Träufelmethode

  • Wünsche allen erstmal Frohes neues Jahr!


    Ich habe gestern bei meinen Bienen erstmal die träufelmethode angewendet.2 Völker habe ich vor 3 Tagen mit verdampfen,so wie ich es immer mache behandelt.Bei den Völkern die ich verdampft habe sind ca.50,70 Varroas gefallen.Bei den Völkern die ich geträufelt habe liegt noch nix.Meine Frage:Wann setzt die Wirkung beim Träufeln ein,habe mit 3% iger Lösung gearbeitet.

  • Hallo Boris,
    auch ich habe (vor Weihnachten) zum ersten Mal mit OS beträufelt. Die Wirkung setzte sofort (am nächsten Tag nachgeschaut) ein, aber insgesamt waren es pro Volk im Schnitt nur 35 Milben, gesammelt innerhalb einer Woche. Es scheint mir ziemlich wenig, aber vielleicht hängt dies mit der intensiven AS (Kurz- und Langzeit-, vorher) zusammen.
    Weitere Erfahrungen habe ich nicht.
    Gruß rabea

  • Ich hatte auch vor Weihnachten geträufelt - ohne Nachkontrolle.
    Die hatten sehr kompakte Wachsbrücken oben zwischen die Rähmchen gebaut. Die Träufelung hat sicher bei mir nur einen Teil der Bienen erreicht.
    Bin mal auf das Frühjahr gespannt.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo!
    Letztes Jahr hatte ich wegen der anhaltenden Kälte keine Chance, eine OS-Behandlung durchzuführen. Wider Erwarten hat es den Bienen nicht geschadet, ich hatte auch im Sommer relativ wenig Milben- ich meine die Bienen!!-. Aber in meiner Nähe gibt es kaum weitere Imker, vielleicht ist das die Ursache? Natürlich machte ich eine zweifache (kurz und lang), außerdem Drohnenschneiden, und der Befall war tatsächlich gering. Glück gehabt??
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    Ciao Rabea

  • Behandlung am Freitag 29. Dezember


    So habe ich es gemacht.


    Bin in die Apotheke und hab mir 100 g reine Oxalsäure bestellt.
    Angerührt nach folgendem Rezept:


    35 g OS, 200 g Zucker in Wasser lösen, auf 1 Liter auffüllen ergibt eine 3,5%ige Lösung.
    Für meine drei Liter hab ich noch 5 Oxalsäuretabletten zu je 1 g dazugegeben, die ich vom Verdampfen noch übrig hatte.
    Die eng sitzende Wintertraube mit 30 bis 50 ml beträufeln.
    Da einige Völker nur 30 ml brauchten, haben 2 Liter für ca. 50 Völker gereicht.


    Die Oxalsäure kommt in Plastikflaschen zu je einem Liter (aufpassen bei Sprudelflaschen damit niemand rankommt).
    Damit die Oxalsäure warm zu den Bienen kommt hab ich so eine Kühltasche von ALDI (wie eine Plastiktüte, sie gibts an der Kasse).
    In die stelle ich die Flaschen. Dann der Frau die Bettwärmflasche geklaut, mit heißem Wasser gefüllt und ab in die Kühltasche. Hat super funktioniert.


    Wer kann, sollte sich bei Kollegen die aufgegeben haben das Perizinbeträufelungsset besorgen (halt auch mal kaufen und das Perizin wieder weiterverkaufen, denn mit dem Set gehts wirklich einfach), oder eine Spritze.
    Wenn ich mit der Spritze arbeite, dann hab ich dazu ein breites flaches Glas mit Deckel aus dem ich die Spritze aufziehe.
    Alle Gerätschaften stehen auf einem Brett, dieses wandert von Volk zu Volk mit.
    So mach ich es auch mit der AS-Behandlung


    Bei einzargigen Völkern war es ziemlich einfach, Deckel runter, Folie zurück und beträufeln.
    Die zweizargigen Völker mussten fast alle gekippt werden.
    Am besten ist es, wenn zu zweit gearbeitet wird, einer hält die Zarge hoch, der andere beträufelt.
    Anschließend ein kräftiger Rauchstoß, damit die Bienen beim Aufsetzen der abgekippten Zarge nicht zusammengedrückt werden.


    Insgesamt mussten wir feststellen, dass die Völker schon viel Futter verbraucht haben, denn sie waren hier im Stuttgarter Raum nur von Anfang bis Mitte November brutfrei, danach hatten sie wieder Brut bis zum ersten Frost.
    Einigen Völkern hab ich schon Futterteig aufgelegt.


    Also Kollegen Aufpassen!!
    Futtermangel!!
    .


    Am Montag, 1. Januar habe ich einen Ableger auf Milbenfall geprüft. Dieses Volk wurde intensiv mit AS behandelt. Trotzdem lagen schon nach 2 Tagen 20 Milben auf der Windel.