Wie jetzt bekämpfen?

  • Hallo Forum,


    kann ich jetzt irgendwie gegen die Biester vorgehen (Milchsäure, falls Brut schon weg), oder muss ich noch warten und im Dezember im Oxalsäure ran.


    Hintergrund: Ich habe Von Anfang bis Mitte August vor meinem Urlaub zweimal mit AS 60% Schwammtuch behandelt. Es war aber ziemlich frisch und feucht, weshalb kaum Varroa abfiel.


    Ich dachte schon, da ist kaum Varroa vorhanden, aber bei einer Windelkontrolle Mitte September stellte ich fest, dass doch Einiges vorhanden ist.
    Also behandelte ich nochmal. Jetzt war es wärmer und es fiel auch gut was ab. Beim dritten Mal am 22. September fielen nach einem Tag noch 40 Stück. Dann hörte ich auf, weil mein Pate meinte, er stelle die AS-Behandlung auch unter 50 Stück ein.


    Jetzt kontrollierte ich den natürlich Abfall. Nach drei Tagen lagen 26 Stück in der Windel, was meines Erachtens viel zu viel ist. Was kann ich jetzt noch machen?


    Liebe Grüße,
    Hannes

  • Moin,


    gegenwärtig behandele ich mit Oxalsäure (DAMPF). Bei den stärker befallenen Völkern 3x im Abstand von 4 Tagen, dann habe ich die Verdeckelungszeit aller Brut abgedeckt und die zwischendurch geschlüpften Milben lassen sich nicht mit-verdeckeln, da sie einen 4-tägigen Reifungsfraß auf den Bienen machen.


    Bei Brutfreiheit im Winter wird ernuet behandelt.


    Gruß,
    Eden

  • Hannes,
    momentan sind 10 Milben/Tag zu viel für ein Volk. Schwammtuch AS hat wohl auch während der warmen Tage nicht funktioniert. Der nat. Milbenfall wurde dadurch nur verdoppelt?


    Ich würde den Brutstand kontrollieren, das Volk 1x mit OS am Morgen, wenn es eng sitzt, beträufeln.


    Gruß
    Simon

  • Moin Simon,

    Bumblebee schrieb:

    momentan sind 10 Milben/Tag zu viel für ein Volk.

    Du mußt doch die Anfänger nicht verunsichern. :evil: 10 Milben natürlicher Fall sind im Moment kein Problem, weil sich die Milbe ohne Brut eben auch nicht vermehrt und wer auf die 37 gesunden Bienen hofft die noch bis zum Frost schlüpfen hat sowieso verloren.

    Zitat

    Schwammtuch AS hat wohl auch während der warmen Tage nicht funktioniert. Der nat. Milbenfall wurde dadurch nur verdoppelt?

    Ich weiß ja, daß Du's nicht leiden kannst und es kann auch sein, daß es nicht wie gewünscht funktioniert hat, aber wenn jetzt nur 10 Milben pro Tag fallen, dann ist doch alles in Butter.

    Zitat

    Ich würde den Brutstand kontrollieren, das Volk 1x mit OS am Morgen, wenn es eng sitzt, beträufeln.

    Das würdest Du also tun. Eine Behandlung anwenden, die nur einmal pro Bienenleben angewandt werden kann. Und das jetzt, wo viele Bienenvölker noch, wenn auch wenig, aber hochparasitierte Brut haben. Da würdest Du vorm Winter die Völker durchwühlen. Und wenn dann zwischen Weihnachten und Neujahr der Milbenfall doch wieder höher ist, als angestrebt, dann muß Hannes noch was anderes machen, denn der OS-Joker ist ja dann für diesen Winter verspielt. So lernt er dann alle möglichen Behandlungsmethoden kennen ohne Profi für eine zu werden.


    Und was Simon, soll Hannes machen wenn er tatsächlich die Völker durchwühlt und Brut findet? Soll er dann nächste Woche nochmal rein? Und die Woche drauf?


