Nachzucht von mehrjährigen Königinnen

  • Hi,
    ich werd ja hoffentlich im Februar einen auch mir verständlichen Vortag zu CB hören :wink: Aber wenn die Bienis nach CB die Kö auf jeden Fall still umweiseln, ist meine alte Kö ja fott. Datt will ich doch nich!
    Da würde ich lieber einen Kö Ableger machen und den Schwarm vorwegnehmen. Danach war auch Ruhe. Ich will sehen, wie gut die Kö auf Dauer ist, sprich, wie lange sie den Anforderungen der Bienen gerecht wird. Ob sie sich nächstes Jahr genauso verhält wie in diesem u.s.w.. Und ich will sehen, welche ihrer Eigenschaften ich bei ihrer Tochter wiederfinde. Und wie sich die Volksharmonie im Mutter und im Tochtervolk entwickelt. Wenn sie überhaupt über den Winter kommen (hoff!). Auf Dauer schwebt mir vor, gute Kö´s zu haben, die jahrelang in ihren Völkern verbleiben können und von denen ich genauso stabile und dauerhafte Töchter bekomme. :wink: Dann kann ich die nämlich alle mit Vornamen ansprechen, ist dann wie Familie 8)

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Hallo,
    lieber Gartenfreak, beim stillen Umweiseln wirst du nicht gefragt - darum stilles Umweiseln - das macht der Bien in eigener Verantwortung. Und wenn das nicht jedes Jahr am selben Volk geschieht sind das nicht die schlechtesten Völker.
    Gruß an alle ImkerInnen


    PS: Ich muss nach einer Woche im Forum aufpassen, dass nicht zuviel auf mich abfärbt. Heute Mittag beim betreten des Bienenhausen hörte ich mich bereits sagen: Hallo Mädel´s !?


    Wollte noch fragen was bedeuten CB? Bitte um Nachsicht, wenn ich es nicht weis.

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Hallo "mädelsgrüßender" Eisvogel,
    und, haben Dir die Bienen geantwortet :lol: ?
    CB ist die (nicht schöne, geb ich zu) Abkürzung für Checker Boarding, was eine in Amerika angewandte und auf englisch auch im Internet erklärte Methode ist, die Völker mit wenig Aufwand am Schwärmen zu hindern. Sabi(e)ne arbeitet damit und schwört drauf. Verstanden habe ich nicht alles :oops: , aber mein Auge pickte heraus, das nach Anwenden dieser Methode auf jeden Fall still umgeweiselt würde, so das der Impuls zum Umweiseln wohl eher vom Imker vorgegeben wird als von der Leistung der Kö.

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • :lol: Und ohne jede Woche alles durchgucken zu müssen.... :D
    Wir diskutieren gerade, ob und wie man das stille Umweiseln vermeiden kann, Walt war das immer ziemlich egal, weil keine teuren gekauften Königinnen drin, sondern eben wilde Bienis.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Eisvogel


    Zitat von Eisvogel


    Meine Frage war: Macht es wirklich Sinn ausschließlich von 5-jährigen Stockmüttern nachzuziehen? Ist dabei die "Ausfallrate" nicht größer als bei einer Nachzucht von einer Königin im dritten Jahr.
    Vorallem unter dem Gesichtspunkt, dass der Züchter diese Jungköniginnen im Schlüpfjahr verkauft!!


    Frau Luftensteiner-Singer sagte aber auch, dass sie nur vorgeprüfte Königinnen verkauft, und nicht einjährige! :wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    Carnica Singer verkauft ALLES! Von Weiselzellen bis zu geprüften Zuchtmüttern, so stehts in der Preisliste http://www.carnica-singer.at und alles zu guten Preisen!


    Nachkommen von "alten" Königinnen sind nicht minderwertiger als Königinnen von jungen Müttern. Das Ei ist im Prinzip ja auch nur "ein Bündel Erbinformation". Sollte darin ein Fehler sein, wir es fast immer im Larvenstadium von den Arbeiterinnen entfernt. In welchem physischen Zustand sich die aus einem Ei schlüpfende Königin befindet, hängt in erster Linie von der Versorgung durch die Ammen zusammen. Hier ist aber jedes Jahr neues Personal da und sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Gelee Royal. Oder aber der Imker sorgt für eine solide Aussattung des Pflegevolkes.

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Zitat von Guido

    Hallo Eisvogel


    Frau Luftensteiner-Singer sagte aber auch, dass sie nur vorgeprüfte Königinnen verkauft, und nicht einjährige! :wink:


    In welchem Buch steht den die Definition für "vorgeprüft" ? Was kann ich mir den da so drunter Vorstellen.


