Zwei Beuten bienenleer !! Hilfe!!

  • Hallo miteinander!


    Nach den ersten Glaskugel-Diagnosen die ersten Denkansätze zu den Prozeßen in unserer Kulturlandschaft, dann zur Zerschlagung der Denkansätze durch Platzhirsche - und jetzt komm ich! ;o)


    Ich beschäftige mich mit folgenden Fragen:


    1.) Ist unsere Kulturlandschaft bienenfreundlich?
    2.) WIe wirken sich Gentechnik und Chemiekeulen auf die Bienen aus?


    und ganz wichtig:


    3.) Was können wir Imker den von Henry so bildreich geschilderten Veränderungen entgegensetzen?



    Bernhard

  • BernhardHeuvel schrieb:

    1.) Ist unsere Kulturlandschaft bienenfreundlich?

    Nee isse nich. Und war sie auch zu Gerstungs Zeiten schon nicht. Das Klagen klingt in jedem Bienenbuche an.

    Zitat

    2.) WIe wirken sich Gentechnik und Chemiekeulen auf die Bienen aus?

    Dazu werden andere antworten. :wink:

    Zitat

    und ganz wichtig:
    3.) Was können wir Imker den von Henry so bildreich geschilderten Veränderungen entgegensetzen?

    Ich muß da mal eine Lanze für die Jungimker meines Vereines brechen. Die erhalten mit mir ganz kostenlos und uneigennützig eine Streuobstwiese zum Teil auf fremdem Grund, pflanzen Bäume unter Trachtgesichtspunkten und auch die Älteren hatten sich betreit erklärt, in der Stadt Bienenbäume zu pflanzen. Viele Imker so auch ich, sind BUND- oder Nabu-Mitglieder und/oder in anderen Landschaftspflege und Umweltvereinen. Wir beeinflussen kommunale Entscheidungen und setzen uns auch dafür ein, daß die ganz junge Jugend den Wert der Bienen und Trachtpflanzen erkennt. Ich halte Kontakt zu Bauern und Jägern und stehter Tropfen führt dann auch schon mal zur gezielten Förderung von Brachflächen. Ich zeige aber auch den Anglerverband an, wenn der nicht hören will und unbedingt die Weiden um sein Angelgewässer in Mitten des Naturschutzgebietes umnieten muß. Ich denke also, wir tun viel und wenn es auch nur mal das Freischneiden oder Fegeschützen eines wilden Pfaffenhütchens ist. :wink: Auch wenn die andern unser Wirken nicht sehen, wir sehens doch.


    Nur gegen die Änderung des Erdmagnetfeldes haben wir tatsächlich nichts getan. :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Na, Bernhard,


    dann komm mal.
    Zu Potte.
    Und bitte nicht wieder mit Lösungen aus 1785.
    Und ich werde mir auch sicher keine Hütte aus Stroh und Lehm am Rhein bauen, und zur Urschreitherapie nach Nepal fahre ich auch nicht.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Michael schrieb:

    Und ich werde mir auch sicher keine Hütte aus Stroh und Lehm am Rhein bauen, und zur Urschreitherapie nach Nepal fahre ich auch nicht.


    Das könnt'sde aber schon mal machen, wenn bei uns dann de Bien nich mehr stärm. Nee echd jeds.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Geht nicht, Henry,


    ich habe gerade einen Töpferkurs [/i] "Zur geistig-körperlichen Stressbewältigung und Neuaufbau Ihres Selbstbildes [i] in der Toskana gebucht.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • @ Michael


    ich geb dir nur in Teilen recht!


    Ich beobachte nun schon ne ganze weile einige Bienenstände in meiner unmittelbaren Nachbarschaft!


    Frühr war mir egal wenn einem Imker in der Nachbarschaft zuhauf die Bienen kaputt gingen und das Jahr für Jahr!


    Im Gegenteil ich hab denen dann oft wieder neue verkauft!


    nach dem Motto "Geld stinkt nun mal nicht"!


    Heute ist es aber so, daß es Jahre gibt wo ich große Mühe hab meinen eigenen Bestand zu halten!


    Ich kann und will auch nicht mehr denen mit Bienen aushelfen, welche sie ob nun mit Absicht, Unkenntniss oder was weiß ich noch, kaputt gehen und im nächsten Jahr wieder welche Bestellen!


