• Ich habe ein "betreutes Imkerjahr" hinter mir und möchte im kommenden Jahr alleine weiterimkern, würde mich also als Anfängerin bezeichnen. Ein Imkerkollege hat angeboten, mir im Frühjahr zwei Bienenvölker preiswert zu verkaufen, falls er sie "über den Winter" bekommt. Bis jetzt hat er noch keine Varroa-Behandlung durchgeführt. Er will in den nächsten Tagen eine Behandlung mit Perizin machen.
    Wir haben in unserem Praktikumsjahr mit 2 x mit Ameisensäure behandelt, eine Oxalsäure-Behandlung steht noch aus.


    Irgendwie ist mir die Perizin-Sache verdächtig. Klappt das überhaupt noch, wenn er so spät behandelt? Wie sieht es mit Rückständen im Honig aus?


    Dieser Imker war immerhin ehrlich, kaufe ich bei einem anderen, weiß ich nicht, wie und ob dieser behandelt hat.


    Was ratet ihr mir?


    Danke!

  • Hallo,
    Perizin- oder OXAL-Träufel-Behandlung macht nur Sinn im brutlosen Zustand des Volkes. Daher in den nächsten Wochen (meist um den Jahreswechsel gibt es ein paar mildere Tage) ist diese Behandlung sinnvoll.
    Die Nachtrachtbehandlung mit AS (Juli/August) sollte nätürlich gemacht sein.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk


  • Perizin oder Oxalsäure jetzt nur in der brutlosen Zeit anwenden. Die beste Zeit ist 3 Wochen nach den ersten knackigen Nachtfrösten bzw. einer Dauerkälte (bei uns meist um Weihnachten)


    Bin zur Zeit auf Wochenendurlaub um dann nachher weitere Wochen in einer Klinik zu verbringen!


    Herzliche Grüße an alle "alten Hasen" und besonders an die vielen neuen "Forumsschreiber"

  • Franz Xaver ist wieder da!
    Wollte ich nurmalso freudig bemerkt haben.


    Zur Ausgangsfrage: Perizin reichert sich nicht im Honig an, aber im Wachs. Sollte also fortschrittlicherweise gemieden werden.


    Gruß Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Bowf schrieb:


    Zur Ausgangsfrage: Perizin reichert sich nicht im Honig an, aber im Wachs. Sollte also fortschrittlicherweise gemieden werden.


    Gruß Jörg


    Jau, und vom Wachs gehts ab in den Honig! Das geschieht ab einer Belastung von 1,1mg/kg Wachs (zul. Grenzwert ist 100mg/kg). Der erstere Wert wurde in den Wachsproben eines süddeutschen Bundeslandes bei 80% der Proben überschritten! Noch Fragen?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner Schwarz schrieb:


    Jau, und vom Wachs gehts ab in den Honig! Das geschieht ab einer Belastung von 1,1mg/kg Wachs (zul. Grenzwert ist 100mg/kg). Der erstere Wert wurde in den Wachsproben eines süddeutschen Bundeslandes bei 80% der Proben überschritten! Noch Fragen?


    Jo!!!
    Also etwas mehr als 1% des Grenzwertes, was soll uns das jetzt sagen ?


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo Franz-Xaver,


    schön von Dir zu hören... :D:D


    Also nach Deinem Foto hast Du Dich garnicht verändert... :lol::lol:


    Weiterhin gute Besserung! :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Wünsche dir natürlich auch alle Gute, Franz Xaver!




    Nur Berni911 hat mich etwas genervt.
    Wenn jemand bedenken wegen Giftstoffen hat, spielen Grenzwerte keine Rolle. Die werden sowieso willkürlich gezogen. Über Wechselwirkungen und kummulierungen mit anderen Stoffen kann und wird es keine Untersuchungen geben. :-? 
    Also Jemanden abzuklassifizieren oder schnippische Bemerkungen wegen irgend welcher Grenzwerte zu machen, ist für mich unter aller Sau!
    Ich fand die Information über die Perizin Abgabe in den Honig wichtiger als die Grenzwerte!
    Ich suche hier Informationen und möchte lernen!
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Immenfuchs schrieb:

    Also Jemanden abzuklassifizieren oder schnippische Bemerkungen wegen irgend welcher Grenzwerte zu machen, ist für mich unter aller Sau!
    Ich fand die Information über die Perizin Abgabe in den Honig wichtiger als die Grenzwerte!
    Ich suche hier Informationen und möchte lernen!
    Gruß
    Kalle


    Hallo Kalle,
    du hast mein vollstes Verständnis, dazu ein paar Bemerkungen von mir. Im Jahre 2001 wurde der Grenzwert des Cuamaphos, das der Hauptwirkstoff des Perizin ist, auf Hinwirken des Herstellers grenzwertig von 10 ppm auf 100 ppm erhöht. Damit waren viele Honige, soweit ich mich erinnern kann, waren dies an die 40 % der eingeschickten Honigproben die ausserhalb dieses Grenzwertes waren, wieder verkaufsfähig.


    Ja Kalle, so einfach ist das gesunden und reinen Honig in den Verkehr zu bringen! :evil::evil::evil:

  • Mmmh, ich hänge meine Frage einfach mal an diesen Thread an.
    Ich bekomme in den nächsten paar Wochen drei Völker von meinem Imkerpaten bzw. dessen "Nachbarimker". Die beiden behandeln ihre Völker demnächst (wenn keine Brut mehr ) mit Perizin. Wo liegen denn nun genau die Vor- und Nachteile von Perizin? Ich habe schon des öfteren im Forum gesucht, aber nichts wirklich Erhellendes gefunden, meist nur kutze Bemerkungen im Nebensatz...

  • Moin,


    Vorteile:
    - wirkt sehr sicher
    - anwendersicher
    - mehrfachanwendbar
    - gut verträglich, wenig Totenfall


    Nachteil:
    - reichert sich im Wachs an
    - kost Geld

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder