Witterungskapriolen (auch mit Bezug zum vorherigen Thema)

  • Nochmal zu den Wildschäden:


    Ich wohne im Außenbereich - jetzt Landschaftsschutzgebiet.
    Schafweide komplett eingezäunt.
    Wildschweine unterm Zaun durch, haben alles zerwühlt.


    Auskunft von der Jagdbehörde:
    Wegen Zaun > nicht bejagbares Gebiet > kein Schadenersatz.


    Habe dem Jäger erlaubt, zu jagen > Nix is... (und bei der Treibjagd ballern sie daneben...) :evil:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Radix schrieb:
    sabi(e)ne schrieb:

    Schlehen? Ich komme..... :lol:


    OK - und bring `nen LKW mit. :lol:


    Gabs bei Euch dieses Jahr viele Schlehen? Wir waren hier bei uns Ende Oktober in unserem nahe gelegenen sehr großen Schlehengestrüpp - und haben insgesamt 5 (fünf) Schlehen gesehen und hängen gelassen. War nix dieses Jahr (wurden bestimmt von den Rehen gefressen :lol: ) . In anderen Jahren gabs da Massen, wir konnten ohne Probleme Schlehenwein machen, mmmhh.


    Klaus

  • Dueppi schrieb:

    ...haben insgesamt 5 (fünf) Schlehen gesehen.


    :o Bo-eeh Klaus, 5 Schlehen?


    Ich hab nicht eine gesehen. Dafür aber `ne Menge von den Frostspanner-Gespinsten. :evil:


    Also mit Schlehen abholen waren Schlehensträucher gemeint. :oops:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Radix schrieb:


    Auskunft von der Jagdbehörde:
    Wegen Zaun > nicht bejagbares Gebiet > kein Schadenersatz.


    Hi Hardy,


    ich kenne nicht die Lage Deiner Schafweide. Nach dem Bundesjagdgesetz ruht die Jagd in befriedeten Bezirken. Definitionen des "befriedeten Bezirks" erscheinen allgemein etwas schwammig. Der Bezirk muß meines Erachtens nach primär dem Aufenthalt von Menschen dienen. Ob ein Zaun drum rum ist, ist ein deutlicher Hinweis, aber nicht zwingend entscheidend. Ein Friedhof ohne Zaun ist definitiv ein befriedeter Bezirk. Ist ein Grundstück umzäunt, so muß man sich fragen, wozu der Zaun dient. Bei einem befriedeten Grundstück ist ein Zaun vorhanden, um Eindringlinge abzuwehren. Bei deiner Schafherde möchtest Du mit dem Zaun verhindern, dass die Schafe abhauen. Hieraus folgt: Deine Schafweide dient nicht hauptsächlich dem Aufenthalt von Menschen und der Zaun dient dem Zusammenhalt der Schafe. Ich sehe hier überhaupt gar keinen Zusammenhang zu einem befriedeten Bezirk.


    Ob eine Grundfläche eingezäunt ist, hat auf die Zulässigkeit der Bejagung generell erst mal keinen Einfluß. Jäger kümmern sich eigentlich nicht um Zäune – das Wild ja auch nicht. Auch ist in der Unfallverhütungsvorschrift "Jagden" explizit geregelt, wie ein Zaun zu übersteigen ist (Waffe entladen). Dürfte hinter Zäunen nicht gejagd werden, so wäre diese Regelung hinfällig.


    Die von Dir beschriebene Äußerung der Jagdbehörde halte ich folglich für schlichtweg falsch.


    Es handelt sich hier nicht um eine Rechtsberatung sondern nur um meine persönliche Meinung.



    Radix schrieb:

    Nix is... (und bei der Treibjagd ballern sie daneben...)


    Die Schießkünsten der deutschen Jäger will ich hier nicht bewerten. In Skandinavien muß jeder Jäger jährlich gewisse Schießfertigkeiten nachweisen. Schafft er die vorgeschriebene Trefferanzahl nicht, so hat er das Jahr Zeit, auf dem Schießstand zu üben. Jagen darf er in diesem Jahr nicht. Ich persönlich finde dies eine gute Regelung.


    Wenn Du siehst, wie auf Wild, insbesondere auf Schwarzwild geschossen wird und das Stück nicht sofort fällt, so heißt das nicht, dass es nicht getroffen wurde. Wildschweine sind teilweise ausgesprochen schusshart. Nach einer gewissen Laufstrecke legen sie sich, falls getroffen, hin. In solchen Fällen sucht der Jäger nach und gibt ggf. den Fangschuß. Ich kenne Wildschweine, die rennen nach einem super Blattschuß (beide Lungenflügel geöffnet) und zusätzlich durchschossener Hauptschlagader weg, als wäre nicht gewesen. Klar, einige Sekunden später ist ein solches Tier verendet. Aber ein Laie, der dieses Tier im Maisfeld verschwinden sieht, würde sagen, dass es nicht getroffen sei.