    Ein mögliche Antwort könnte z.B. lauten:


    Guten Sonntag, an diesem schönen Sonntag,


    ein vorgeprüfte Königin ist .............


    Auch können Buckfastzüchter hier aus dem Vollen schöpfen, hier werden diese Königinnen ja zu hauf vertrieben.


    Grüsse


    8)

  • Hallo,
    Reiner Schwarz hat es bereits gesagt, siehe HP CARINCA-SINGER und die dortige Preisliste, es muss ja wohl ein Unterschied sein zwischen 50 und 300 € für die Königin aus dem gleichen Stall.
    Das war aber nicht der Auslöser für meine Eingangsfrage.
    Meine kleine Vermehrungszucht, < 20 Kg., für meine Ableger und für den einen oder anderen Nachbarn eine Reservekönigin, kann natürlich nicht aus dem gleichen Pool schöpfen wie ein großer Zucht- und Vermehrungsbetrieb. Und daher war meine Überlegung, ich will jedes Jahr in der Imkerei dazu lernen, ob ich ein oder zwei Völker mit Kg von denen ich vermehren will, gezielt bis an die Lebensgrenze erhalte.
    Heute Mittag (es ist keine Wetter für die Fluglochbebachtung!!) habe ich in meiner Schriftensammlung mal nachgesehen was die Großmeister der Zucht zum Alter der Zuchtmütter sagen.
    Es war sehr wenig. Bruder Adam, G. Fert halten ihre Zuchtmütter in seperaten kleinen Völkern damit der Samenvorrat nicht so schnell aufgebraucht ist E. Holm und F. Kobel mach als einzige eine Aussage zum Alter der Zuchtmutter und sprechen von 3 Jahren (Kobel: "gelegentlich auch im 4. Jahr").
    Da ich dies früher schon gelesen hatte, waren diese Texte die Auslöser für mein Fragezeichen im Kopf beim Vortrag IM Singer.


    Gruß an alle ImkerInnen

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Hallo Eisvogel,
    ergibt sich irgendwo in anderen Zuchtgebieten die Frage, wie alt gute und nachzuchtwürdige Tiere werden dürfen, oder ob sie zusammen mit den Tieren , die diese Kriterien nicht erfüllen, deren Weg gehen und noch dazu gleichzeitig?
    Solange diese Tiere Nachwuchs bekommen oder zeugen können , und deren Gesundheit nicht dagegen spricht, wird doch mit diesem Tieren gezüchtet!
    Alles andere wäre doch Schwachsinn!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    mich würde bei der ganzen Diskussion interessieren, wo Ihr eine ältere Zuchtmutter unterbringt, die nicht mehr im Trachtvolk schuftet?
    In einer normalen Beute, im MiniPlus und dann immer wieder Bienen und Waben wegnehmen ...?


    Ich habe nämlich auch die eine oder andere Chefin, von der ich mich nicht so gerne trennen möchte, weiß aber nicht, welches "Austragshaus" dafür am besten geeignet wäre. Als Neuimker habe ich zum Beispiel meine erste Königin, die noch dazu ideal ist. Aber jetzt hat sie dann doch schon drei Jahre auf dem Buckel.


    Liebe Grüße,
    Hannes

  • Hallo Hannes,


    Unterbringung ist eigentlich egal.
    Vernünftig ist, daß Du bei deinem Standmaß bleibst, dann kannst Du Brut von der "Alten" einfach umhängen - oder Du läßt sie halt noch ein Jahr machen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hannes,
    Alte Königinnen , von denen ich nachzüchten möchte, halte ich ich in kleinen Beuten.
    Da reichen ein oder zwei Zargen aus.
    Nicht das ich diesen Königinnen es nicht zutrauen würde, das sie noch ein weiteres Jahr im "Normalbetrieb" durchhalten würden.
    Aber ich bin ja an deren Zuchtstoff interessiert.
    Den finde ich schneller, wenn ich nur eine Zarge durchsuchen muss.


    Vielleicht lässt auch die Pheromonproduktion bei der alten Königin nach.
    Dies sieht man ja als eine Schwarmursache an.
    Und als Schwarm in Imkernachbars Hände möchte ich dies Volk nicht unbedingt haben.
    Auch sollte die Pheromonmenge noch so weit reichen, das mir nicht eines Tages eine neue Königin aus stiller Umweiselung begegnet.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.