Behandlungserfolg bei der Varroabehandlung

  • Hallo,
    es gibt immer wieder Leute, welche ohne ein Volk abzutöten, den Behandlungserfolg in Prozente angeben können. Auf Fragen bekomme ich nur dumme oder gar keine Antwort. Wer kann mir eine gescheite geben.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Beim Wirkungsgrad sollt man sich mit Näherungswerten zufrieden geben.
    Wird nach OS noch Perizin gegeben, so dürfte man eine zuverlässige rechnerische Basis für die Wirksamkeit vorangegangener AS Behandlungen haben, sofern das Volk brutfrei ist. Milben Reinvasion könnte das Ergebnis verfälschen. Um hier auch noch Klarheit zu verschaffen, dann müsste man zwischen den Behandlungen ein drittes Mittelchen in Form von Streifen (bäääh) anwenden.


    War das nun eine dumme Antwort?



    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon,
    deine Antwort ist natürlich nicht dumm, doch führt sie nicht zum Ziel, denn es werden da auch 1/10 Werte angegeben. Bekanntlich besitzt auch Perizin keine 100% Entmilbung. Trotzdem vielen Dank. Werde mir in den nächsten Tagen dein Bildergalerie reinziehen und hoffe dass auch mal meine in das Netz kommt. Im Moment bin ich leider mit Wintervorbereitungen eingedeckt.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Um genaue Werte (auch in 1/10 Prozentwerten) zu ermitteln, wird nicht nur mit einem Mittel nachbehandelt, sondern mit zwei. Wenn Perizin 97% erwischt und danach die Oxalsäure von den Restlichen 3% nochmal 95%, dann würden von 1000 Milben in einem ordentlich bemilbten Volk, sofern es den Zustand der Entmilbung noch erlebt, rein rechnerisch 1,5 Milben im Volk übrig bleiben. Zudem können noch Bienenproben ausgewaschen werden, findet man dann auf 300 Bienen keine Milben mehr, dann könnte man doch Genaueres über die Gesamtmenge aussagen?
    Viel schwieriger ist die Zeit zwischen den vorausgehenden Behandlungen zu beurteilen.


    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon!
    Tolle Fotos. Besonders beeindruckt hat mich da Foto mit dem Naturwabenbau. Wie mir scheint treffen Deine Bienen die Mitte der Rähmchen sehr gut, obwohl Du keine Anfangsstreifen gibst. Hast Du einen Trick auf lager, wie man das hinbekommt, oder liegt dass allein an Deinen Bienen? Ich habe die Völkervermehrung in 4 Schritten dieses Jahr gemacht und festgestellt, dass die gedrahteten Rähmchen bei mir sehr ungenau ausgebaut werden, d.h. um den Draht herum teilweise gar nicht, nicht mittig und Löcher auf den Waben. Fand ich nicht so gut, so dass ich dann abgeschleuderte Waben und Mittelwände gegeben habe. Irgendwie reißt mich auch die Völkervermehrung in 4 Schritten nicht so vom Hocker. Mit 2 Waben Bienen kommen die Ableger einfach nicht in die Pötte und als ich neulich Meine Betriebsweise gelesen habe fiel mir auf, dass Br. Adam 4 Dadant halbrahmen , also ungefähr 3 Zanderrahmen für gerade ausreichend erachtet hat, um den Königinnen ein leben in Hülle und fülle bieten zu können...und das nur zur Begattung. Naja man lernt ja dazu und im nächsten Jahr wird bestimmt alles besser... :wink:

  • Hallo Boris,
    Naturwabenbau ist was tolles. Jedes Jungvolk bekommt mindestens 3 Waben davon gut ausgebaut. Gleich zu Beginn des Brutgeschäftes zwischenhängen klappt gut. Ob die gute Bausleistung von der Herkunft abhängt? Glaube ich nicht, meine können das ohne Anfangsstreifen. Wichtig ist eine gute Leitwabe, sonst gibts fette Bäuche und das verschachtelt den Wabenbau.
    Die Völkervermehrung in 4 Schritten klappt gut; früh gebildete Völker starten sehr gut durch. Auch ich habe Jungvölker "etwas" stärker gebildet, einige haben sogar knapp eine Zarge Waldhonig am Stand eingetragen, aber die Varroa scheint sich dort auch sehr wohl zu fühlen. Bei den allermeisten Jungvölkern ist sie kein Problem.


