Raps im September / Oktober

  • Danke! Nachschlagen ist zwecklos, Beiträge sind gelöscht.
    Ich glaube Bernie ist knapp am Jackpot vorbeigeschrammt, so wie der sich hier in letzter Zeit benimmt macht er das nicht mehr lange...
    Beste Grüße
    Hartmut

  • Die Landwirte preisen nur den selbstfertilen Raps gegenüber Imkerm um das Hauptargument (wichtige Bestäubungsleistung) dieser ungemütlichen Zeitgenossen zu enkräften.
    Tatsache ist, dass nicht nur der Fruchtansatz bei Bienenbeflug sich erhöht, sondern auch der Ertrag gegenüber künstlicher Befruchtung höher ausfällt.
    Anscheinend gefällt den Pflanzen die Liebkosung, durch die Bienen,
    (Prof. Vassierre Avignon).
    Nur weil wir bestimmte Dinge nicht erfassen, sind sie deshalb nicht aus der Welt.


    Warum sind wir eines der wenigen Länder, in denen Landwirte nichts für die Bestäubungsleistung zahlen? Weil wir Imker so doof sind und es nicht gemeinsam fordern. Zudem lassen wir uns noch durch propagandistische Werbungen der Saatgutmittelfirmen in die Irre führen.
    Gruß Musikus

  • Zitat

    Anscheinend gefällt den Pflanzen die Liebkosung, durch die Bienen,
    (Prof. Vassierre Avignon).


    Yepp, da gibt es auch eine ObstbauStudie drüber, daß es für den Gesamtertrag und die Ausbildung der Früchte entscheidend ist, ob die Blüten mehrfach von Bienen besucht werden oder "nur knapp bestäubt" werden, sprich, es werden auch bereits vollständig bestäubte Blüten noch von den Bienen angeflogen, und das hat einen meßbaren und dokumentierbaren Effekt auf die Früchte.
    Hat irgendwas mit den Hormonen der Pflanzen zu tun, ich finde den Link grad mal wieder nicht :oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,
    wie sieht es denn aus in D? Der Landwirt kann nicht sichergehen, das Bienen da sind. Also kauft er vor Ausbringen der Saat schon reichlich PSM, denn bei Windbestäubung dauerts halt länger bis zur Fruchtreife, und in dieser Zeit können Schädlinge die Ernte negativ beeinflussen.
    Bringt das ganze also aus, und zack, rücken die Hobby - und Nebenerwerbsimker der Nachbargemeinden mit ihren Völkern an, weil sie auf eine gute Volksentwicklung und Rapshonig hoffen. Ob der Landwirt das überhaupt mitkriegt? Ich weiß ja nicht, wie oft ein Landwirt sich die Zeit nehmen kann, an seinen Feldern entlang zu schlendern um zu gucken, was sich da so tut. Vielleicht taucht er erst zur Ernte wieder auf, hat von den vorhandenen Bienen gar nichts mitbekommen und muss feststellen: hatte die Industrie doch recht. Selbstfertiler Raps und PSM bringen eine gute Ernte. Moin Imkers. :roll:

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Hallo alle Miteinander,
    Hallo Manfred,


    Es gab doch noch Landwirte die gerne bezahlt hätten.
    Ich kann mich an eine Imkerversammlung erinnern wo ein Landwirt um Bienen gebettelt hat.
    Alle anwesenden ImkerInnen, ich eingeschlossen, haben gekniffen obwohl 20,- DM pro Volk geboten wurden.
    Wir hatten einfach Angst weil wir durch verschiedene Kampagnen kopfscheu gemacht wurden, die bis heute nicht fundiert wurden.
    Mir ist keine bewiesene Untersuchung von einem neutralen deutschen Institut bekannt.
    Wie schon mehrfach betont waren bei mir keine Verluste zu beklagen.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen


    Margret

  • Gott sei dank gibt es jetzt, für den Obstanbau, ein Stärkungsmittel mit Gibberilin.


    Die Blüten damit spritzen und schon bilden sich Früchte ohne jeglich bestäubung!


    Sollen sie doch 180 Euro und mehr für Gibberilin pro Hektar Obstanlage ausgeben, ich stelle kein Volk für 17,5 Euro docht hin.
    Auch wenn sie am Tag vor der Giftspritze bescheid sage, das man die Völker verschaffen sollte!




    Und übrigens bei MIR sterben die Bienen auch nicht mehr!
    Und bei MIR gibt auch kein Pollenmangel!
    Und bei MIR haben sie noch eine gute Tracht!
    Und bei MIR sind die Bienen noch gesund!
    Und bei MIR gibt es keine Spritzschäden!


