Bienenmilch?

  • Hallo Bienenfreunde!
    Ein türkischer Freund sprach mich auf "Bienenmilch" an. In der Türkei wird so etwas Kleinkindern gegeben. :o
    Ich konnte mir nur mIlch mit Honig darunter vorstellen, halte das aber für problematisch.
    Weis jemand genaueres darüber?
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Naja, auch wenn du es für problematisch hälst, auch ich habe als Kind relativ oft Milch mit Honig zu trinken bekommen. Wie´s scheint ohne negative Auswirkungen. 8) 
    Zum besseren Einschlafen, bei Halsschmerzen, bei Erkältungen. Milch mit einem Löffelchen Honig tat immer gut.
    O.K., es stand auch noch nicht auf den Gläseren, dass Honig als Naturprodukt für Kleinkinder Gesundheitsgefahren bergen würde...
     :wink:


    Gruß
    Ralph


    der sich nur so etwas unter Bienemilch vorstellen kann.

  • Hallo Imkermilch-Freunde
    Das trifft aber meines Wissens nur für Kinderlein unter 1 jahr zu bis sich im Darm alles angepasst hat zum Leben, denn schnell ist der Honig bei solchen Meldungen im Verruf und wird als nachteilig abgewiesen und das wäre schade
    imkerliche Grüße

  • Immenfuchs schrieb:

    Hallo Bienenfreunde!
    Ein türkischer Freund sprach mich auf "Bienenmilch" an. In der Türkei wird so etwas Kleinkindern gegeben. :o
    Ich konnte mir nur mIlch mit Honig darunter vorstellen, halte das aber für problematisch.
    Weis jemand genaueres darüber?
    Gruß
    Kalle


    Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen, sie können daran sterben, die Erreger Clostridium botulinum, die für den Erwachsenen völlig ungefährlich sind, können den plötzlichen Kindstod auslösen, zumindest nach derzeitigem Wissensstand, deshalb riskieren sie nichts in dieser Hinsicht, denn die Gesundheit unserer Kinder sollte das allerwichtigste für uns sein! Nur Säuglinge sind gefährdet! Bei älteren Kindern und Erwachsenen bildet die Darmflora einen ausreichenden Schutz. Dies ist bei Säuglingen im ersten Lebensjahr aufgrund der sich erst entwickelnden Darmflora nicht der Fall. Die aufgenommenen inaktiven Clostridien-Sporen können im Darm auskeimen und das Toxin freisetzen, das dann zu Muskel- und Atemlähmungen führt.

  • honigmayerhofer schrieb:


    Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen...


    Hallo, bei mir steht`s auf der Rückseite drauf - zu meiner eigenen Sicherheit.


    Hinweis: Honig ist naturbelassene Rohkost.
    Daher für Kinder unter einem Jahr ungeeignet!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • honigmayerhofer schrieb:

    Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen, sie können daran sterben, die Erreger Clostridium botulinum, die für den Erwachsenen völlig ungefährlich sind,


    Hast Du auch eine wissentschaftliche Quelle zu dieser Behauptung, oder beziehst Du dich auf die spektakulären Medienberichte? Mir persönlich ist nur ein Fall aus Berlin bekannt, bei dem der Verdacht (!) bestand, der aber nicht wirklich bestätigt werden konnte.


    honigmayerhofer schrieb:

    können den plötzlichen Kindstod auslösen, zumindest nach derzeitigem Wissensstand,


    Plötzlicher Kindstod? :-? Bist Du sicher, daß Du da nicht ein paar Sachen durcheinander wirfst?


    Bernhard


  • Ich bin mir sicher! Es gab hier vor Jahren eine Studie und diese habe ich 1:1 in meine HP so übernommen!

  • Guten Abend, allerseits,


    dies mag akademisch klingen, aber die Aussage Xavers:


    ... die Erreger Clostridium botulinum, die für den Erwachsenen völlig ungefährlich sind....[/quote]


    ist sowohl mit als auch ohne Zusammenhang völlig irreführend. Diese Erreger sind - beispielsweise über die LUNGE aufgenommen, für Menschen aller Altersstufen tödlich.


    Also: Zuhause nicht nachmachen.


    Gruß und nix für Ungut,


    Eden

  • honigmayerhofer schrieb:


    Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen, sie können daran sterben,


    Mag ja sein, aber Autofahren ist für Kinder statistisch gesehen gefährlicher! Wir können nicht jedes Risiko ausschalten. Andererseits, muss ein Säugling (!) Honig bekommen? Der lebt doch mit Muttermilch ganz gut, oder? Zumindest hatten meine Töchter nix gegen ...

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Simon.
    Bist du dir sicher, dass dies eine gute Idee ist? Was ist mit der Kennzeichnungspflicht im Endprodukt?


    Und immer daran denken: Die wichtigsten Informationen auf der Verpackung in lesbarer Größe! 8) Nicht, dass der Mama noch mit der Lupe an die Pelle gerückt werden muss...


    Ich konnte einfach nicht anders. :D


    Gruß
    Ralph

  • Hier ein Link auf einen wirklich traurigen Fall:


    http://www.kinderklinik-buch.de/Botulismus/case_report.html


    Allerdings wird im vom Robert-Koch-Institut "Epidemiologischem Bulletin 37/98" http://www.kinderklinik-buch.de/Botulismus/Bulletin.pdf darauf verwiesen, dass die in Deutschland durchgeführten Untersuchungen der Honige ein negatives Ergebnis brachten.


    Wenn ihr dieses Bulletin durchgelesen habt, können wir gern weiter diskutieren.


    Für mich bleiben Fragen, die Reiner angedeutet hat. Müssen wir mit solchen Warnungen (auf unseren Verpackungen!!!) die Gefahren in der öffentlichen Wahrnehmung größer machen, als sie sind?


    Wer warnt vor den Weichmachern, die in den heute üblichen Klarsichtflaschen und Kunststoffnuckeln vorhanden sind? Deren Hersteller?
    Wer warnt vor Umweltgiften, vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln, deren Auswirkungen auf das sich entwickelnde Kind überhaupt noch nicht erforscht sind, wogegen Kinder seit hunderten von Jahren auch mit Bienenhonig in Kontakt gekommen sind?


    Ich möchte nicht das Einzelschicksal der betroffenen Eltern und Kinder verniedlichen, aber ich denke, man kann als Imker auch Diskussionen auslösen, deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu einer ganz anderen Wertung führt, als beabsichtigt.


    Gruß
    Ralph