    Gruß
    Simon

  • simon : was macht dich so sicher, genau die richtige Größe zu treffen für die Ableger?
    Nachdem ich hier jetzt ALLE Größen im Naturbau habe, zwischen 4,6( :o ) und 7,3( :o ), werde ich doch langsam demütig, was meine unzureichende Kenntnis des genauen Bedarfs der Zellgrößen angeht...
    Mittlerweile bin ich immerhin so weit, mindestens 3 Größen vorauszusetzen, nämlich 4,9 und kleiner für Brutwaben, 5,3 und größer für Honig, und 5,7 und größer für Drohnen.
    (Die 7,3er waren ein sehr schneller HR-Ausbau, schlampig möchte ich das nicht nennen, aber man war ganz offensichtlich in Eile... :lol: )
    Ich komme immer mehr zu der Überzeugung (die mir eigentlich ganz, ganz schwer gegen den Strich geht), daß reiner Naturbau und Vermehrung über Schwarm das Natürliche und Nonplusultra sind, ohne Eingriffe wie Ablegerbildung.
    Klar wehre ich mich gegen diese Gedanken, weil sie allem widersprechen, was ich in langen Jahren gelehrt wurde.
    Nur: ist das alles richtig gewesen?


    Je mehr Zeit ich mit den Bienen verbringe, ohne was zu tun, sondern nur beobachte, desto mehr bekomme ich den Eindruck, daß irgendwas mit der normalen Imkerei falsch läuft, ohne genau den Finger darauf legen zu können.
    Ja, jetzt gibt es wieder verbale Prügel, von wegen Spinner und ähnliches, aber ich habe gelernt, meinem Bauchgefühl zu vertrauen, was Viecher angeht.
    Schwarmimkerei alter Prägung kann nicht die Lösung sein, aber vielleicht gibt es Alternativen?
    Die sowohl genug Honig dem Imker als auch Wohlfühlumstände den Bienen bringen?
    Es ist ein verdammt großes Puzzle, und mir fehlen darin noch mindestens 700 von 1000 Teilen.
    Wer hat noch welche? :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :wink: Hallo, Uwe,
    eben nicht. DIE Performance eines echten Schwarms kriegt kein KS hin.
    Es ist eben nicht dasselbe; beim KS fehlt wirklich das Schwarmerlebnis.
    Es gibt nicht diesen Booster, den ein echter Schwarm hat.
    Ich hab hier eine Zarge stehen, wo ein echter Schwarm über Nacht außen drauf saß, bevor er am nächsten Morgen dann doch einzog: tausende von schneeweißen Wachspickeln...
    Das kann in diesem Ausmaß kein KS.
    Ist genauso mit dem normalen Verhalten, ein KS braucht einen oder zwei Tage, bis er sich komplett auf die Situation eingestellt hat und muß gefüttert werden.
    Ich hab dieses Jahr Schwärme bekommen, die nach anderthalb Stunden völlig normalen Flugbetrieb aufgenommen hatten, während innen schon gebaut, aufgeräumt und gelegt wurde... :o ja, eine fertige Wabe reichte für den Anfang...ich habs auch nicht geglaubt :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    simon : was macht dich so sicher, genau die richtige Größe zu treffen für die Ableger?


    Ich bin mir nicht im geringsten sicher, genau die richtige Größe zu treffen!
    Ich bin nicht auf der Suche nach der richtigen Zellengröße!


    Vielleicht müsste man die Sache umdrehen: "Ich suche die falsche Zellengröße für Bienenvölker" das dürfte die Sache vereinfachen.
    OK, wir haben sie ja schon, denn die Varroa ist noch immer ein Problem. 8)


    Gruß
    Simon