Erstes Volk tot.

  • Hallo
    Bin erst seit dem sommer der Imkerei verfallen.
    Heute auf dem Bienenstand habe ich leider feststellen müssen das mein erstes volk weg ist.(':(')
    Vermute mal das es tot ist.
    Doch mich wundert das es gar keine toten bienen gibt.
    Es lagen ca 20 tote bienen auf dem gitterboden mehr nicht.
    Ist das normal????????.
    Vor 2 wochen waren die kleinen noch am fliegen.
    Die Waben waren zur hälfte geplündert und zur hälfte noch voll.
    es lagen auch keine toten bienen vor der beute.
    Auch in meiner varoa schublade war nicht zu sehen.
    Kann mir vielleicht jemand tips geben.
    Mfg Gordon

  • Hallo,
    ich traue es mich fast nicht zu schreiben.
    Aber auch in Gelsenkirchen schlägt die Varroa mit ihrem typischen Schadensbild zu.
    Aber wie oben geschrieben, Ferndiagnosen sind fast nicht zu machen. Laß mal einen besser zwei ImkerkollegInnen in die Beute schauen und kläre dann mit ihnen zusammen wast eventuell falsch gelaufen ist.
    Ich hoffe es war nicht das einzige Volk und es fliegen im Frühjahr noch Bienen an Deinem Stand.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Gordon,


    für mich steht auf jeden Fall fest das bei dem Aufbau des Wintervolkes nicht alles optimal war, mangelte Varroabehandlung, zu wenige Winterbienen.


    Ein Volk muss vor der Einwinterung bestimmte Eigenschaften erfüllen sonst bringt es
    garnicht ein Volk auf zu füttern.


    Wenn ein Volk Anfang August nicht die entsprechende Stärke hat besteht die Gefahr das so ein Volk nicht überwintert.
    Das Brutnest sollte eine bestimmte Größe haben sonst werden nicht genügend Winterbienen gebildet.


    Die Varroabehandlung sollte nach Möglichkeit so früh wie möglich erfolgen, und das aber mit einen entsprechenden Mittel was für die Jahreszeit optimal ist.
    Wenn man mit AS behandelt sollte man die Faktoren beachtet werden, bei zu kühler Witterung wirkt eine Behandlung unzureichend und es fallen nicht genügend oder kaum Milben.


    Kontrolle ob die Behandlung wirkt.


    Die Witterung war in den letzten Wochen optimal für AS-Behandlungen die normal wegen zu kühlen Temperaturen möglich sind.


    Ich habe ende Oktober/Anfang November mit AS 60% Schwammtuch erfolgreich behandelt.


    Völker sollte auch vor Räuberei geschützt werden.

  • Hallo
    Danke für eure antworten.
    Ich habe bis jetzt 2 Bienenvölker gehalten.
    Beide erst im sommer bekommen.
    Die beiden sind mit AS behandelt worden, und dann noch einmal mit Apigart.
    Der milbenfall war laut aussage von meinen Bienenpapa ok.
    So das auch er davon ausging das die behandlung sehr gut war.
    Die bienen wurden auf 2 zargen eingewintert.
    Volkstärke war laut aussage Bienenpapa sehr gut.
    Auch die winterbienen waren in ausreichender stärke angeblich vorhanden.
    Wie gesagt stehe erst am anfang und bin ratlos.
    Mein 2 volk scheint dagegen sehr stark oder gesund zu sein.
    Mich wundert es nur ein wenig das ich fast gar keinen müll(tot bienen) habe.
    Weder in noch vor der beute.
    Ist das normal.
    Das verunsichert mich ein wenig.
    Mäuse sind auch nicht eingedrungen.
    Hoffe auch das mein 2 volk den winter jetzt unbeschadet überlebt.
    Mfg Gordon

  • Hallo!
    Ein Volk, das der Varroa anheimgefallen ist, sieht üblicherweise so aus; (fast) alles voller Futter und keine Bienen da.
    Die merken, dass sie's nicht schaffen werden, verlassen die Beute und schließen sich anderen Völkern an. Das Problem ist oft nicht die Varroa als solche, sondern Völker die nicht behandelt werden und dann andere Völker "(re)infizieren".
    Selbst wenn man gut behandelt hat, muss man im Spätsommer und Herbst ein Auge auf die Varroa haben; du machst sie weg, und ein anderer beschert sie dir wieder, ohne dass du es merkst.

  • gazdin schrieb:

    Das Problem ist oft nicht die Varroa als solche, sondern Völker die nicht behandelt werden und dann andere Völker "(re)infizieren".


    Gazdin,


    hast Du mal darüber nachgedacht, wem die Varroen ihre permanent
    zunehmende Überlebensleistung zu verdanken haben? Richtig, es ist die
    planmäßige darauf gerichtete Selektion durch die Behandler. Dabei
    kannst Du aber nicht nur denen die Schuld geben der wegen Schlamperei
    mal nicht behandelt haben, sondern auch denen, die nur meinen richtig
    behandelt und gehandelt zu haben.
    Also bitte, mach die Sache unter deinesgleichen nicht unzulässig einfach.


