Pfirsichbaum zur Häfte vertrocknet - Anfang September

  • Mein sehr schöner, ca. 10 Jahre alter, Pfirsich-Baum hat unter diesem trochenen Sommer sehr gelitten. Zwei der drei Hauptäste sind vertrocknet. Wie kann ich jetzt noch verhindern, daß der ganze Baum hops geht? Einer unserer Süßkirschenbäume hat sich in diesem Jahr auch so verabschiedet, ein Ast nach dem anderen, jetzt ist er komplett trocken.

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Moin Facharbeiter,


    jetzt kannst Du garnüschd machen. Erst nächstes Jahr wirst Du sehen, wo noch und wieder Leben ist. Gerade ältere Bäume und solche auf ungeeigneten oder sehr alten Unterlagen halten den Trockenheitsstreß nicht mehr aus. Bei mir am Berg hat es auch paar Kirschen erwischt. Da sterben ganze Teilkronnen und mein Brunnen reicht nicht für alle Bäume.


    Auch ein Euodia sieht scheiße aus. Sah' der aber auch schon letztes Jahr ... ich hoffe noch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Facharbeiter-Imker,
    (geht das nicht einfacher mit einem bürgerlichen Namen?)
    bist Du sicher, das es die Trockenheit war, die Deine Süßkirsche und jetzt Deinen Pfirsichbaum eingehen läßt?
    Die Beschreibung klingt so, als wäre es Monilia-Befall, eine Pilzerkrankung die durch die Blüten in das Holz eintringt und dieses zum Absterben bringt.
    Die Zweige sehen dann aber auch aus, wie vertrocknet.
    Fängt mit braunen Blüten an und geht nach und nach weiter bis in den Stamm.
    Helfen tut nur rechtzeitiges Abschneiden der betroffenden Stellen und verbrennen.
    Vertrocknen fängt doch an mit Blätter-hängen-lassen, Zweigspitzen- hängen-lassen und dann Abwerfen der Blätter bis nur noch die Zweige kahl überbleiben.
    Am ganzem Baum.
    Ähnlich wie im Herbst.
    Aber nach den ersten kräftigen Regenfällen treiben die Bäume wieder aus, sie haben "Reserveknospen".
    Gärtner nennen das "Schlafende Augen".
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    beim Pfirsich ist die Kräuselkrankheit noch wahrscheinlicher als die Monilia. Die Blätter sind gekäuselt, haben oft braune Blase und fallen bald ab, der Ast stirbt ab.
    Abhilfe: Im Knospenschwellen (also bei den allerersten Anzeichen des Dickerwerdens im zeitigen Frühjahr) mit Kupferkalk behandeln.


    Grüße, Thomas

  • Der Baum hats überlebt, toter Ast abgesägt, den Rest im letzten Jahr mit Brennesselsud eingesprüht. Jetzt blüht er wieder und ernährt die Bienen.


    Den netten Antwortern ein Dankeschön:





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    "Die staatenbildenden Bienen haben in den 30 Millionen Jahren ihrer Evolution den für uns Menschen noch ausstehenden Nachweis erbracht, dass sie ihre Umwelt zu ihrem Vorteil gestalten." (Tautz, S. 205)

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Um Gotteswillen nicht diese Hammer in Mutter-Natur !
    Bei der Kräuselkrankheit schaffe ich in den betreffenden Jahren (alle 2-3 Jahre) mit gespritzter Brenneseljauche Abhilfe.


    Hallo Windmueller, noch gärend die Jauche oder fertig? Ich hab versucht, mein Aprikosenbäumchen mit Schachtelhalmbrühe von innen zu stärken. Bei den Blüten kann ich heuer nix sagen, die sind erfroren :cry:


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere