Beutenselbstbau

  • Hallo Zusammen.


    Habe noch keine verwertbaren Tips zur Holzbeschaffung gefunden. Derzeit bietet bauhaus günstiges Fichtenleimholz an, was jedoch nur 18mm stark ist.
    Beim feutwarmen Klima als Bienenbeute dürften doch daraus fast 20 mm werden. Ist das Leimholz aus dem Baumarkt überhaupt wetterbeständig oder liegen mir dann nach dem ersten Regen nur noch die Leisten zwischen den Waben?


    Gruesse


    seb

  • :lol: Es wird unbehandelt schnell grau, und manche Bretter können sich ganz minimal verziehen. Ich hab jetzt pro Seite 5 Schrauben drin, da passiert gar nichts mehr.
    Nach einem Monat draußen sollte man aber mal mit nem Schraubendreher nachziehen, so eine Viertelumdrehung kommt da noch rum, wenn man vorher nicht wie ein Irrer angezogen hat (was man NICHT tun sollte).
    Sind jetzt 18 Monate unbehandelt im Einsatz und gibt nix zu meckern.
    Allerdings ist es nicht ganz einfach, die Rähmchentragleiste exakt zu fräsen, weil in dem Holz öfters Äste sind..... :roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Leimholz gibt es als wasserfest verleimtes Holz deklariert und eine Sorte wo das nicht extra drauf steht. Wenn Leimholz, dann das wasserfest verleimte nehmen.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Windmüller,
    warum fragst Du nicht bei einem Sägewerk in Deiner Nähe.
    Die haben in der Regel immer trockenes Holz in jeder Stärke und die meisten hobeln es Dir auch auf die gewünschte Stärke.
    Am besten wär Weymouthkiefer. Leimholz ist meist minderwertiges Holz, deshalb wurde es auch zu Leimholz. Und ich möcht ja nichts gegen Baumärkte sagen, aber die würden mich nicht von innen sehen.
    Wenn Du Zeit hast, ruf nen Förster an, der schlägt Dir einen Baum, den kannst Du dann sägen lassen und die Bretter aufrichten und in zwei Jahren Beuten ohne Ende bauen.
    Gruß Simmerl

  • Hallo Simmerl,


    das Problem der von Dir gelobten "Schwarten" ist ihr Verziehen. Meist bekommt man die Bretter mit liegenden Jahresringen anstatt mit stehenden. Bei einigen der (von einem Hersteller zusammengeleimten) Zargen rissen schon nach wenigen Wochen die Verleimungen, da sich die Bretter krümmten.
    Da sind mir geleimte Bretter, wo die rechte und die linke Seite der Hölzer wechseln, lieber.


    Grüße, Thomas

  • Hallo zusammen,


    Ich baue meine Beuten auch meistens selbst, dazu kaufe ich auch bei uns im
    Baumarkt die Bretter. Die haben da immer Rauspund - Diele Fichte / Tanne
    19 x 96 mm im Angebot.
    Die haben dann noch Nut und Feder, ich verleime die dann mit Wasserfestem
    Holzleim und dann noch ein paar Schrauben dazu und fertig sind meine
    Kisten. Bis jetzt kann ich mich nicht darüber beschweren.


    freundliche Grüsse


    Winfried

  • Hallo


    Habe mal ne frage.
    Ihr schreibt immer eigentlich alle das Kiefer das beste sei.
    Was spricht eigentlich gegen Mehrschichtplatten.
    Die Platten können dünner sein als Kiefer, haben mindestens den gleichen Dämmwert.
    Und wenn man sie streichen würde sind die platten gleich versiegelt.
    Von der Haltbarkeit müßte sie doch der Kiefer um längen überlegen sein.
    Vom Preis her vielleicht etwas teurer, kann ich jetzt nicht genau sagen.
    Und verbindungen dürften sich eigentlich nicht lösen oder verziehen.
    Würde mich wirklich sehr interessieren.

  • Hallo,
    ich bin wirklich keine Ökofreak, aber Mehrschichtplatten sind mehrfach auf die ganze Fläche bezogen verleimt! Mit was ????!!!!
    Eine Holzbeute so streichen, dass sie versiegelt ist? Dann kann ich gleich Hartschaumbeuten nehmen. Halte ich übrigens auch nicht für ideal.
    Meine Beuten sind aus 25 Weymutskiefer und offenporig außen eingelassen oder ohne Behandlung. Übrigens von der Haltbarkeit kann ich keinen Unterschied feststellen.
    Die Hölzer sind Leimhölzer aber eben nur in der waagerechten verleimt. Pro Seite eine manchmal auch zwei Leimstellen. Als keine Stäbchenverleimung.
    In den 20 Jahren in den ich damit imkere hat sich von den 45 Zargen bei 3 oder 4 die Verleimung an einer oder zwei Seiten gelöst. Dank der Schrauben und der Verkittung durch die Bienen können diese ohne Schwierigkeiten weiterverwendet werden.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • :o Mein Stäbchen-Billig-Leimholz hat nicht so kurze Stäbchen, daß da sooo viele pro zugeschnittenem Brett wären, und die sind auch nicht das Problem, sondern die Kanten, wo die Zargen aufeinander stehen.
    Wenn es 100% maßgenau paßt, und auch so aufgestellt wird, passiert gar nichts, das Wasser läuft einfach glatt runter. Wenn Versprung drin ist, quillt das Holz logischerweise auf, trocknet aber auch sehr schnell wieder, man hat dann dort viel Bewegung.
    Daß Schrauben abgerissen sind dadurch, habe ich erst einmal gehabt, und das lag am zu tiefen Eindrehen.
    Also 0,5% bei 200 Beuten.
    Damit kann ich aber leben.... :lol:


    Und das ganz billige Leimholz ist meistens die 2. Wahl des normalen, was durchaus wasserfest verleimt ist, aber eben zu viele Äste für 1. Wahl hat.
    Ich hab bei meinem nach dem Hersteller gegoogelt, die haben extra eine Tochterfirma für die Vermarktung des Ausschusses und keine 2. Produktionslinie.

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