Extensive Betriebsweise?

  • Hallo,


    die extensivste Betriebsweise ist:
    -Finger weg von den Völkern bis April
    -Honigräume einfach drauf
    -Schwärmen lassen
    -nichts einfüttern
    -Varroabehandeln
    -Honigüberschuss im Frühjahr ernten


    Genauere Antwort erfordert genauere Fragestellung 8)

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • sabi(e)ne schrieb:

    :lol: Und auf englisch "extensively" ausgedehnt, beträchtlich, von großem Umfang: also eher das Gegenteil unserer Bedeutung. :wink:


    Ist denn nicht eine extensive Landwirtschaft, nicht eine Landwirtschaft, die einen großen Umfang hat ? Wo alles mögliche getan wird, um den Ertrag zu erhöhen ? Als Beispiel: Schweinemastfarmen (was ein Wort ;) ), das ist für mich extensive Tierhaltung.


    Oder check ich das grad nicht ?

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Nein, Christian,
    extensive Landwirtschaft heißt einfach, nicht alles bis auf den letzten Krümel wegen Gewinn auszunutzen, sondern mit der Natur und mit eben nicht maximal zulässigem Viehbesatz/Hektar zu arbeiten. Und Ackerbauern tolerieren eher einen höheren Unkrautbesatz als das Bodenleben mit irgendwelchen Pestiziden zu schädigen.
    Die geringeren Erträge sind aber nur über einen höheren Preis oder erheblich niedrigeren Arbeitseinsatz auszugleichen (oft genug nicht wirklich).
    Ökologisch vernünftiger ist es, aber die wenigsten können sich das leisten, weil sie schon seit Jahren von der Substanz leben und kein Geld für eine solche Umstellung haben.
    Dazu kommt, daß die Pachtpreise in manchen Gegenden durch die NawaRo z.B. für Milchbauern unbezahlbar geworden sind, dann ist nix mit Erweiterung der Fläche...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • rst schrieb:

    Nö Christian, das was du da beschreibst, ist intensive Landwirtschaft. Eine Landwirtschaft, die ihre eigenen Grundlagen (Boden usw.) schädigt. :-?


    Dass intensive Landwirtschaft in jedem Falle die eigenen Grundlagen schädigt und extensive Landwirtschaft die Grundlagen in jedem Falle erhält bzw. fördert, das ist unzulässig vereinfacht.


    Manne

  • Hilux5 schrieb:

    (...)Wie funktioniert eigentlich die extensive Betreibsweise?
    (...)


    DIE extensive Betriebsweise - gibt es die überhaupt schon?


    Bernhard

  • Extensive Betriebsweise bei Bienen ist meiner Meinung nach Quatsch!
    Je intensiver ich mich mit dem Bien beschäftige, oder er sich mit mir, um so einfacher haben wir es miteinander!


    weiß
    der
    Drohn



    @Herr Schwarz: sehr schöner Ansatz!!!
    habe im Moment ein Versuch am laufen mit 10 Völkern der in diese Richtung läuft. Bin mal gespannt was da rauskommt.


    Sprichwort:
    Am Heumarientag nimmt man das erste Mal Honig, am Jakobstag (25.7.) das zweite Mal und am Laurentiustag (10.8.) das letzte Mal.


    ich lese das Sprichwort so, dass man die Schwärme im zweiten Jahr nicht erntet, sondern im dritten Jahr um diese Zeit herum.


    Also man nur aus einem dreijährigen Volk erntet.


    Alle Völker die nicht so alt werden gehen verloren.


    fragt
    sich
    der
    Drohn

  • Gecko schrieb:

    Hallo ......


    Hallo:


    1. Mentale Phänomene sind nicht physikalische Phänomene.
    2. Mentale Phänomene sind im Bereich physikalischer Phänomene kausal wirksam.
    3. Der Bereich physikalischer Phänomene ist kausal geschlossen.


    verstanden


    gibt
    der
    Drohn
    zudenken

  • Hallo Forum.
    Also ich habe mir nochmal Gedanken über extensiv/intensiv gemacht.
    Definitionen:
    intensiv: Grad mit welcher Kraft man etwas (z.B. Sache) angeht.
    extensiv: Was sich verbreitet. was auf mehr als eine Sache zutrifft (kommt aus dem Lateinischen).
    Einige von Euch sind der Sache ziemlich nahe gekommen; andere weniger.
    Extensiv ist also "nicht" das Gegenteil von intensiv. Hat nicht mal was miteinander zu tun.
    Auf die Bienenhaltung bezogen kann man extensiv nur bedingt (im übertragenem Sinne) anwenden. Siehe Rainers Definition.
    Meine Definition: ich übe noch, bin aber schon ziemlich dran.
    Lasst die Mädels in Ruhe. Sich verhalten und entwickeln wie sie und die Natur es wollen. Sie sind schon länger auf der Welt als wir Menschen, die beiden nur ins Handwerk pfuschen.
    Wenn Ihr Honig braucht geht hin und seht nach, ob die Bienen etwas für Euch erübrigen können. Nehmt in Masen, lasst ihnen genug Resourcen für den Winter und setzt sie nicht auf Zuckerpampe. Bedankt Euch und macht den Deckel wieder zu.


    PS. jetzt sage mir keiner, "aber die Varroa muss man bekämpfen".
    Die haben die Mädels doch auch nur uns Menschen zu verdanken.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)