der Grund dafur das es in Mitteleuropa keine oder wenige rsistente Bienen gibt. In Chile sind aber auch die meisten Bienen sensibel trotz Arnachie. Meine sind zwar ohne behandlung in der 2. Seison und mit ganz wenig Milben aber das will noch nichts heissen.
    Zur Buckfastzucht: Warum wird die Elgonbiene getrennt von buckfast gefuehrt obwohl nach Buckfastkriterien gezuechtet?
    und warum werden einige Bienenrassen bei der Buckfast ausgeschlossen.
    Ich denke da an z. B. an A.m iberica die hat in unselektierter Form schon ein Grooming/Killerfaktor von 50 % ( zum Vergleich: Alois Wallner begann seine selektion mit Bienen um 30% Killerfaktor).
    Was weis man heute z. B. ueber Rassen wie A.m. unicolor,oder A.m.andansonii.
    Gruesse
    Anselm

  • Hallo zusammen,


    ein freund von mir (iraner) hat bei uns in der Nähe 35 Carnica- völker und kommt aus einer imkerfamilie aus dem iran - die haben 700 meda - völker !


    sehr angriffslustig !
    er war im Oktober zu Hause:


    Er sagt, er hat in 3 Tagen soviele Stiche abbekommen wie hier in einem Jahr

    >> Jungimker, Tor zum Thür. Wald, etwas Raps, sonst alles mögliche, Belegstelle Gehlberg, Carnica, Zander modifiziert, Brutraum ZaDant, Magazin kompatibel, Selbstbau, Futterzargen, AS-Liebigdispenser und Nassenheider, Oxalsäure und Milchsäure, keine DIB-Gläser <<


    "ex oriente lux"

  • Hallo Anselm,


    diese Anarchie sollte man vielleicht zudem eher als eine "extensive Bewirtschaftung" verstehen. Und auch eine fehlende Varroabehandlung. Sonst wirst du NIE resistente Bienen erkennen können.


    Über die weiteren von dir angeführten Rassen gibts nicht viel verwertbare Quellen. Es ist sicher aber ein Holzweg, sein Heil in der Haltung von exotischen Rassen zu suchen. Eben wegen vorherigem Einwand.


    Elgon ist nur das "Markenzeichen" von Erik Österlund. Es ist eine nach Buckfast-Art gezüchtete - sehr gute - Biene.


    Ausgeschlossen wird per se erstmal gar nix. Ob es sinnvoll ist Rassen zu testen, die von Karl Kehrle schon eingehend geprüft wurde halte ich für fragwürdig. Da sollten wir uns in diesem Jahr mal eingehender unter vier Augen darüber unterhalten ;-) , wenns geht ....


    Immer klarer wird, dass die Varroatoleranz/resistenz nicht an einem Merkmal etc. festzumachen sein wird.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Reiner,
    Danke für die Infos, wusste noch nicht das Br. Adam sich ausser mit A.monticola auch mit allen anderen afrikanischen Herkünften beschäftigt hat.Habe von Br. Adam leider nur das Buch "Meine Betriebsweise" und da steht zu subsaharischen Formen leider noch nichts drin obwohl sonst ein geniales Buch.
    Meine Betriebsweise ist bisher sehr extensiv,hatte mir ursprunglich vorgenommen Milben zu was aber ohne Gitterboden schon mal schwierig ist, wegen der Bienis selbst und ein paar ameisen.
    Wie ich dir schon erzaelt habe gingen die Milben plötzlisch zurück als die Völker schon kurz vor zusammenbruch standen (viele Bienen mit geschädigten Flügeln,Drohnen komplett ohne Flügel).Das war im Fruejahr (hier September,Anfang Oktober) Sechs Wochen spaeter waren die Völker immer noch schwach aber deutlich weniger Milben direkt auf der Wabe und es gab wieder Drohnen mit Fluegeln(flugfähig) und nur noch ganz wenige Arbeiterinnen die sichtbare Schäden hatten. Weis aber immer noch nicht obs am Nichtstören lag (Wenn in Königinnenzuchtliteratur vor empfindlichkeit wahrend der Puppenphase gewarnt wird,dann sind arbeiterinnenpuppen warscheinlich auch empfindlich,fällt nur weniger auf wegen vieler unterschiedlicher Stadien)
    oder ob die Bienen es "gelernt"haben die Milben rauszuschaffen (geschicklichkeit,Spürsinn?)oder ob die Milben selbst ne Krankheit hatten.
    Allerdings habens n bisschen mehr als die hälfte der Völker nicht geschafft und die überlebenden sind mehr oder weniger verwandt da die Völker aus dem Restbestand eines Imkers waren der schon länger keine neuen Kös dazugekauft hat.Vom Aussehen her ne Mischung aus Carni und Italiener (dunkle bienen und solche mit 1 bis 3Ringen in unterschiedlichen Anteilen je nach Volk) Ich hoffe das ich ende Mai mal nach Dt. kommen kann,da koennen wir uns detaillierter ueber Bienenzucht und Varroatoleranz unterhalten :wink:


    Gruss aus Chile


    Anselm