Wintervorrat wird knapp

  • Wie hier im Forum schon von einigen geschrieben worden ist,ist die Lage mit dem Futter ein echtes Problem im diesem Jahr.Ich habe alle Futterwaben aus meinem Wabenschrank geholt,morgen soll es schön werden da werd ich bei meinen starken Völkern Futterwaben zuhängen müssen.Bei einigen Völkern ist keine Traube erkennbar die ganze Zarge ist Bombenvoll mit Bienen.Mein Vater der schon über 30Jahre Bienen hat,hat sowas noch nicht erlebt.Wie schauts bei euch aus?Wer noch nicht geschaut hat der sollte es schnell tun,morgen soll es 14 Grad warm werden und trocken.

  • Hi Boris!
    Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen das das Futter JETZT schon knapp werden soll in den Völkern. Ich habe je Volk 25 kg Sirup eingefüttert und wenn man den Verbrauch in den Monaten bisher (also theoretisch brutfrei :-? ) bedenkt, der laut Literatur bei einigen 100 Gramm liegt, dann sollten die Völker noch satt und genug haben, oder?!
    Ich denke kritisch könnte es so im März/April werden, wenn die Völker in Abhängigkeit vom Wetter schon längere Zeit volle Pulle brüten und von draussen evtl. noch nicht genug Neues reinkommt und das Winterfutter zur Neige geht.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hi,


    zu Weihnachten habe ich im Rahmen der Winterbehandlung bei einem Volk die obere Zarge angehoben. Die war knacke schwer. Präzisere Angaben habe ich nicht. Aber Futtermangel scheint mir momentan kein Thema zu sein. Im Frühjahr mag es anders aussehen.

  • Futter ist in meinen Beuten auch noch vorhanden nur in den starken Völkern haben die schon erheblich Futter verbraucht,und man weiß nie wie der Winter noch wird, vorallen wie lange.Ich mache lieber jetzt die kontrolle als dann im Feb.oder März wenns dann vieleicht knackekalt ist.Bei einem anderem Imker bei uns ist die Situation ähnlich.

  • Hab mal gegoogelt"Suchbegriff Bienen" dann auf News,im Text steht das die Bienen momentan die 10fache menge als wie üblich verbrauchen,also ist die Situation in anderen Gegenden ähnlich.


    Schon jetzt Frühlingsgefühle
    Wegen der milden Witterung kümmern sich die Bienen von Imker Rümenapf viel zu früh um den Nachwuchs
    Teil 1 von 2
    KATHARINA KASTNER


    R ÄGELIN Der warme Winter mit seinen frühlingshaften Temperaturen lässt die Natur verrückt spielen: Maikäfer krabbeln bereits aus der Erde, Zugvögel verpassen ihren Abflug in den Süden, manche Obstbäume stehen schon wieder in Blüte, Igel treten ihren Winterschlaf erst gar nicht an – und etliche Honigbienen von Imker Bernd Rümenapf in Rägelin brüten bereits. Dabei beginnen die Bienenvölker gewöhnlich erst im März mit der Brutbildung.


    Das milde Wetter ist nachteilig für die Insekten: "Sie verbrauchen jetzt viel Kraft, die ihnen dann im Frühjahr fehlt", sorgt sich Imker Rümenapf. Normalerweise bilden die Bienen im Winter eine Traube, in der sie ruhig ausharren. Doch jetzt benötigen sie fast zehnmal mehr Futter und Energie als üblich und plündern ihre Vorräte. Schließlich muss die frühe Brut gewärmt werden.


    Mit solchen Finessen der Natur kennt sich Bernd Rümenapf aus. Der 50-Jährige, der bis Ende der 80er Jahre als Physik- und Mathematiklehrer in Rägelin, Walsleben und Neuruppin unterrichtete, hat das Imker-Handwerk von seinem Vater gelernt. Zwar arbeitet er heute in der Versicherungsagentur seiner Frau mit, doch das Honigmachen ist sein liebstes Hobby. Und so weiß er, dass die vorzeitigen Aktivitäten im Bienenstock ein weiteres Problem mit sich bringen: Die futternden Bienen müssen – wohl oder übel – ihre Kotblase entleeren. Der Weg an die frische Luft kann aber schnell zum Todesflug werden. Bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius werden die Flügel klamm. Die Insekten sind dann nicht mehr flugfähig und sterben. Erledigen sie ihr Geschäft im Haus, könnten sich dort wiederum Krankheitsherde bilden und ein Volk zugrunde gehen lassen.So hat Imker Bernd Rümenapf auch im Winter viel zu tun: Er kontrolliert und erneuert die Bienenkästen und behandelt seine Völker gegen Milben. Die Varroa-Milbe ist die größte Bedrohung der Bienenvölker, denn sie lebt schmarotzend auf der Bienenbrut. Diese Milbenart ist vor etwa 25 Jahren aus Asien eingeschleppt worden und kann ein ganzes Volk schwächen. Im Winter sitzen die winzigen Tierchen zwischen den Bauchschuppen der Bienen und saugen an deren Körpern. Bernd Rümenapf bekämpft die Milben auf ökologische Art: mit Ameisensäure, die zwischen den Waben verdunstet, oder mit Kleesäure, die der Fachmann in die Wabengassen träufelt. Die Mittel hinterlassen keine schädigenden Rückstände.