    Diese Bienengeschäfte mögen ja für einige immer noch ganz schön lukrativ sein, aber sie helfen nicht wirklich! Vorallem wenn solche Betroffenen es permanennt abstreiten, sie hätten null Verluste null Probleme etc.


    Nun hab ich ja schon mal mit Kollegen über einen Führerschein für Bienenhaltung nach gedacht! Aber wie ist es mit dem Autoführerschein?
    Warum gibt es immer noch so viele Verkehrstote obwohl man doch einen Führerschein machen muß um Auto zufahren, und dort eigentlich alles beigebracht wird damit keine Unfälle passieren?


    Wenn aber ein Bremsenhersteller Beläge verkauft die nicht richtig funktionieren, dann wird man es ihm ganz schön übelnehmen! auch wenn sich das in Frankreich abspielt! da gäbs vermutlich keine Diskusionen!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo


    Henry und Michael


    Ihr seid jetzt schon so lange dabei wisst Ihr denn nichts ??


    EIN URSCHREI, IN DER RICHTIGEN TONLAGE, AUS DER LEHMHÜTTE
    und man braucht keine Varoabehandlung mehr zu machen.


    Die Milben lachen sich dann tot und das Problem ist erledigt.
    Wirkungsgrad fast 1000%
    Keine Reinvasion da die Warrebeute den Schrei lange speichert


    Gruß Uwe

  • Hallo Toyotafan,


    ich glaube, ich verstehe dich schon.
    Allerdings muß ich, bevor ich immer wieder, so wie es hier einige allzu gerne tun, immer nur den Fehler irgendwo anders suchen, mich zu allererst an die eigene Nase fassen.
    Wenn ich bei Standbesuchen haarsträubende Fehler benerke, und dies immer wieder, dann muß ich die erstmal abzustellen versuchen.
    Bevor ich mit dem Finger auf die "bösen Buben" zeige.
    Denn solange die uns mit zwei, drei Sätzen unsere Argumente entkräften können, weil wir geschlampt haben, kommen wir ja auch nicht weiter.
    Wobei ich nicht abstreite, daß mir das, was uns die Petrochemie zur Zeit auftischt -gelinde gesagt- auch herzhaft über die Hutschnur geht.
    Du weißt, daß ich im Kollegenkreis diese Machenschaften anders zu nennen pflege, aber ein Forum wie das unsere ist nunmal Tummelplatz von allerlei Leuten und ich will nicht, daß unser Gastgeber Ärger bekommt.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Ne, wie habe ich die Jecken hier vermisst .... ;)


    Vielleicht würde Euch eine Urschreitherapie helfen, wenn schon nicht den Bienen. Schließlich ist ein Teil eures Gehirns 450 Mio. Jahre alt und unterscheidet sich in nichts von dem eines Reptiles. Wie auch Teile unserer Unterhaltung immer wieder zeigen.


    Rezepte kann euch keiner liefern (außer Fa. Ba....), Fragen stellen hilft aber weiter. Und gerade Fragen in großer Runde. Ich finde die Ansätze von Henry äußerst lobenswert. Die Verknüpfung mit den Obstbäumen, die Kooperation mit Jägern - eine Menge ist machbar bei gutem Willen.


    Wie hoch ist der Stellenwert von guter Futterweide für die Bienengesundheit - das ganze Jahr über? Was ist gute Futterweide? Was sind gesunde Bienen? Gibt es Überzüchtung? Was sind Merkmale einer Überzüchtung bei Bienen?


    Bernhard

  • Zitat

    Wie hoch ist der Stellenwert von guter Futterweide für die Bienengesundheit - das ganze Jahr über? Was ist gute Futterweide? Was sind gesunde Bienen? Gibt es Überzüchtung? Was sind Merkmale einer Überzüchtung bei Bienen?


