Schwarmverhinderung in der Trogbeute

  • Hallo zusammen,


    vorab schon mal meine Frage an alle die es besserwissen als ich:


    Wie kann ich am besten in einer Trogbeute den Schwarmtrieb lenken,verhindern oder wenigstens soweit hinausschieben bis ich abgeschleudert habe?
    Als Hardware ist bei mir vorhanden 4 Holsteiner Trogbeuten (meine ich wenigstens als solche gekauft zu haben)sowie 1 Ablegerkasten.
    Das ganze steht bei mir im Garten in einem kleinen Bienenhaus und dient ausschließlich als Hobby.
    Diese Kästen benutze ich seit den achtziger Jahren und habe halt immer das Problem das bei mir es nur im Mai und Juni honigt .
    Das fällt dann immer mit der Schwarmzeit zusammen.Schwarmträge Bienen haben häufig keine Lust zum sammeln und wenn die Zeit dann vorbei ist ,gibt es bei mir nichts mehr zu holen.
    Um allen Fragen zuvorzukommen warum ich keine Magazine genommen habe,sie passten nicht so richtig ins Bienenhaus weil sie zu hoch bauen.


    Falls jemand eine Idee hat, wie ich im nächsten Jahr diese Hürde am besten umschiffen kann, dann mal her damit.
    Viele Grüsse
    Günter

  • Hallo Günter,


    ich habe auch Trogbeuten (Golz). Ich mach`s so:
    Im Mai, wenn es langsam eng wird, wöchentlich durchsehen.
    Sobald bestiftete Weiselzellen zu sehen sind (die ich hoffentlich auch sehe...), hole ich die Kö mit 2 Brutwaben raus für Ableger.
    Weiselzellen im Wirtschaftsvolk rausbrechen und nach 9 Tagen wieder rausbrechen und Zuchtstoff (oder Kö) zusetzen.
    Stockbienen, die im Wirtschaftsvolk keine Arbeit mehr haben, verstärken die Flugbienen zur Trachtnutzung.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hi Radix,
    also,im Prinzip mach ich das ja auch so(mit dem Weiselzellenausbrechen),nur das ich aber auch nur einen Ablegerkasten habe.
    Aus Platzgründen kann ich keine mehr unterbringen.
    Bei 4 Wirtschaftsvölkern ginge es so also nicht :( .


    Was würde eigentlich passieren wenn ich bei Schwarmstimmung die Königin im hinteren Kasten mit einigen Waben hinter einem Abspergitter vom Rest abtrenne :roll: ?
    Vielleicht doch keine so gute Idee?
    Die Bienen könnten dann die frei werdenden Brutzellen mit Honig füllen,was auch nicht erwünscht ist.


    Vielleicht fällt ja noch jemand etwas ein.

  • Hallo Günter,
    wenn Du die Königinnen behalten möchtest, solltest Du pro Beute einen Ablegerkasten haben.
    Aber vorher für sich selber die Frage stellen, wozu die Königinnen aufbewahren?
    Wenn Du die Königinnen in der Trogbeute absperren willst, dann nicht hinten sondern vorne, am Flugloch, auf drei bis vier Waben, der Rest wird dann mit einen Absperrgitterschied abgetrennt.
    Wenn Du die hinten einsperrst, setzen die Nachschaffungszellen an und Du hast einen ähnlichen "Erfolg" wie wenn sie schwärmen wollten.
    Regelmäßig die vollen Brutwaben gegen Leerwaben austauschen.
    Die Königin braucht ja Platz zum stiften.
    Aber das würde ich nur notfalls tun.
    Der beste Weg bei Schwarmstimmung:
    Königin entfernen, Weiselzellen ausbrechen, nach neun Tagen Nachschaffungszellen ausbrechen und Zuchtstoff oder neue Königin geben.
    Wie bereits beschrieben wurde.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Günter,


    Du kannst doch Ablegerkästen außerhalb Deiner Hütte aufstellen. Die müssen ja nicht "schön" sein. Hauptsache es ist Dein Standmaß.
    Bringt doch auch `ne Menge Vorteile:


    Eigene Wintervölker verstärken, junge Wirtschaftsvölker für`s nächste Jahr aufbauen und gleichzeitig Varroa stark dezimieren, verkaufen, Reserveköniginnen, Jungköniginnen nachziehen, oder einfach zum Beobachten und Experimentieren... :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo zusammen,


    ich seh schon, es bleibt schwierig :cry: .
    Ablegerkästen für mein Format gibt es wohl nicht mehr zu kaufen,bliebe also nur selberbasteln.


