Bienenbeuten umstellen

  • Liebe Imkers,
    mein Teich soll endlich Realität werden und ein haufen fleissige Hände möchten endlich buddeln. Dafür müssen aber die 6 Völker umgestellt werden - geht das jetzt schon? Ausfliegen tun sie ja nun momentan nicht; da müßte das doch problemlos möglich sein (na mal abgesehen davon, daß es dafür starke Männer aus Flake braucht...und man sollte die Segeberger vermutlich gut zusammengurten ehe man das Zeug hebt, was?)?


    Grüße
    Melanie

  • :D Wenn sie nicht fliegen, kein Problem, aber bitte vernünftige Spanngurte nehmen.
    Nix ist schlimmer, als wenn es mittendrin *knack* macht und alles auseinanderfällt (obwohl sie gut gekittet haben dürften).
    Trotzdem eher bodennah tragen und nicht grade, wenn die Sonne scheint :wink: 
    Und die Helfer sicherheitshalber irgendwie verpacken, wenigstens mit Schleiern.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Na supi, danke für die rasend-schnelle Antwort!


    Ich wollte die Fluglöcher mit ein paar Schaumstoffstreifen verschließen; dann dürfte das gesichert sein...und die Herrlichkeit werde ich auch gut zusammenverspannen...


    Habe heuer mal zart angeklopft und aus allen sechs Kästen brummte es mir vielstimmig entgegen...bisher also noch alles im grünen Bereich *Thumbs up*


    Melanie

  • Hallo,
    die entscheiden Angabe fehlt mir (oder habe ich sie überlesen ?).
    Was heißt in Deinem Fall Umstellen ?
    Umstellen im Garten (a) oder wirklich aus dem Flugradius (b) stellen?
    Zu a): würde ich nicht empfehlen, denn Bienen sind "nachtragend" wenn sie ihren alten Standort im Flugradius haben ==> fliegen auch nach Wochen zurück.
    Zu b): s.o. im Faden.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo,
    wenn es schon sein muss, dann verstelle die Bienen außerhalb des jetzigen Flugbereiches. Wir haben jetzt erst den 11.11., wenn in den nächsten Tagen (ich wage sogar zu behaupten Wochen) ein warmer Tag dazwischen kommt, damit ist immer zu rechnen, kannst Du die Bienen mit der Kehrschaufel am alten Platz einsammeln. Bienen lassen sich nicht zwingen und lernen muss der Imker, sein Imkerleben lang.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • :o Sorry, das stimmt SO nicht!
    Wie hier jetzt schon öfters beschrieben, einen dicken Ast oder sonstwas Auffälliges vor die Fluglöcher am neuen Standort legen, daß sie MERKEN, daß sich was geändert hat.
    Wenn der Baum mit dem Bau mal umfällt, merken sie das schließlich auch, statt bis zur Erschöpfung in der früheren Fluglochhöhe rumzudüsen.
    http://www.bushfarms.com/beesmoving.htm
    Ich hab's doch jetzt auch schon ein paarmal danach gemacht, immer abends, nach Flugeinstellung, und ein paar andere hier auch, es klappt 100%.
    Die Bienen merken ja am Gerüttel, daß was passiert, und wenn dann was vorm Flugloch liegt, daß sie nicht direkt in gewohnter Richtung starten können, dann fliegen sie sich auch neu ein.
    Die sind nicht so doof, wie hier manche denken.... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Also ich glaube eigentlich auch nicht, daß sie diese Verstellung um vielleicht 2 bis 3 m derart irritiert. Von Hornissen weiß ich, daß sie selbst 6m weit versetzte Nester wiederfinden...und das traue ich Bienen eigentlich auch zu; die sollen ja auch nun soviel klüger sein wie uns die Gene flüstern....
    Ich probiers und berichte!


    Melanie

  • Hi HO,


    ich hab`s schon probiert und hier mein Bericht:
    Sie kriegen Probleme. Habe im Frühjahr nach dem Reinigungsflug aber vor Aufnahme des allgemeinen Flugbetriebs eine Beute aus dem Schatten in die Sonne 3m seitlich verstellt. Bei Flugwetter war an der alten Stelle immer lebhaftes Suchen und abends eine verklammte kleine Traube. Die hab` ich dreimal eingesammelt und am Flugloch abgegeben. Irgendwann haben sie zwar tags noch gesucht, aber waren abends nicht sitzengeblieben. Vielleicht haben sie sich ja von den Piepmätzen mit nach Hause nehmen lassen. So ganz voller Gottvertrauen macht man das besser nicht.
    Aber die Sabi(e)ne-Methode: kräftig rütteln und Flugfront verändern, um neues Einfliegen zu provozieren, hab ich nicht versucht. Klingt einen Versuch wert..


    Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • :lol: Erstens ist das nicht meine Methode, und zweitens ist nicht das Rütteln das Ausschlaggebende, sondern die Veränderung am Ausflug.
    Ich finde den alten Fred gerade nicht wieder, wo noch zwei andere mit dieser Methode gearbeitet haben.
    Wichtig ist nur, daß beim Umzug alle zuhause sind. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,
    trotz Dauerregen räubert eines meiner Völker fleissig bei einem anderen :evil: . Bringt es was, die Räuber etwa 100 Meter weit weg zu stellen (mit Haus dazwischen)? Für eine Biene normalerweise keine Entfernung, aber bei schlechtem Wetter vielleicht doch?? Von den anderen Völkern hat sich gestern nämlich keine Biene am Flugloch blicken lassen...nur die Räuber waren aktiv :evil: . Ich würde sie irgendwann im Winter wieder an den alten Platz verbringen müssen (sonst kriegen wir ab Frühjahr keine Post mehr...)....

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Hallo,
    ist der böse Räuber Dein Sorgenkind aus dem Forum Oktober >> "Spähte Räuberei"?
    Wenn ja vermute ich aus der Ferne, dass hier die drei übrigen Völker nur noch den Rest erledigen - sprich räubern bis zum Ende.
    Da bei der jetzigen Wetterlage in den nächsten zwei Tagen sehr milde Temperaturen angesagt sind, würde ich mich jetzt vergewissern durch Einblick in die Beute wer hier räubert bzw. wer beraubt wird.
    Zum Thema Verstellung um wenige Meter gibt es ja in diesem Faden bereits reichlich verschieden Ansichten. Meine hat sich nicht geändert, sie beruht auf meinen Erfahrung.
    Gruß an alle Imkerinnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk