Anderthalb oder Normal

  • Hallo



    Habe mal eine frage an euch alle.


    Bin jungimker.
    Meine Cornikas sitzen auf Segenberger beuten.
    Meine frage ist ob jemand erfahrungen hat mit nur einen brutraum.
    Es gibt ja anderthalb zargen zu kaufen.
    Müßte doch eigentlich das gleiche prinzip sein wie bei dadant oder nicht.
    Und wie geht das im Winter???
    Normaler weise gehen die Bienen nach oben und die untere zarge kann im Fruhjahr entfernt werden.
    Setzte ich zum winter dann 2 anderthalb auf damit ich sie gleich im sommer wieder auf anderthalb sitzen habe??.
    Mein Bienenpapa hat da auch keine erfahrung mit.
    Würde mich sehr freuen wenn mir jemand tipps geben könnte.
    Mfg Jungimker Gordon

  • Hallo,
    nein, dann mußt du wie bei Dadant eine Wabenerneuerung einzeln machen.
    Das ist das, was mich davon abhält.
    Es ist viel einfacher, im Frühjahr die untere Zarge wegzunehmen, und die frische obendrauf.
    Finde ich jedenfalls, und die Mädels haben sich noch nciht beschwert. :wink: 
    Außerdem haben sie bei zweizargiger Überwinterung doch mehr Platz fürs Futter und für den Brutstart, und mein Credo lautet halt: sie brauchen PLATZ. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo
    danke für deine antwort
    Ja so etwas habe ich mir schon gedacht.
    Das schreckt mich natürlich davon ab versuche zu starten da ich erst einmal richtig mit meinen kleinen umgehen möchte.
    Um nicht von einem zum anderen fehler zu gleiten.
    Dann stellt sich mir gleich noch die nächste frage, wie sieht das mit halben zargen aus.
    Lohnt sich das???.
    Meine völker stehen in mitten eines Naturschutzgebiets(fast ausschließlich mischwald).
    Wie gesagt mein bienenpapa imkert auch mit segenberger aber leider auch nur mit ganzen zargen.
    Nun möchte ich natürlich auch andere wege suchen über die er wohl noch nie nachgedacht oder einfach nicht begehen will.
    Möchte nicht da stehen bleiben sondern weiter gehen.
    Mfg Gordon

  • :lol: Halbe Zargen sind für den Honigraum ideal, allein schon wegen des Gewichtes.
    Der zweite Vorteil ist, daß man auch aus kleineren Trachten Sortenhonige bekommen kann, weil die kleinen Rähmchen einfach schneller verdeckelt werden.
    Und damit setzt man nicht einzeln auf, sondern immer mindestens 2 auf einmal.
    Im Brutraum Flachzargen würde ich mit Segebergern nicht machen, sondern nur mit falzlosen Holzbeuten.
    Wenn du alleine arbeitest, schaffst du es kaum je, alle Bienen so wegzufegen, daß du keine zerquetscht, und bei Flachzargen hast du bei der Brutnestkontrolle viel mehr auf- und absetzen als bei normalen.
    Das war mit einer meiner Gründe, auf falzlose Beuten umzusteigen, ich konnte das "knack" nicht mehr ertragen...

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    Bruce Springsteen

  • Hallo
    Danke für deine hilfe.
    Ich habe bis jetzt erst 2 beuten (segeberger).
    Jetzt habe ich aber angefangen beuten selber zu bauen aus Holz.
    ist mir einfach billiger.
    Wie gesagt bin neuanfänger und alles einfach kaufen kann und will ich mir nicht.
    habe aber schon einen fehler gemacht.
    habe die falschen rähmchen mir angeschaut und so passen jetzt nur 10 hoffmanrähmchen hinein und nicht 11.
    Bin jetzt am überlegen ob sie wieder umbaue auf 11 rähmchen.
    Oder kann ich sie einfach so lassen wie sie sind.
    Habe jetzt 3 komplette beuten damit gebaut.
    ist natürlich sehr viel arbeit alles umzuändern.
    Was soll ich machen????
    Mfg ordon

  • :o Ui, kann passieren....
    Kommt drauf an, was du willst, auf Dauer, und wie kompliziert deine Beuten sind.
    Bei meinen wäre das nur ein Austausch von jeweils zwei Brettern, sprich max. 12 Schrauben zu lösen.
    Und ich hab bei 35mm Wabenabstand 12er, und bei 32mm sogar 13er Kisten.
    Vor allem, vergiß die 2cm zum Schieben nicht, durch das Propolis an den Seitenteilen sind die ganz schnell verbraucht. UND: die Rähmchen quellen in der feuchten Stockluft noch ein bißchen auf, also nie so bauen, daß alles gerade auf Knirsch reinpaßt... :wink:

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    Bruce Springsteen

  • Also ich habe auch mit Segeberger DNM angefangen und dann mit der 1 1/2er ergänzt. Finde das ein sehr schönes Format; dieser ganze Erweiterungskram fällt einfach weg. die DNM nehme ich als Honigraum; oder eben die 1/2er.
    Die Wabentauscherei ist zugegebenermaßen etwas schwieriger. Ich wollte nächstes Jahr versuchen, alte Waben systematisch nach außen zu setzen, die Brut dort auslaufen zu lassen und sie dann zu entnehmen. Ist aber noch Theorie, das Konzept.
    Praktisch sind die 1 1/2er-Rotband-Rähmchen von Holtermann mit Hoffmann-Seitenteil. Da stehen nur kurze Ohren über; die verkitten nicht so stark. Bei Holtermann gibts auch MWs dafür; dem Naturwabenbau sage ich wohl grad Adé weil dieser ganze Drohnenbau nervt...


    Melanie

  • Wenn man Sich schon für ein Beutensystem mit einem ungeteilten Brutraum entscheidet für seine Imkerei - sollte man nicht auf Systeme setzen die neu erfunden wurden, wie 1 1/2 Zander oder DN oder sonst noch irgend welche Varianten - sondern sich für ein System Entscheiden das schon lange eingeführt ist wie das 10er.mod .Dadantsystem oder das 12er Dadantsystem. Alles andere sind Sondermaße die man teuer bezahlen muß, weil man dadurch an dessen Hersteller gebunden wird. Bauerneuerung wird in der Bauphase Wabenweise erfolgen oder in der totalen Bauerneuerung, indem man das 168mm Langstrothsystem einsetz zur Ablegerbildung(Gleicher Grundriss/Wabenanzahl der Zarge wie das Dadantsystem. In der Revisionsphase/Einwinterung, wird das Hauptvolk neben seinen alten Standplatz stellt und die Altkönigin abtötet, und dafür den Ableger im 164 Langstrothsystem gestellt, darüber kommt der Dadantbrutraum komplett ausgestattet mit Mittelwänden –und anschließend wird aufgefüttert. In dieser Phase werden die Mittelwände ausgebaut.Wenn die Brut im alten Hauptvolk nach ca. 21 Tagen ausgelaufen ist, wird das Volk vor das Flugloch des neuen Ablegers abgefegt, und dessen Waben und Beute entfernt.