    Gruß


    Manne

  • @keine Varroabekämpfung seit 1993:
    Schön, wenn das bei dir klappt. Ich hab' in meinen Anfangsjahren bei mir mehr als eine Beute gesehen, die die Varroa leergefegt hat; einmal den halben Stand. Das tut weh.
    Und ja, ich behandle (versuche es zumindest) so, dass meine Völker überleben und mir auch noch im kommenden Jahr Freude (und Arbeit) machen.
    Ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist, aber mein "Hobby" hat inzwischen eine Größe erreicht, wo es mich und meine Geldbörse schmerzt, wenn der Honigertrag nicht so ist, wie ich es mir erwarte.
    Sollten deine Bienen gelernt haben, der Varroa zu trotzen, wäre ich (und sicher auch viele andere) gerne bereit, viel Geld für wenigstens eine Königin von dir zu geben.
    Sollten deine Völker in den vergangenen 13 Jahren gelernt haben mit (oder auch ohne) Varroa zu leben, wäre ich gerne bereit viel Geld auszugeben ... und du wärst inzwischen reich.
    Und du kannst es drehen und wenden wie du willst. Zusammenbrechende Völker sorgen in anderen Völkern für Reinvasion. Und ich lass mir 1. meine Völker nicht von anderen kaputt machen und möchte 2. nicht Anlass sein für Ärger.


    lg, Stefan

  • gazdin : Auch du hast es noch nicht begriffen, es liegt NICHT an einer einzelnen Königin, es liegt am Gesamtsystem!
    Deswegen wird auch niemand je einzelne Königinnen verkaufen, sondern immer nur ganze Völker. Alles andere funktioniert einfach nicht, kann es auch nicht!


    Stell es dir einfach wie beim Kochen vor, du brauchst 20 Zutaten für ein Gericht, in verschiedenen Mengen.
    Wenn dir dann ein paar Kartoffeln fehlen, ist das nicht so schlimm, das Gericht wird als solches noch zu erkennen sein.
    Läßt du aber zwei oder drei typische Gewürze weg, oder die Kartoffeln ganz, kommt alles mögliche dabei heraus, aber nicht das Gericht, was im Rezept stand.
    Genauso, wenn du sie Mengenverhältnisse gravierend änderst, oder Zutaten austauschst: das gibt nicht das gewünschte Resultat.


    Ich tendiere übrigens dazu, bei nassauers Christbeute ebenfalls auf eine höhere Varroatoleranz zu wetten.
    Die Bedingungen kommen der theoretischen Idealbeute schon so nahe, daß es ziemlich am "biologischen Optimum" sein müßte.
    Das werden ein paar Leute in der nächsten Saison auch ausprobieren, denn die Theorie von viel zuviel Holz & bee-space in Rähmchenbeuten hatten andere auch schon aufgestellt, waren aber mit TBHs gescheitert, horizontal paßt da wohl nicht.
    Ich bin gespannt...:wink:


    P.S.: Muß ich mich jetzt entschuldigen, daß ich soviel geschrieben hab? :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • gazdin schrieb:

    Zusammenbrechende Völker sorgen in anderen Völkern für Reinvasion.


    Das habe ich nie bestritten.
    Aber, Eisvogel, das war so nicht das Thema.
    Hat da von Henry was abgefärbt?


    Gruß


    Manne

  • Hi gazdin,


    der Manne züchtet meiner Meinung nach keine varroatoleranten Bienen, sondern bienentolerante Varroen. Seine Königinnen oder Völker nützen Dir gar nichts.


    Gruß Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Hallo Manne,
    wer jetzt gazdin oder ich?
    Das Thema war Volk tod. Antwort wahrscheinlich Varroa.
    Und darum gehts.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Eisvogel schrieb:


    Das Thema war Volk tod. Antwort wahrscheinlich Varroa.
    Und darum gehts.
    Gruß an alle ImkerInnen


    Und

    Eisvogel schrieb:

    Das Problem ist oft nicht die Varroa als solche, sondern Völker die nicht behandelt werden und dann andere Völker "(re)infizieren".


    darauf

    Manne schrieb:

    Dabei kannst Du aber nicht nur denen die Schuld geben die wegen Schlamperei mal nicht behandelt haben,
    sondern auch denen, die nur meinen richtig behandelt und gehandelt zu haben.
    Also bitte, mach die Sache unter deinesgleichen nicht unzulässig einfach.


    Was ist daran zu beanstanden? Die Antwort nimmt Bezug aufs Thema und auf Deine unzulässig
    vereinfachte Darstellung.
    Noch Fragen, Eisvogel?


    Gruß


    Manne

  • Manne schrieb:

    ... Die Antwort nimmt Bezug aufs Thema und auf Deine unzulässig
    vereinfachte Darstellung.
    ...


    ...keine Darstellung ist unzulässig, außer der gesellschaftlich politische Rahmen lässt es nicht zu.
    Noch Fragen zur Vergangenheit?


    Gruß
    Simon