    Aber sicherlich wird nicht bei jedem Jäger jeder Schuß genau sitzen.

  • Hallo Zusammen,
    Dornenzweige, schön versteckt in den Pflanzen, helfen.
    Wenn auch nicht lange.
    An Bewegungsmelder gewöhnen sich die Trughirsche sehr schnell.
    Mit Schwarzwild gibt bei uns wenig Probleme.
    Die bleiben (noch) in den Bergen.
    Als ich mal mit auf Jagd war, haben wir in einem Ansitz auf einem Baum mitten au f einer Kuhweide gesessen.
    Eingezäunte Weideflächen werden wohl bejagd werden dürfen.
    Ist aber schon fast dreißig Jahre her.
    Ich weiß noch, das die Bahnschienen in der Revierkarte als "von der Bejagung ausgeschlossen" eingezeichnet waren und auch der Friedhof.
    Obwohl da viele mit Gießkannen Bewaffnete meinen Begleiter gebeten haben, doch den Hasen der alles abfrisst zu erlegen.
    Leider soll ich ja nicht mehr Haare spalten, aber Freibad: kannte :wink:
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:


    Leider soll ich ja nicht mehr Haare spalten, aber Freibad: kannte :wink:
    Lothar


    Hi Lothar,


    hab ´ne ganze Weile überlegt, was Du eigentlich meinst. Aber logo, naklar, vollkommen richtig.':P'

  • Hallo Freibad,


    danke für Deine ausführliche Darstellung.


    Ich könnte natürlich versuchen, den Rechtsweg zu beschreiten.
    Aber bei 3 Milchschafen + Nachzucht für Eigenbedarf und der unklaren Definitionen + evtl. schlechtgelauntem Richter...
    Man soll nicht gutes Geld schlechtem hinterherwerfen!


    Einen langen Rechtsstreit mit unsicherem Ausgang kann ich mir nicht leisten.
    Recht hat, wer`s bezahlen kann (nicht nur in D). :evil:
    Und da sitzt die Jagdbehörde mit Jägerschaft am längeren Hebel.


    Was die Treffsicherheit angeht:
    Die "Strecke" wurde ja in der Presse vorgestellt.
    Da war nix mit Flucht in`s Maisfeld... :lol:


    Wie schon geschrieben: Jetzt wird eine 1ha Bienenweide draus... :lol:
    Für`s Fleisch sorgen dann meine Karnickels... :roll:


    Darauf einen Jägermeister 8) :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hi Hardy,


    für Wildschadenssachen ist ein Rechtsstreit normalerweise nicht nötig. Die Gerichte würden sonst überlastet werden. Deshalb ist eine Vereinfachung geschaffen worden. Das Verfahren geht über einen sogenannten Wildschadenschätzer bzw. –schlichter. Ggf. wird der Bürgermeister hinzugezogen. Ist eine kleine Sache bei der eine gütliche Einigung angestrebt wird. Google mal unter „Verordnung zur Durchführung des Saarländischen Jagdgesetzes“. Dort schau bei den §§ 65 ff. Trotzdem, geh bei jedem Umgang mit Behörden davon aus, dass sie primär Arbeit vermeiden möchten. Also nicht ganz so einfach abwimmeln lassen.


    Wie bereits erwähnt, ist dies keine Rechtsberatung sondern meine private Meinung.

  • Hi Hardy,


    im Nachgang fällt mir noch ein Beispiel ein, wie eine gütliche Einigung bzgl. Wildschäden aussehen kann. Ich kenne ein kleines Dorf um das eine Jagdgemeinschaft aus 7 Jägern ihr Revier hat. Es treten viele kleine Wildschäden auf. Zur Regulierung veranstalten die Jäger einmal jedes Jahr ein Feschtle. Da kommen zwei 70 kg Sauen an den Spieß und einige Fässer Bier werden ausgegeben. Dort fragt keiner nach einem erfahrenen Rechtsanwalt. Die brauchen einen routinierten Koch.

  • Hallo Henry,


    Als ich am Wochenende bei der Ernte ausgefallenen und dann aufgelaufenen W-Raps sah, fiel mir unsere Diskussion zum Raps aus der Nähe zum letzten Jahreswechsel ein: http://www.imkerforum.de/showpost.php?p=107413&postcount=85
    Hat sich FX's Annahme (Gründung) bestätigt oder war es so, wie du es sagtest, planmäßig ausgesäter Winterraps?


    Gruß
    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)