    Der Herr über nahezu 100 Völker – zu jedem gehören etwa 30 000 bis 50 000 Tiere – wandert mit seinen Bienen im Sommer nach Kränzlin, Strubensee und zur Wittstock-Ruppiner Heide. Um ein Glas Honig zu erzeugen, müssen die Bienen drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen. Der Heidehonig mit seinem herb-aromatischen Geschmack ist besonders beliebt und gehört zu den teuersten Sorten, denn in Deutschland gebe es nur noch drei große Heidegebiete, erklärt der Rägeliner. Da sei es nicht verwunderlich, dass im August und September fast 4000 Völker auf dem ehemaligen Schießplatz bei Wittstock stehen. "Die kommen sogar von der holländischen Grenze her", sagt Bernd Rümenapf.


    Seine beiden Kinder werden das Hobby wohl nicht fortführen: "Heutzutage ist es schwierig, in dieser Branche zu bestehen. Die Zahl der Imkereien ist in Brandenburg drastisch zurückgegangen." Nach dem großen Bienensterben 2003/ 2004, als tausende Völker aus noch ungeklärter Ursache zugrunde gingen, haben viele märkische Imker kapituliert. "Auch mir waren zwei Drittel der Völker kaputtgegangen", ärgert sich der Rägeliner. Dennoch sei ihm nicht in den Sinn gekommen, seine Leidenschaft aufzugeben.


    Auch wenn die Imkerei aufwändig ist und Bernd Rümenapf im Sommer nahezu täglich gestochen wird, mag er die Arbeit an der frischen Luft. "Inzwischen habe ich eine gewisse Immunität. Da schwillt die Haut nicht mehr an, und ich weiß abends nicht mal mehr, wo ich überhaupt gestochen wurde", erzählt der Bienenzüchter. Als junger Bursche, der seinem Vater bei der Imkerei half, sei es allerdings "eine mittlere Katastrophe" gewesen, wenn er mit geschwollenen Lippen oder Lidern in die Schule musste. Heute kann Bernd Rümenapf drüber lachen.

  • freibad schrieb:

    Hi,


    zu Weihnachten habe ich im Rahmen der Winterbehandlung bei einem Volk die obere Zarge angehoben. Die war knacke schwer. Präzisere Angaben habe ich nicht. Aber Futtermangel scheint mir momentan kein Thema zu sein. Im Frühjahr mag es anders aussehen.


    Das kann ich nur bestätigen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • :roll: Finger von den Bienen.
    Am besten auf die Hände setzen.
    Wenn sie komplett eingeschneit wären, kämst du ja auch jetzt nicht auf die Idee nachzugucken...
    Jedes Aufmachen ist Streß pur, bringt nur Unruhe rein, und ist eigentlich (und uneigentlich) nur Mist, wenn es nicht wirklich sein MUSS.
    Gegen Futtermangel hilft *großzügiges* Einfüttern im Herbst und mehrzargig überwintern, da ist dann nämlich auch genug Platz für genug Futter...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo Boris hab ich ja auch schon geschrieben das mein Futter bei den sehr starken Völkern knapp werden kann


    und die sind heuer so stark wie noch nie zuvor hat mir mein Imkervater auch gesagt



    aber alle meinten dann nur ich häbe zu wenig eingefüttert


    Guss Michael

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Dann hätten wir 30Jahre zu wenig eingefüttert und Bienen mehrzargig einzuwintern halt ich nur in ausnahmen für sinnvoll.Würde Schnee liegen wäre der Verbrauch nicht so hoch, folglich bräuchte ich keine Futterwaben dazuhängen,also würde ich meine Bienen jetzt nicht stören.Bei diesen Temperaturen verkraften die Mädels denn Streß, außerdem werd ich nur bei den Völkern eingreifen wo es Not tut.

  • hallo Boris bei dem Wetter müsste ich die dienen doch auch nochmals nachfüttern können oder?


    weil bei uns könnt es dann wieder sein das wie man bis zum Mai Schnee wieder haben


    hatte das letzte mal 19 Kilo eingefüttert und dann haben sie nix mehr reingenommen und ist sogar noch in jeder Futterzarge ein kleiner Rest drinnen geblieben


    also hat jedes Volk insgesamt 19 Kilo Futter bekommen im herber 2006


    ist das etwa zu wenig für eine trogbeute?

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Für die nächsten 2 Wochen ist kein Winter in Sicht,aber Regen sogar Starkregen ohne Ende.Morgen solls einigermaßen werden.Ich mache mich morgen ran und hänge genügend rein damit es bis April reicht,möchte nicht in einen vielleicht eisigen April um meine Bienen bibbern müssen.

  • hallo Boris hab es nicht so gut wie du hab keine übrigen Futterwaben nicht


    bin aber auch erst Imkeranfänger


    hab den ersten Winter jetzt erst Bienen


    was kann ich dann machen?
    kann ich bei den temperaturen nochmals was nachfüttern flüssigfutter??

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Das wird schwierig,hab das selbst noch nie gemacht.Glaube das die Bienen gereizt werden und noch mehr in Brut gehen und noch mehr Futter benötigen.Frag benachbarte Imker ob die noch Waben über haben

  • Hallo!


    Wenn du tatsächlich so viel eingefüttert hast, dann bekommst du vor Ende März keine Schwierigkeiten, dann kannst du immer noch füttern. Bienen verhungern im April! Ich hab mal von einem gelesen, der hat Sirup in einem Beutel auf die Waben gelegt und diesen mit einer Gabel leicht perforiert (unten). Die Bienen würden Sirup bei +4°C noch abnehmen. Mache es aber nicht, du hast die Panik eines Anfängers. Im Moment tragen die Bienen gerade Futter um. Das kannst du bei manchen Völkern auf der Windel sehen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: