Begattungskästchen die Xte

  • Moin!


    Da so langsam der Winter einzug hält und die Arbeiten am Bienenvolk ruhen, möchte ich in der nächsten Zeit mit dem Bau meiner Begattungskästchen anfangen.


    Nur gibts da noch ein Problem: Was für Kästen soll ich überhaupt bauen/kaufen ?


    Königinnen möchte ich (noch) nicht verkaufen, höchstens Vereinsintern abgeben. Daher werden die Serien auch nicht all zu groß werden.


    Mich interessieren vor allem die Erfahrungen mit der "Mini - Plus Imkerei". Wenn ich also z.B. 20 Weiseln im Jahr ziehen möchte, dann baue ich mir 30 Zargen, Böden und Deckel. Lasse die Königinnen dort begatten und kann sie dann, nach Bedarf, einweiseln.
    Zum Winter hin, kann ich dann aus den 30 (minus den abgegangen Königinnen) 10 Völker á 3 Zargen zum Überwintern machen.
    Im nächsten Jahr teile ich die Zargen wieder auf und kann wieder 30 neue Weiseln ziehen.


    Was ich dabei als großen Vorteil sehe ist, dass man immer Reserveköniginnen hat.


    Was mich dabei noch beschäftugt ist: Schafft es ein "Mini - Plus Volk", falls ein Wirtschaftsvolk den Winter nicht überlebt haben sollte, seinen Platz in der Rapsblüte vollwertig einzunehmen ?
    Ich könnte mir vorstellen, dass man z.b. die "Mini - Plus Beute" so baut, dass die Rähmchen (in meinem Fall) 1/2 DNM beträgt und man dann im Frühjahr immer zwei Rähmchen zusammenklemmt und diese dann in die Segeber reinhängt, wo sich das "Mini - Plus Volk" bis zur Rapsernte zu einem vollwertigen Wirtschaftsvolk weiterentwickeln kann?!



    Wie handhabt Ihr das mit der Königinnenzucht ?
    Nur EWK's ?
    EWK's und "Mini - Plus" ?
    Alles in einem Standmaß oder habt ihr sogar drei oder vier verschiedene ?

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo


    Mini Plus egal ob aus Holz oder Styropor sind meiner Meinung nach unschlagbar.


    Das mit dem Überwintern mußt Du für Deine Region austesten.


    Ein Wirtschaftsvolk kannst Du bis zum Raps nicht mit einem Mini ersetzen.


    Gruß Uwe

  • Hallo,
    seit ca. 25 Jahren setze ich das Kirchhainer Begattungskästchen ein.
    Und zwar nur dann, wenn die Königinnen auf der Belegstelle begattet werden sollen.
    Mach ich Begattungsableger für die Standbegattung werden sie im 4-Waben-Ablegerkasten im Standmaß gebildet.
    Der Grund ist einfach auf die Belegstelle dürfen nur drohnenfreie Begattungsvölkchen. Das Bienenmaterial für 10-15 Begattungsvölkchen drohnenfrei zu erhalten bekommt man mit einem Siebkasten gut in den Griff.
    Bei 4-Wabenableger ist mir der Aufwand zu groß sie sicher drohnenfrei zu richten.


    Davor habe ich mit 10 EWK´s im 2ér-Pack gearbeitet. Diese werden nicht mehr eingesetzt. Ein Grund ist das Völkchen hat nur eine Miniwabe zur Verfügung im Kirchhainer sind des Vier. Außerdem ist das hantieren mit dem EWK und den dazugehörigen Glasteilen zu Umständlich. Ich sage nicht, dass es nicht geht. Ich habe eine Reihe von Kollegen die die Belegstelle mit EWK´s beschicken – mir Erfolg.


    Vor einigen Jahren habe ich ein einzelnes APIDEA-Kästchen (schweizer Gegenstück zum Kirchhainer) bei einer Imkerlotterie gewonnen. Dieses setzte ich wie meine Kirchhainer auf der Belegstelle ein. Wenn ich heute neu anfangen würde wären diese meine erste Wahl. Zumal es inzwischen passende Aufsätze mit weiteren 4 Wäbchen gibt. Nicht mit Miniplus vergleichbar.
    Mit Miniplus und der Überwinterung Königinnen in Kleinvölkern habe ich keine Erfahrung.
    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo, ich habe auch EWK's für die Inselbeschickung und MWK's für die Besamung. Standbegattete Königinnen entstehen in den Ablegern, die werden dann nachher mit den Reinzuchtköniginnen umgeweiselt. Liegt halt daran, dass dies ziemlich parallel läuft. MWK können wiederbeweislt werden, eigendlich hat man dann immer genug Königinnen. Ablegerkästen habe ich zwar auch, aber wenn man ausreichend Völker hat, ist das wieder ein Gedöns mehr, dann kann man lieber einen Zwischenboden nehmen und eine Zarge.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Wir haben selbstgebaute MWKs in etwas weniger als 0,5DNM, wo man hinterher die Mini-Rähmchen in einem leeren Ganz-Rähmchen am Oberträger festclipsen kann.
    Mit Bodengitter und Futterabteil mit Schwimmern.
    Zur Belegstelle konnten wir dieses Jahr wieder nicht, weil auch meine Drohnen eben kleiner sind, und die Standard-Drohnen-Absperrgitter zu groß sind.... :lol: 
    Aber auch dafür ist eine Lösung in Arbeit.


    Rähmchen zum Zusammenstecken hatten wir auch schon, bloß neigen die beim Transport dazu, sich wieder zu trennen, wenn man sie nicht sehr fest zusammenklammert.


