• Bei einem Vortrag über die Heilkräfte aus dem Bienenvolk hat der Vortragende auch das sog. Bienenbrot, also die von den Bienen in die Zellen verbrachten Pollen, sehr gelobt.
    Mir stellt sich nun die Frage, wie gewinnt man solches Bienenbrot einigermaßen rationell? Wie bekommt man den Pollen aus der Zelle?
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang, Moin Simon,


    Es geht mit großer Kälte! Trockeneis oder ganz kalter Truhe. Hinterher wird die Wabe zerschlagen und die Pollenzellen als Krümel ausgesammelt. Ich habe allerdings keine Kunden dafür und auch keine Erfahrung ob sinnvollerweise helle oder dunkle Waben genommen werden sollen. Auf die gleiche Weise kann man Drohnenbrut zur Untersuchung "ernten" dabei fällt Bienenbrot mit an. Mir schmeckt es nicht, ich kann damit nichts anfangen. Pollen gewinne ich anders.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    pures Bienebrot zu rnten ist sehr mühsam.
    Aus der Ukraine (?) fand ich mal das Rezept, Pollenwaben zu zerkleinern (Fleischwolf geht gut), diese Masse zusammen mit flüssigem Honig erwärmen. Dabei trennt sich das Wachs ab.
    Vorsicht: Es schmeckt nur aus unbebrüteten Waben.


    Grüße, Thomas

  • Bienenbrot schmeckt - glaube ich - sauer.
    Müßte eine Milchsäuregärung sein.
    Hab` mal irgendsowas darüber gelesen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Pollenliebhaber
    Man kann Pollen auch durch Milchsäuregärung gut haltbar b.z.w. nahrungstechnisch aufwerten indem man es in Gärung bringt. Jeder Sauerkrautselbstmacher der weiß ja worauf es ankommt bei der Milchsäuregärung und kann die Geschichte probieren Hab auch schon Anleitungsbeschreibungen in Büchern gelesen habe aber die Buchtitel leider nich verfügbar.
    imkerliche Grüße

  • aber Sauerkraut wird doch mit Salz haltbar gemacht

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Michael.stro schrieb:

    aber Sauerkraut wird doch mit Salz haltbar gemacht


    Nein Michael,


    1% Salz übernimmt nur kurzfristig einen gewissenSchutz gegen unerwünschte Mikroorganismen.
    Dann kommt die Gärung in Gang und die Milchsäurebakterien übernehmen den Schutz in Verbindung mit Co2 als Oberflächenschutz.


    Man kann Kräuter mit Salz haltbar machen. Die sind so aber nicht genießbar. Die müssen erst gewaschen werden = Inhaltsverlust.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Michael.stro
    Wiedermal nee absolute Falschinfomeldung
    aber Sauerkraut wird doch mit Salz haltbar gemacht
    Genau diese Aussage zeigt das du keinerlei Kenntnisse uber Sauerkraut und Co hast.Das Salz was bei der Sauerkrautgärung verwendet wird hat eigentlich nur ein vorsorgliche Aufgabe bis die Gärung in Schwung gekommen ist, es geht auch ohne Salz Sauerkraut zu gären b.z.w. herzustellen ist für Leute die kein Salz verzehren dürfen auch gesünder
    imkerliche Grüße

  • hallo herby ich weiß halt wie wir jedes Jahr eine Stande voll Kraut einmachen und das ist halt mal nun mit Salz


    und die einmachung selbst ist viel gesünder danach das Kraut weil es nicht erhitzt wird wie in den wo von der Industrie hergestellt wird

    Ich fange zwar erst mit dem Imkern an und hab jetzt schon 11 Völker, aber ich möchte einen angemessen Preis für meinen Honig bekommen. Es gibt viele die sich denken: "Was nix kostet ist auch nix". Und außerdem machen diejenigen, die Dumpingpreise verlangen den Honigpreis kaputt

  • Hallo!
    Wie man Pollen durch Milchsäuregärung zu "Bienenbrot" verarbeitet, kann man im Buch "Selbstgemachtes aus Bienenprodukten" von Bernd Dany im Ehrenwirthverlag lesen.
    Schmeckt gut , man kann es auch unter den Honig mischen - geschmacklich prima!
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

  • Hallo miteinander,


    Beim einschmelzen alter Waben ist öfters viel Bienenbrot dabei. Ich kann die Waben zum Ausfressen noch so lang hinhängen, die lassen´s einfach drin.


    Ist es sinnvoll, das zu sammeln und evtl. als Brei zu füttern?


    MiG und schöne Adventszeit
    André

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Der Vogtländer () aus folgendem Grund: Wechsstaben verbuchtelt :-}

  • Hallo,
    ich bringe aus der Waben ausgeschneidete Bienenbrot mit Wachs zu einem Berufsimker, der hat die Bienenbrot-Maschine. Zuerst es wird eingefroren (-17 Grad), dann zerschlagen und gesaubert (das Prinzip wie beim Getreide) - Wachs und andere kleine oder leichte Partikel werden mit Luftstrom weggeblasen, schwerere Bienenbrot kommt in die Kiste runter. Dann es wird getrocknet und gesiebt. Ich habe nur die Maschine angeschaut, selber habe nicht der Arbeitsprozess gesehen.
    Wenn der Imker erntet kein Pollen, der Bienenbrot sollte die Kosten für Wintersirup decken (nur der Geld kommt im Winter). Früher der Bienenbrot landete oft im Komposthaufen mit Wachstresten - was für eine Verschwendung.
    Es schmeckt auch aus bebruteten Waben und kommt meistens aus bebruteten Waben. Ich sehe darin kein Problem. Dann kann man auch das Wasser nicht trinken, weil da die Fischen f--ken. :)
    Ich habe auch die Frage. Man schreibt das tägliche Gabe darf nicht 10-15 Gram (3 Teeloffel) überschreitten, und als Kurse bis 20 Tage. Im Jahr sollte nicht mehr als 250-300 Gramm essen. Warum? Eine Kundin meinte das der Bienenbrot und auch Pollen sind sehr wachstumsfordernd und fordern auch das Wachstum von Zellen - auch bosartigen Zellen. Habe nicht solche Information aber warum nur 300 Gramm, weiss auch nicht.


    Mit Imkergrüssen aus Lettland,


    Ainars