    Und die Situation auf der ganzen Welt siehe aus wie bei MIR!


  • Wir hatten dieses Jahr EINE einzige Anfrage in unserem IV von einem Bauern, der gerne Völker für sein Rapsfeld haben wollte. Wenn ich mich recht erinnere, stand in seiner Anfrage nichts von Bestäubungsgeld.
    Da es für uns aber etwas weit weg war, sind wir zu einem Feld in unserer näheren Umgebung gewandert.


    Nächstes Jahr wissen wir von einem Bauern, dass er 37 Hektar Raps anbaut. Allerdings macht er daraus Saatgut und da Saat ja rein sein sollte, wird er wohl mehr oder weniger spritzen. Deshalb werden wir unsere Völker wohl wieder zu dem Bauern bringen, wo die Bienen auch dieses Jahr standen, der spritzt nämlich gar nichts.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Christian,
    an eurer Stelle hätte ich dem anfragenden Bauern eine Zusage gegeben und dabei deutlich gemacht, das der Aufwand, eure Völker dorthin zu schaffen und so weit ab zu bearbeiten, etwas kostet.
    Der wird jetzt nie wieder fragen, sondern sich mehr auf all die Versprechungen der Chemie - und Genindustrie verlassen, will er seine Ernte verbessern. Und seinen Kollegen aus Erfahrung berichten, wie unkooperativ die Imker doch sind.
    Die werden erst gar nicht mehr fragen....

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Hallo,
    @ Eric:
    habe etwas bei Google über Gibberilin herausfinden wollen, kam aber nur so weit: Es ist ein Pflanzenhormon, das für das Wachstum zuständig ist.
    1. ist es damit natürlicherweise in Pflanzen vorhanden
    2. reagieren Bienen nicht auf Pflanzenhormone mangels entsprechender Zellrezeptoren


    Welche Informationen liegen Dir über die Bienenschädlichkeit dieses Mittels vor, das Du es hier als Bienengiftig deklarierst?

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Zitat von Gartenfreak

    Hallo Christian,
    an eurer Stelle hätte ich dem anfragenden Bauern eine Zusage gegeben und dabei deutlich gemacht, das der Aufwand, eure Völker dorthin zu schaffen und so weit ab zu bearbeiten, etwas kostet.
    Der wird jetzt nie wieder fragen, sondern sich mehr auf all die Versprechungen der Chemie - und Genindustrie verlassen, will er seine Ernte verbessern. Und seinen Kollegen aus Erfahrung berichten, wie unkooperativ die Imker doch sind.
    Die werden erst gar nicht mehr fragen....


    Hab es etwas falsch wiedergegeben. Er hatte die Anfrage an den Hannoverschen Landesverband gegeben und der hat wohl die Anfrage an alle Mitgliedsvereine weitergeleitet.
    Deshalb hoffe ich doch mal stark, dass sich ein paar gefunden haben. Für uns war es wirklich zu weit! Wir haben das Glück (für manche Pech ;) ), dass bei uns beinahe ein Rapsfeld neben dem anderen steht. Deshalb kann ich es mir auch "leisten" den Bauern aus dem Weg zu gehen, die spritzen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Zusammen,
    Tschuldigung , Christian; wie willst Du denn irgendeiner Spritzung ( Giftattacke?!) aus dem Wege gehen, wenn ein Rapsfeld neben dem anderen liegt?
    Wenn dann ein Landwirt gegen irgendwas behandeln muss, dann müssen es doch alle gleichtun.
    Das Bild sieht doch überall gleich aus. Einer fängt an, die anderen ziehen nach.
    Notfalls sogar mit Nachfrage.
    Selbst wenn"Dein" Landwirt nicht mitzieht: weißt Du ob Deine Bienen auf seinem Feld bleiben ?
    Wenn etwas vermehrt angebaut wird, können Schädlinge auch vermehrt auftreten.
    Und da hilft nur vorbeugen; und was das heißt, kannste Dir denken.
    Ich jedenfalls bin froh, wenn Kulturen, die von Bienen beflogen werden und die eine vermehrte Behandlung von sog. PSM bedingen, außerhalb der Flugkreise der Völker liegen.
    Schade, da ich Rapshonig eigentlich immer gut verkauft habe.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo alle Miteinander,
    Passt wieder nicht aber....
    Siehst du Lothar und bei uns hier oben, weil reichlich vorhanden war Rapshonig immer 2. Wahl.
    Nun wo er weniger wurde kommen die Kunden und wollen ihren Rapshonig der vorher immer zu teuer war.
    Ich habe ihn noch reichlich weil nicht billig verschleudert, sogar Kollegen fragen an.


    Grüsse
    Margret