    EWKs sind nicht bienengemäß, Bienen leben in Wabengassen, und ein EWK hat keine.


    MWKs nehme ich nur für Wirtschaftsköniginnen, die mir wertvolleren Königinnen schlüpfen in Begattungsablegern in normalen Zargen, die ich aus dem Pflegevolk fabriziere. Das mag manch einer für Verschwendung halten, ist es aber ganz entschieden wert, wie sich im Lauf der Jahre herausgestellt hat.
    Ablegerkästen sind mir zu umständlich auf Dauer, und da kommt dann wieder auch das "Raumgefühl" der Bienen ins Spiel... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wenn ich am Mittwoch im Lotto gewinnen sollte, dann werde ich alle Varianten ausprobieren und mir die Beste aussuchen. So sind meine Mittel leider beschränkt und ich muss mich wohl eher von Anfang an auf eine Variante versteifen.


    Aber mir scheint die "Mini - Plus Variante", mit der Imkerei neben der Hauptimkerei, immer noch am Besten. Man hat immer Bienen- und Königinnenmaterial zur verfügung und kann dadurch Verluste schneller ausgleichen. Außerdem könnte man durch schröpfen der "Mini - Plus Beuten" noch Paketbienen verkaufen, auch eine Möglichkeit mehr um den ein oder anderen Cent dazu zu verdienen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo zusammen,
    ich habe mir für nächstes Jahr auch MWKs gebaut.
    Ich habe die Einfachbeute von Dr. Liebig nur kleiner gebaut.
    Mein Stand-Maß ist Zander. Die Rähmchen der kleinen Beuten sind von der Höhe 2/3 Zander, wie meine Hanigzargen. Die Lange ist 1/2 Zander. Somit kann ich 2 kleine Rähmchenzusammenstecken und in eine normale Zander Zarge hängen.
    Ich bin mal gespannt, ob das alles so funzt, wie ich mir das vorstelle.


    Viele Grüße
    AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Was ist an Liebigs Begattungskasten (4x2Waben mit Schied und 4 unterschiedlichen Fluglöchern im 10er Zander) ungünstig? Zur Überwinterung würden doch sogar nach Entnahme zweier Schiede wenigstens 2 Kö's die Frühlingssonne erblicken können.


    Gruesse


    seb

  • Hallo Seb!
    Das Problem bei 4 Waben pro Volk ist denke ich schon hinlänglich diskutiert worden. Ich muß vorab gestehen,dass ich keine Erfahrungen damit habe, aber wenn man glaubt, was die Leute so schreiben, dann braucht es mindestens 5 besetzte Wabengassen (=5000 Bienen) zur problemlosen Überwinterung. Bei vier Waben wird das knapp und 4 Waben fassen auch nur 10kg Futter, wenn sie wirklich randvoll sind und wo soll da dann noch gebrütet werden.
    Das ist das, was ich bis jetzt immer wieder gehört habe.

  • Hallo Boris,


    im Miniplus scheint mir da insgesamt aber weniger Platz zu sein. In Rede steht für mich nicht ein künftiges Wirtschaftvolk über den Winter zu bringen, sondern Reserveköniginnen. Für die 3 Wabengassen voll Bienen, brauchts auch keine 10kg Futter.


    Gruesse


    seb

  • Hallo,
    ich habe (noch) keine eigene Erfahrung mit der Überwinterung von Reserveköniginnen im Mini+.
    Am Wochenende habe ich aber mit zwei Imkern gesprochen die bereits zwei Winter jeweils ca. 10 Reserveköniginnen im Mini+ überwintert haben.
    Für mich waren die Kerrnaussagen:


    1. Es hat beide Winter ohne Verluste funktioniert.
    2. Überwintern ja, aber auf 2 Zarge besser auf 3 Zargen Mini+; d.h. rechtzeitig die Völkchen auf zwei Zargen führen und nicht erst zum Einfüttern die 2. Zarge aufsetzen.
    3. Im Frühjahr frühzeitig auf Futtermangel durchsehen und ggf. handeln.


    Gruß an alle ImkerInnen

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo!
    Wie groß ist den ein Miniplus mit 2 Zargen im Verhältnis zu einem 5 Waben Ableger (Zander)? Ich persönlich empfinde eine weiteres Rähmchenmaß nur als Mehraufwand, weil wenn man die Völker auflösen will kann man nicht ohne weiteres die Brut einem anderen Volk zuhängen.
    Welche Vorteile bietet denn nun das Miniplus? (Außer, den Erlös für den Erfinder)
    Es ist doch wesentlich leichter einen Viererboden (oder wie man möchte) mit Schieden umzufunktionieren.

  • Hallo Boris,


    das Miniplus ist nix für den Hobbyimker mit acht Völkern im Bienenhaus. Da ist ein Begattungsableger im Standmass sinnvoller, eben vielleicht ein Viererboden.


    Der umtriebige Imker nun, der Belegstellen besucht und dabei aber eine möglichst gute Versorgung seiner Königinen möchte, der verwendet das MP-System (MP gibts auch von Leica, die pefekteste mchanische Kamera aller Zeiten, nur so am Rande bemerkt). Da wir im Frühjahr einfach eine Ablegerbildung gemacht und schon hat man aus fünf überwinterten Dreier-MPs (90 Waben) 30 Begattungseinheiten gemacht! Effizienter gehts nicht!


    Zwölf MP-Waben (Zweier-MP) entsprechen drei Dadant, etwas mehr als vier Zanderwaben.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space