    Ich habe gestern einem bislang unbehandelten Stand die Schwammtücher aufgelegt und ich bin mir schon jetzt sicher, daß es ziemlich unnütz war, weil der natürliche Fall unter 5 Milben lag. Das war meine persönliche Kampftat gegen die Milbe und wenn ich die Windeln schon putzen muß, soll wenigstens was drauf liegen. Aber notwendig war das nicht. Ich will lediglich keine Überraschung erleben. Von Milbendruck kann man jedenfalls nicht sprechen. Vielleicht war es sogar nur eigene Übersprunghandlung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • 100-10-1
    Nein, das ist nicht das Varroasorgentelefon, aber so ähnlich.
    Henry, würdest du die Schadensschwelle von 10 Milben/Tag für den Herbst eher anheben? Ich hatte 2005 die Schwelle um das 2-3fache überschritten. Die Völker hatten zur OS Anwendung noch (Rest)brut. Warten bis zur Brutfreiheit, bis zum letztmöglichen Behandlungstermin vor dem Brutbeginn, um alle Milben zu erreichen? Oder in einer Woche nochmal reinschauen, oder in zwei Wochen dann nochmal kommen und abräumen?
    Um es vorwegzunehmen hier war Gefahr im Verzug und forderte flexibles Reagieren.



    10 Milben/Tag ist kein Vergleich zur obigen Situation und deshalb kein Grund zur Panik. Geht es "nur" um das Überleben des Volkes, genügen andere Maßstäbe.


    Gruß
    Simon

  • Moin Simon,


    ich weiß ja nicht so genau was mir Deine Tabelle sagen soll. Tagesfall oder Gesamtfall? Und ich weiß auch nicht was das "nur" im Bezug zum Überleben des Bienenvolkes meint, den worum geht es denn? Es geht um's Überleben und vielleicht noch um Auswinterungsstärke. Andere Ziele kann man doch im Winter nicht verfolgen. Und nur vorm varroabedingten Sterben haben die Imker Angst, wenn sie denn nicht kleinlich eingefüttert und was gegen Mäuse, Spitzmäuse und Spechte getan haben. Es geht eigentlich nur ums Überleben.


    Eine OS-träufelbehandlung im Oktober ist zu früh. OS braucht Brutfreiheit Und OS schließt eine OS-Wiederholung aus. November oder Anfang Dezember ist sinnvoll. Schadschwelle ist 30 Milben vor der Behandlung. Das hab' ich nicht erfunden.


    Das ganze Konzept ist nicht stimmig, wenn Anfang Oktober so hohe Milbenzahlen auftreten. Wahrscheinlich liegt dann eine Behandlung zu lange zurück oder war nicht wirksam genug. Spätestes behandeln vor der Tracht, also zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Lösung, sonst läuft man der Milbe immer hinterher. Da muß man dann besonders aufmerksam sein und eben die Völker notfalls früh aus der Tracht nehmen und im Sommer mit AS entmilben.


    Warum Du allerdings 3 Wochen nach einer AS-Behandlung, die kein Schwammtuch war, also länger andauerte, OS träufelst, während der AS bedingte Milbenfall noch anhält bleibt mir unverständlich. Erklär's mir! Dein Volk 1 war am 13.10. auf 7 Milben runter, von 26. Volk 2 sogar auf 5. Machst Du keine Winterbehandlung?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Zur weiteren Verunsicherung: es handelte sich durchweg um Jungvölker, wie der Befall zustandegekommen ist, bleibt nicht nur mir in großen Teilen ein Rätsel und passt in kein Konzept. Außer, dass die Überprüfung des nat. Milbenfalls zu spät kam, konnte man dies nicht vorhersehen.
    Warum es richtig war, nach der AS Behandlung OS ohne große Wartezeit zu träufeln, zeigt der massive Abfall. Wer nicht blind behandelt und überprüft, kann eine Wirkung abschätzen. Mitte Oktober ist mit AS nicht mehr viel zu machen (zumindest 2005). Zudem sind innerhalb 2-3 Tagen mehr als 1000 Bienen-Milben gefallen, sie wurden durch die AS nicht erwischt. Durch den hohen Abfall vom 10.-13. konnte man den Zustand schon erahnen, aus der Brut sind sie nicht gekommen. Die Milben konnten sich zwar nicht mehr vermehren, aber sie schädigen den Zusammenhalt und die Gesundheit des Volkes, in diesem Fall drastisch. Erstaunlich, dass die Völker so weit gekommen sind.
    Die Schadensschwelle bei 30 Milben/Tag vor der Winterbehandlung anzusiedeln wäre mir zu heiß; ich habe da andere Einschätzungen gelesen.