    1. Unbezahlbar, im wahrsten Sinn des Wortes.
    2. Vielfalt, mindestens 1/3 Wildpflanzen.
    3. Vitale Völker, die jedes Jahr den Schwarm schaffen :wink:
    4. Ja.
    5. Zu wenig aggressiv, lassen sich widerstandslos ausrauben; die üblichen Inzuchtanzeichen in der Brut; kriegen ihre Beute nicht zugdicht; sehr einseitig Pollen sammelnd; geringer Flugradius; hohe Fehlbrütigkeit der Königinnen, weil sie nicht weit genug fliegen; heftiger Heterosiseffekt beim Kreuzen zweier "Linien"; brauchen ewig lange, um tote Brut zu erkennen und auszuräumen; freiwillig wenig Drohnen; entweder absolute Hüngler oder zu sehr durchbrütend ohne Rücksicht auf Verluste; prozentual bei allen Rassen wohl gleich, aber aufgrund der absoluten Völkerzahl viel häufiger bei XXX anzutreffen.
    Wobei solche XXX mit "frischen" Drohnen aufgrund des genannten Heterosiseffektes abgehen wie Schmidt's Katze.... :wink:
    Die lokalen Kollegen haben sich angesichts ihrer Erträge sehr schnell mit gelben Ecken abgefunden, zumindest hat schon länger keiner mehr offen gemeckert.
    (und dieses Jahr kamen die ersten Anfragen nach Königinnen, aber mit so dunklen Kindern wie möglich ... :wink:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine
    meinst Du eine legerere Zucht in der der Leistungsgedanke nicht an erster Stelle steht, würde die Bienen gesünder machen.
    Oder anderst gefragt ist die dunkle Biene wiederstandsfähiger.
    Meinst Du die Völker sollten stark genug sein, einen Schwarm zu machen, oder sollte der Schwarmtrieb in der Zucht nicht mehr unterdrückt werden.
    Ich züchte seit einigen Jahren meinen eigenen Mischmasch, eine Carnica mit italinischem Einschlag.
    Natürlich sind die Mädels auch überlieb. Ist Sanftmut und ruhiger Wabensitz auch gleichzusetzen mit weniger Wehrhaftigkeit gegen Parasiten? Ich habe schön öfters beobachtet, wie Käfer in wenigen Sekunden alle gemacht wurden und mein Finger an der selben Stelle völlig ignoriert wurde.


    Hallo Eric Du hast recht, totschweigen statt tot melden.
    Ich kenne einen Imker der hat in seinen 50 Imkerjahren noch kein Volk eingebüßt. Ein warer Held.
    Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Bienengrundstück in der Pampa. Werde notfalls auch 80 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf nehmen.
    Vielleicht habe ich diesen Winter Glück und finde was passendes.
    Hauptsache weit weg von irgenwelchen landwirtschaftlichen Flächen.
    Hat jemand einen Tip? Suche von Landau bis Altleiningen.


    Grüße Musikus

  • Do you know, the trouble I feel?
    Wunderschönen guten Morgen alle zusammen,
    das nimmt ja wieder Dimensionen an dieses Thema...
    na ja..
    Musikus@geh in die Stadt! Dort hast du Tracht und gesunde Bienen!
    Nachweislich und wissenschaftlich belegt.


    Ja, leider bin ich biologisch durchseucht, weil ich als Kriegsdienstverweigerer 2 Jahre auf einem Biohof gearbeitet habe und dann als Senner auf die Alm ging, weil ich vor 20 Jahren nach Tschernobyl meinen Garten 10 cm abtrug, einen Haufen aufschüttete und ein Schild draufsteckte mit der Aufschrift: Grabma(h)l für das Menschengeschlecht.


    Das Schild musste ich entfernen, nach dem Auszug und die Erde wieder auf dei Beete bringen.


    Heute erzählt mir mein Kollege im Rücken, daß er dieses Jahr schon 7 Freunde und Bekannte in seinem kleinen Dorf zu Grabe tragen mußte, die durch Krebs starben. Alle zwischen 40 und 50 Jahre alt.
    Ich weiß wovon ich rede, glaubt es mir. Meine Frau ist Krankenschwester und hat jeden Tag genug damit zu tun.
    Damals vor 20 Jahren, sagte mir ein "Studierter" der vom Roten Kreuz die Strahlen maß, die Belastung sei in unserem Gebiet am Schlimmsten.


