Können Bienen Varroaressistenz Lernern

  • Hallo Forumsmitglieder!,


    Habe mich endlich entschlossen mich im Forum anzumelden und nen Beitrag zu schreiben. Erst mal vielen dank an alle da das Forum sehr gut und informativ ist, besonders wenn man am Ende der Welt nämlich in Chile lebt.
    Zu meiner Person: Ich heisse Anselm, bin Biologe und wohne seit 2005 in Chile wo ich versuche eine Imkerei aufzubauen (bin aber noch ganz) am Anfang.
    Von meinen 14 Völkern im Andenvorgebirge haben nur 6 den Winter geschaft (Winter ist hier im Juni,Juli August ). Viele hatten Milben und verkrueppelte Bienen und Brut im Winter (Italiener/Carnicamischung der Farbe nach,habe noch nix vermessen)
    Die Völker die den Winter geschafft haben hatten im Frühling auch verkrüppelte Bienen ein graussliger Anblick, das war so im Oktober,
    Jetzt sehen die Völker jedoch bis auf eines welches ich aufgelöst habe sehr gesund aus, d. h. man muss Varroen/Bienen mit verkrueppelten Fluegeln ganz schoen suchen. Die Bienen haben zum Teil 7-9 Waben mit Brut.
    Könnten die Bienen ab einen bestimmten Befallsdruck lernen Varroaresistent zu werden oder liegts daran dass ich die Völker langere zeit nich aufgemacht habe? Habe mal bei auf den Seiten von Imkerei Kober gelesen dass sich manche Völker nach Fastzusammenbruch wieder erholen.


    Viele Gruesse aus Chile,
    Anselm

  • Hallo Anselm,


    willkommen im Forum. Ist schon toll, das mit dem WWW.


    Wird hochinteressant, wenn die mal auf`m Mars imkern... :wink:


    Hast Du direkt mit 14 Völkern angefangen? :o
    Wie behandelst Du gegen Varroa?
    Wie ist das überhaupt mit dem Imkern? Hast Du Nachbarn mit Bienen?
    Machst Du Standimkerei oder bist Du auf "Wanderschaft"?


    Ich habe festen Standort. Meine Golzbeuten sind nix für`s Wandern.
    Nach Totalverlust letztes Jahr, habe ich im Frühjahr mit 2 Völkern angefangen und habe jetzt 7 eingewintert.
    Mal schau`n, was wird...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Anselm,


    da Du in Chile wohnst, empfehle ich Dir, im Internet nach
    John Kefuss zu suchen. Ich habe seinen Vortrag auf der Züchtertagung
    der Buckfastimker 2003 gehört und kann seine Erfahrungen zur
    Varroaresistenz mit eigenen Praxiserfahrungen bestätigen.


    Gruß


    Manne

  • hallo war leider am Sonnabend und Sonntag nicht am Rechner


    Ich habe im November 2005 (Sommer in Chile )von einen Imker 6 relativ schwache völker bekommen spaeter traf noch ein Schwarm ein, die hatten irgendein Mittel gegen die Varroa, welches aber definitiv nicht griff. Die Varroen waren ohne langes suchen auf den Bienen zu finden und die Bienen hatten auch Schäden an den Flügeln. Da ich kein Freund von Chemiekram bin hab ich die Brettchen mit dem Varroazid nach erhalt sofort entfernt mal davon abgesehen das sie nicht wirkten (spaeter gabs ein symposium wo viele bestaetigten das das Mavri oder wie das zeugs heisst nicht mehr wirkt weil die Milben resistent waren) Ich zog 4 ableger und kaufte noch 3 weitere von einem anderem imker. Meine Bienen stehen im Wald,gewandert bin bisher noch nicht. Die Beute ist eine Dadant mit 11 Rahmen, die mehr nach gefuhl gezimmert waren (zwichen 3,7 und 4 cm breit) ich hab den bienen daher beim erweitern abgehobelte Rähmchen gegeben (3,3 -3,5) aber die Varroas entwickelten sich relativ rasch. Im Herbst konnte ich bei einigen Volkern entdeckelte Brutstadien ausmachen, dann setzte eine Wespenplage ein die mich 1 Ableger kostete
    Leider hatten die Voelker im Winter trotz Schnee brut ( wahrscheinlich Ligusticaanteile in der Mischung, was sie ziemlich schwaechte und letzlich dazu fuehrte das im Fruhjahr noch ein paar gestorben sind. Ich habe einen Nachbarn der hat 2 Voelker auch in in diesen 11er dadant.
    Letzte Woche war ich bei den Bienen um ihnen sauberes kleinzellerwachs zu geben und da waren die Sympome so gut wie weg obwohl 6 Wochen voher es nen haufen Bienen mit Krueppelfluegeln gab.
    Welche Erfahrungen hat J. Kefuss auf der Buckitagung berichtet? Auf den Seiten von Francisco Rey ist nicht viel zu finden und er hat mir bisher auch nicht von seinen und Kefuss` erfahrungen erzaelt. Francisco traf ich auf dem Symposium wo er von seiner Koeniginnenzucht berichtete (er zuechtet Italienerbienen mit Hygieneverhalten hat aber nichts zum Tema Varroa erzaehlt) Er plant Bienen zu importieren was in Chile zur Zeit sehr schwierig ist (wegen Krankheiten und Afrikanisierungsgefahr).
    Mal sehen was mit den kleinzelligen Mittelwaenden passiert. Die Presse ist von Fa. Rettig und die zellen sind in eine richtung 5,1 und in die anderen Richtungen 5mm obwohl es eine 4,9mm Presse sein sollte. Herr Rettig meinte die seien nie sehr exakt weil er eine gewalzte Mittelwand als Schablone fuer die Herstellung benutzt. Ich hoffe der Text war nicht zu lang


    Viele Gruesse aus Chile