    Gruß
    Simon

  • Nochwas,
    eine zweite OS-Winterbehandlung habe ich nicht gemacht (andere aber ohne Schaden :wink:), den Milben bin ich dieses Jahr trotzdem nicht hinterhergelaufen. Die Völker waren im Frühjahr ziemlich übel, eines musste ich auflösen (Nr. 8 ), Nr. 3 war im Frühjahr so gut, dass man es hatte stehlen können. Die Restlichen hatten wie gehabt eine gigantische Entwicklung, brachten im Schnitt 40kg Honig und weniger als die Hälfte Milben des Vorjahres obwohl nicht vorschriftsmäßig entmilbt wurde.


    Gruß


    Simon

  • Eigentlich ging es Ausgangs um die momentan passende Behandlung.

    Obenstehendes ist zwar schon ein Weilchen her, aber immer noch aktuell (und besser geworden??).
    Man stelle sich vor, ein Bienenstand ist recht abseits und der Imker realtiv faul. Oder: man hat 300 Bienenvölker und hat keine Zeit den richtigen Zeipunkt für die OS Behandlung abzupassen (...oder keine hunderte Stunden Zeit um Batterien und ABC-Anzüge zu rüsten), da man ja auch den Honig für mindestens 300 Völker verkaufen muss.
    Kurzum: obige Grafik zeigt, wie Oxalsäure wirkt, wenn der brutfreie Zustand erreicht wird. Die OS wurde durch ein Trägermaterial im Bienenvolk eingebracht; erreicht ein Volk den brutfreien Zustand wirkt die OS "durchschlagend" zuvor nur ausdünnend.
    Ist der Befall eher harmlos und gering, ist die Wirkung wie bei vielen Behandlungen nicht sehr "spitz". Besonders interessant ist Volk 6: Lange Zeit durch recht hohen nat. Milbenfall aufgefallen, entledigt es sich der meisten Milben nach der Brutfreiheit. Hach wie toll wenn die Blockbehandlung funktionieren würde :cry: . Die Darreichungsform dieser OS Methode ist meiner Erfahrung nach sehr gut verträglich (obwohl die OS in der Wintertraube bleibt!!) und träufelkompatibel. Mit entscheidend für die Handhabung ist das Trägermaterial (zerschroten oder nicht?), für die Verbesserung der Wirkung gibt es ein paar "Tuning"-Zutaten (Tuch Feuchthalten, etc.).

    Ausreichend gut wirkt die Sache bei zweiräumigen Völkern zwischen den Zargen. Bei einzargigen Jungvölkern schwankt die Wirkung recht stark.
    Eine ausschließliche Behandlung von stark befallenen Altvölkern ist damit nicht möglich!!
    Dazu gilt es die wirkungsvollste AS-Variante für sich herauszufinden.


    Gruß
    Simon

  • Hallo Bumblebee,


    noch Mal ne Frage zu deinen Jungvölkern:


    Hast du Brutableger oder KS gemacht?
    Hast du in der freien Zeit 1 oder 2 x mit MS behandelt? Oder gar nicht?

  • Moin Simon,


    Bumblebee schrieb:

    Warum es richtig war, nach der AS Behandlung OS ohne große Wartezeit zu träufeln, zeigt der massive Abfall.