    Vor 15 Jahren kaufte ich mir 1,5 ha Land, baute Bienenweide an und hatte bis zu 50 Völker auf dem Grundstück, das 25 km von zu Hause entfernt war, nördlich gesehen. (Viel zu viel Völker, ich weiß)
    Zu meinen Vereinsmitgliedern sagte ich nach dem 1. Jahr:
    Freunde, da kommt etwas auf uns zu!
    Milben, sowas habt ihr noch nicht gesehen!
    Und so kams!
    Nun hab ich schon längst meine Ruh auf dem Grundstück, denn sämtliche Völker und Imker rundherum sind nicht mehr.


    Was will ich eigentlich sagen?


    Ich nehme weder Partei oder doch?
    Doch wir müssen uns überlegen welche Wege wir in Zukunft gehen!


    Ich will keine Subventionen, noch ein Schulterklopfen,
    ich bin mir selbst Wert genug, bei alle Bescheidenheit.


    Ich will Geschlossenheit und auch Revolution, falls dies vereinbar ist.
    Ein paar Schritte sind wir schon gegangen.....


    Liebe Grüße Simmerl

  • Manfred Gerber schrieb:

    ... totschweigen statt tot melden.


    Tolle Logik, Manfred,


    es hat zwar Bißchen was sektenhaftes - die andern haben entweder hochgradige Verluste und geben es zu und sind damit fast schon Jünger oder sie sind keine Jünger, dann sind sie erbärmlich, weil sie ja auch hochgradig Verluste haben, es aber totschweigen müssen - die armen verlorenen Seelen.


    Was aber ist mit denen, die Verluste haben und die wissen woran es liegt oder denen man sagt und zeigt woran es liegt? Das wären ja Abtrünnige. Schweigen die dann vielleicht tot, daß sie wissen woran ihre Völker eingingen, damit sie noch bei Euch mitmachen dürfen. Fragen die überhaupt noch ihren BSV, schicken die Proben ein? Und wenn nun jemand der ein PSM-Bekämpfer ist, alle seine Bienen durch bringt, trotz Raps und Mais und was weiß ich, nur weil er vielleicht Perizin in die Völker gab. Ist das dann ein Judas?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Was aber wenn der BSV da war und er ratlos dastand!
    Was wenn dann eine Probe eingeschickt worden und es nicht die Varroa, nicht viren oder sonstige Krankheiten waren!
    Was wenn eine Gegenprobe, nicht über die BBA, sondern direkt ins Labor geschickt worden ist.
    Und dann die Überraschung: Die Bienen sind an einer Lindan Vergiftung gestorben!


    Es gibt aber genügend Fälle wo Proben eingeschikt worden sind und nichts gefunden worden ist. Auf Varroa, Viren und sonstige Krankheiten wurde untersucht, aber nicht auf Gifte!
    Die Bienen sind gesund in der Tracht gestorben!
    Sie haben selbsmord begangen, weil ihnen die Arbeit zu viel war!


    Es gab aber auch einen Fall wo der Imker seine Bienen selber beim Fütter vergiftet hat:
    Er hatte das lose Futter in Kanister gelagert, die Kanister hatte er aus einem Chemiewerk und nicht daran gedacht die auszuspüllen.


    Es gibt solche und solche Fälle.


    Aber wenn von vornehinein, jeder Imker der Verluste hat, nur bei einer Standbesichtigung, gesagt wird: du hast alles falsch gemacht!
    Dann traut sich keiner mehr! und es wird gar nichts genaues untersucht.


    Und jetzt kommen wieder Alte Schinken von Anno Dazumals!


    In Ost-Berlin gab es eine Bienenwissenschaftlerin, Grete Meyerhof (ja eine Ossi, die sowieso keine Ahnung hat) und sie hat schon 1956 ( ja, auch schon wieder Sachen aus der Steinzeit) erkannt dass Nosema durch Giftschäden begünstigt wird.


    Also macht man eine Untersuchen, findet Nosema und das war es!
    Aber das in einige Fällen die Nosema eine Folge von einer Vergiftung ist wird dann nicht festgestellt!
    Und in den Fälle wo es zutrifft, an was sind die Bienen gestorben?
    Wenn es keine Vergiftung gegeben hätte, wären sie dann an der Nosema erkrankt?


    Und die jenigen die einer Aufklären am meisten schaden sind die Totschwetzer!


    Nicht zuerst die Fehler beim Imker suchen, alles Untersuchen!
    Weil die Bienen können Fehler vom Imker überleben, wenn aber noch was anderes dazu kommt überleben sie diese Fehler nicht!