    Was spricht eigentlich dagegen, nach Entfernung der Altkönigin eine gute Weiselzelle stehen zu lassen?
    Sind denn die eigenen Bienen nicht gut genug, das man immer fremdes Material einweiseln muss :roll: ?.
    Außerdem passieren diese ganzen Aktionen ja während der Trachtzeit.
    Ich könnte mir vorstellen das die Mädels dann keine große Lust mehr haben Honig zu produzieren.


    Etwas ratlose Grüsse
    Günter

  • Hallo Günter,


    Du hast bisher "nur" 4 Beuten. Jetzt ist noch Gelegenheit, sie nach und nach gegen geläufige Beuten auszutauschen, ohne daß es zuviel kostet.
    Oder Du bleibst dabei und mußt halt für alle Zeit basteln...


    Wenn Du ein gutes Volk hast, kannst Du natürlich eine Weiselzelle stehen lassen. Aber Du fragtest ja (indirekt) nach Schwarmverhinderung.


    "Neue" Königinnen brauchst Du nur, wenn Du mit den Alten und der Nachzucht nicht zufrieden bist - oder was schiefgelaufen ist... :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Leute,
    die Überschrift des Themas veranlasst mich zu folgender Frage:
    Warum Schwarmverhinderung?????
    Ist doch der Schwarm die natürliche Vermehrung der Bienen.
    Ein Schwarm startet rel. milbenarm. Gut er kostet Honig.
    Ihr bildet Ableger für diesen Zweck.
    OK die braucht man nicht vom Baum klopfen :wink:(aus Nachbars Garten).
    Ich denke den Schwarmtrieb sollte man nicht unterdrücken, nur versuchen zu steuern. Eine natürliche Betriebsweise macht Arbeit u. event. etwas Stress mit dem Nachbarn, aber es ist die natürliche Lebensweise eines zahmgezüchteten Wildtieres.
    Knäcke

  • Hallo zusammen,


    ich möchte doch noch mal kurz zusammenfassen:
    "Schwarmverhinderung" deshalb weil bei mir halt nur im Mai+Juni Honig zu ernten ist.
    Das ist aber auch die Hauptschwarmzeit.
    Wenn ich die Bienen einfach schwärmen lassen würde, gäbs wohl kaum was zum ernten!
    Desweiteren arbeite ich in 3 Schichten und wie der Zufall dann so spielt ist man gerade nicht da,oder muss gerade weg wenn der Schwarm auszieht.
    Auf Magazine umzuwechseln hab ich auch schon überlegt,aber wie schon am Anfang beschrieben stehen die Kästen in einem Bienenhaus ca.80cm über der Erde. Magazine wären mir dann bald zu hoch.Früher waren mal Freudensteinhinterbehandlungsbeuten darin untergebracht
    Die Breite ist ja auch vorgegeben ,mehr wie 5 Kästen passen da nicht rein.


    So,es ging mir eigentlich auch nur darum,ob jemand einen Trick,Rat ,oder wie auch immer er es nennen mag hat ,damit ich die kritische Zeit so Mai +Juni gut durchstehen kann,natürlich unter Berücksichtigung meiner Umstände.
     
    Viele Grüsse
    Günter


    Ps.Während ich dieses schreibe, nähert sich das Thermometer langsam der 20 Gradmarke ,und die Bienen fliegen wie wild herum.
    Hoffendlich schwärmen sie heute nicht noch :D !

  • Günter53 schrieb:


    So, es ging mir eigentlich auch nur darum,ob jemand einen Trick,Rat ,oder wie auch immer er es nennen mag hat ,damit ich die kritische Zeit so Mai +Juni gut durchstehen kann,natürlich unter Berücksichtigung meiner Umstände.


    Hallo Günter > siehe Antwort 1... :roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Schließe mich meinem Vorredner an, ich würde allerdings die Königin rausholen, bevor Schwarmstimmung überhaupt eintritt, weil gerade die Carnis ja extrem im Sammeleifer nachlassen.
    Willst du sie selber nachziehen lassen, wartest du, bis bestiftete(!) Schwarmzellen da sind, die Königinnen empfinde ich persönlich ganz subjektiv als "besser" als aus Nachschaffung hervorgegangene.
    Die Königinnenableger entwickeln sich über Sommer meist recht gut, und man hat schließlich nie genug Bienen... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke Sabi(e)ne+Radix,


    für Eure Mühe mit mir, da bleibt es mir wohl nicht erspart ,diese Methoden weiter zu verfolgen.
    Hat ja auch noch einwenig Zeit bis dahin.
    Fliegen Eure Bienen heute eigentlich auch so wild herum?


    Viele Grüsse aus dem frühlingshaften Bramsche (bei Osnabrück)
    Günter