    Es ist Quatsch den Abfall während einer Behandlung für irgendetwas heranzuziehen. Das steht hier schon an anderer Stelle. Entscheidend ist der Befall nach einer Behandlung. Den verschweigst Du aber. Natürlich werden in einem Volk aus dem 3.000 Milben fallen auch 3.000 drin gewesen sein.


    In/aus Deinem Volk 5 hast Du ca. 3.200 Milben ermordet. Waren das nun alle oder waren das nur die Hälfte? Laß uns annehmen es wären etwas mehr als die Hälfte gewesen und wir wissen das sich die Population der Milben gewöhnlich pro Monat verdoppelt. Das wird sich wohl so ausgleichen. Also hat Dein Volk am 26. September um die 3.000 Milben gehabt. Vielleicht auch 4.000, Du hast ja nicht weitergezählt. Die Frage ist nun: Sind 4.000 Milben Gesamtbefall Mitte September kritisch? Und meine Antwort ist: Nein sind sie nicht, wenn sie etwa 20.000 Bienen und etwa 6.000 Brutzellen gegenüber stehen. Und einen Monat davor waren es also 2.000 Milben zu 25.000 Bienen und 10.000 Brutzellen. 2.000 Milben ergibt einen nat. Fall von ca. 10 Milben pro Tag. Eine Schwelle, an der man schon überlegt, ob man überhaupt behandeln soll. Und wir reden hier von Deinem traurigsten Volke.


    Doch genau hier hättest Du entscheiden müssen! Alles unter 100 im August ist unkritisch, wenn AS-Schwammtuch sofort kommt, alles unter 5 braucht keine Behandlung.


    Ab August läufst Du der Milbe hinterher. Die Septemberbienen kriegen Deine Säure, obwohl Du ihnen damit nicht mehr helfen kannst. Sie gehen behandelt in den Winter. Deine Brutzellen sind nun ohnehin voller Milben, denen hilfst Du auch nicht mehr. Und Mitte Oktober dokterst Du an den Milben rum, ohne Chance damit die Überwinterung zu verbessern, weil Deine Völker auf Brutfreiheit zusteuern. Dein Ansatz ist falsch.


    Die AS-Behandlung und die Entscheidung darüber gehört ans Trachtende irgendwo in den August. Bei mir fällt sie nach der Linde. Dann haben die Bienen Zeit, ohne jeden weiteren Kampfmitteleinsatz bis zum Neujahr zu kommen. Sie ziehen also ihre Winterbienen unter wesentlich geminderter Milbenlast und ohne Behandlungsschäden ect. auf. Und es ist egal, ob sie das im September oder August oder Anfang Oktober tun.

    Zitat

    Die Schadensschwelle bei 30 Milben/Tag vor der Winterbehandlung anzusiedeln wäre mir zu heiß; ich habe da andere Einschätzungen gelesen.

    Dann lies den Liebig oder auch das Württemberger Behandlungskonzept.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Lieber Henry,
    so ganz richtig wurde das Milbenchaos 2005 und die Dringlichkeit von dir nicht wahrgenommen. Nach wie vor ist die Ur-Sache nicht geklärt, die Völker befanden sich im Prozess des Zusammenbrechens. Ich will mich hier nicht in statischen Milbenhochrechnungstheorien und theoretischen aber praktisch nicht vorhandene Bedingungen am Bienenvolk vertiefen. Ich berichte über das was ich notiert habe, mit allen möglichen Fehlerquellen.
    Es handelt sich weder um einen "Ansatz", noch um ein "Konzept", müsste vielleicht nochmal betont werden. Ich habe es für diesen einen Stand eben so entscheiden müssen. Was an der Vorgehensweise eben nicht gepasst hat, war die fehlende Kontrolle Anfang August! Dann hätte ich sicher gehandelt. Bisher war das bei Jungvölkern (Völkervermehrung in vier Schritten) nicht notwendig. Am Stand wurden auch Völker geführt, die bei der Bildung behandelt wurden, der Befall war ähnlich.


    Du hältst mir vor, dass ich die Wirkung der AS Behandlung nicht "konsequent" beurteilt habe. Das mag ja in drei Fällen richtig sein, bei den restlichen lag die Beurteilung des Milbendruckes in allen Völkern richtig.
    Verwundert bin ich über deinen Informationsstand betreffend dem Varroa-Bekämpfungskonzept BW. Hast du es schon gelesen? Damit wollte ich nicht unbedingt den Milbendruck beurteilen.
    Auch nicht stimmig sind nach wie vor deine Angaben zur Schadensschwelle (im Herbst oder Winter?): Die 30 Milben/Tag (pro Volk) sind mir nicht geläufig, auch wenn ich gerade einen aktuellen Artikel von Liebig gelesen habe, hätte ich da gerne ein Update/Patch.


    Gruß
    Simon

  • Moin Simon,


    Liebig, Einfach imkern, 2. Auflage 2002, Seite 156:


    Mit meinen Worten: Wenn die Bienenvölker erst nach der Winterbienenerzeugung, entmilbt werden, dann haben sie's schwer oder gehen ein, wenn der tägliche Milbenfall bereits über 30 Milben lag.


    Oder noch anders: Wenn erst ein Bienenvolk im November über 30 Milben nat. Fall hat, dann kommt eh alles zu spät, weil dann bereits mehr als 25% der Winterbienen milbengeschädigt sind.


    Oder ganz anders: Wer Mitte Oktober oder Anfang November unbehandelt (also ohne Reinvasion) Milbenlasten oberhalb 30 Milben hat, hat das falsche Konzept und kann sich auch mit OS, mal eben reinträufeln, nicht mehr helfen.


    Wer erst 10 vor Zwölf aufsteht wird Silvester verpassen, wenn er zum Wach werden noch 20 Minuten braucht!


    Wie soll ich's noch sagen: Auch vor der Zeit kann's schon zu spät sein, wenn der Weg noch weit ist.


    Eine Herbstbehandlung muß so gut und so erfolgreich gemacht werden, daß sie den Milbenbefall so nachhaltig drückt, daß er bis zum nächsten Herbst die Schadschwelle nicht wieder erreicht. Das kriegst Du aber eben nur hin, wenn die Völker tatsächlich brutfrei sind und auch dann ist das sehr unsicher und mit Drohnenschnitt ect. zuverbinden. Genau deshalb verlasse ich mich eben nicht auf ein Konzept ohne Wintereinsatz und kann das auch niemandem raten. Zumal der Milbenzuflug steigt je älter das Jahr wird, weil auch um mich rum Völker im Oktober an ihren Milben eingehen, wenn noch Flugwetter herrscht. Und ich verlasse mich auch nicht auf Daueranwendungen. Die Behandlungsfrage stellt sich im August und eben nicht Ende September. Wenn es die Entscheidung war im August nicht zu behandeln und dafür lieber noch eine Tracht anzuschließen, dann ist das doch eine klare Entscheidung. Und die kann mann auch bis zum Neujahr durchziehen, auch wenn's schmerzt in der Seele. War sie falsch kann man ohnehin nichts mehr retten, denn die Völker werden wieder mit hohen Milbenlasten ins neue Jahr gehen und im nächsten September wieder so schlecht da stehen.


    Bring doch Deine Völker einfach zwischen Weihnachten und Neujahr auf nahe 0 Milben und entscheide nach der Linde welche Völker in der Tracht bleiben und welche AS-Granaten kriegen müssen. Das ist einfach, das ist erprobt und das funktioniert. Versprochen! Und dafür mußt Du auf der Windel auch bloß bis 5 zählen können. :wink: Sogar die Anwendung der Heilmittels ist dafür egal. OS kann man im August ja wohl auch mehrfach anwenden, als Dampf sowieso.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder