Segeberger Futerzarge innen streichen?

  • Liebe Imkers,
    nachdem mir ja nun heftigst zu den Segeberger Futterzargen mit Alu-Lochwinkel geraten wurde, blättere ich der MwSt-voauseilend im Katalog von Bienenweber.


    Da heisst es nun, daß die Segeberger Futterzargen innen mit einem "für Lebensmittel geeigneten Anstrich abzudichten" sind.


    Wundert mich doch - diese Schaum-Gußteile lassen doch eigentlich nichts durch?


    Die einzige Vermutung ist bisher, daß womöglich das Säubern leichter ist, weil sich so nichts in Poren setzen und dort womöglich schimmeln kann...


    Und wenn man streicht - was nimmt man denn dafür? Diese wasserverdünnbaren Acrylfarben?
    Überlege eh, die Varroaschubladen damit zu streichen so daß es daran nicht liegen soll. Wenngleich mir der Sinn nicht ganz schlüssig ist; leider war Herr Weber nicht da und man versprach mir einen Rückruf.


    Weiß wer was dazu? Erfahrungen?


    Melanie

  • Moin, moin, Melanie,
    wenn du gegen Ende des Füttern das Gitter abmachst und die Bienen die Futerzarge auslecken läßt, brauchst du nix zu lackieren, die zuzzeln auch das zwischen den Styroporkügelchen raus, daß nix schimmelt oder umpft.
    Bei den Lochwinkeln mußt du nur aufpassen, daß die Ecken exakt aufliegen, ansonsten quetschen sich die Bienen dran vorbei, kommen nicht wieder zurück und die Leichen gammeln dann im Futter vor sich hin.


    Die Varroaschublade würde ich auch nicht unbedingt streichen, du siehst die Milben auf Weiß besser. Mit Vaseline einreiben müßte schon reichen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hymenoptera schrieb:

    Die einzige Vermutung ist bisher, daß womöglich das Säubern leichter ist, weil sich so nichts in Poren setzen und dort womöglich schimmeln kann...

    Richtitzsch! :lol:

    Zitat

    Und wenn man streicht - was nimmt man denn dafür? Diese wasserverdünnbaren Acrylfarben?

    Wieder Richtitzsch! :lol:

    Zitat

    Überlege eh, die Varroaschubladen damit zu streichen so daß es daran nicht liegen soll.

    Und nochmal Richtitzsch! :lol:

    Zitat

    Weiß wer was dazu?

    Na Du selber! :lol::lol:

    Zitat

    Erfahrungen?

    Kleine Filzrolle, Acrylfarbe von Hornbach. Gut aufrühren, nie dem Frost aussetzen, 2 Tage durchtrocknen lassen, nicht vor dem Austrocknen erneut streichen (das bildet sonst abzuiehbare Filme), Aufstiege nicht mit streichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • hi melanie
    bei uns im verein haben mehrere segeberger beuten. angestrichen werden die nur von außen. habe es noch nicht anders gesehen und gehört.
    die bienen überziehen die innenseite, mit der zeit, ganz fein mit kittharz.
    wenn du die schublade streichst, was viele machen, dann kann man weißes plastik zuschneiden und in die lade legen.
    läßt sich zum abwaschen ganz einfach rausnehmen. :lol:

    Gruß Brun0


    Imker sind Kniepsäcke sie schenken anderen nicht mal Glauben

  • Korrekt, Zargen werden natürlich nur außen gestrichen - ich war nur irritiert, daß Weber im Katalog empfiehlt, die Futterzarge auch innen zu streichen - aber es liegt wohl wirklich einfach nur daran, daß es eben dadurch einfacher ist, sie zu säubern. Da allerdings laut Henry die zu belaufenen Flächen nicht gestrichen werden sollen frage ich mich, ob es da nicht einfacher ist, die Futterzarge innen ungestrichen zu lassen und nach dem Füttern und Abräumen Wasser reinzufüllen und etwas stehen zu lassen - dann löst sich verbleibender Zucker und die Zargen können einfach gesäubert werden. Oder kurz den Lochwinkel raus; dann putzen die Bienen die Zarge noch besser...


    Melanie

  • Moin Melanie,


    es gibt immer wieder Probleme bei der Futterabnahme und oft nimmt man die Futterzargen runter, da sind die zwar leer aber innen noch klebrich, aber es ist zu kalt, daß die Bienen zum Auslecken nochmal nach oben gehen. Ich komm' mit der Acrylfarbe gut klar. Ungestrichene Zarge verschimmelten schon mal, auch nach kräftigem Ausspülen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Melanie,


    spezielle Futterzargen brauchst du eigentlich nicht mehr.


    Ich habe mir sogar extra einigemal aus Holz nachgebaut, und verwende sie jetzt gar nicht mehr. Einfach nur eine Schale oder eine Plastikwanne in einer Leerzarge mit dem Flüsssigfutter füllen,eine Steighilfe wie z.B. Korken, aber auch Gras oder trockenes Gras vom Stand> sie ist unbedingt erforderlich<, und die Bienen sorgen für den Rest.
    Den Bienen ist das Gefäß völlig egal. Ich verwende mittlerweile gerne leere Eisdosen(die Familienpackung) , die bei uns im Sommer gleich dafür gesammelt werden. Eine kleine Kunststoffwanne für 3€ geht auch, die Mädels sind da überhaupt nicht wählerisch, uns alles wird blitzeblank geleckt.
    Es gibt auch Kollegen, die ainfach ein Steigrohr in den Cubitainer stellen, und der ganze Karton in die Leerzarge, Deckel uafschrauben, Steigrohr in die Öffnung hineinstellen, und das war`s.


    Gruß Andreas

  • Naja, was mich bei diesen Lösungen stört, ist eben, daß alles voller Bienen ist wenn ich mal nachschauen und nachfüllen will - und wenn ich die dann nicht z.B. mit dem Deckel reihenweise quetschen will muß ich wieder den Smoker anzünden und das macht es schon wieder aufwendig. Zmal zumindest die meinen ziemlich aggressiv sind z.Z. - die haben wohl viel zu verlieren und sind ziemlich aufbrausend.


    Da finde ich die Futterzargen schon reizvoll; habe angesichts der MwSt-Erhöhung daher schon jetzt geordert obwohl das Einfüttern ja schon durch ist.


    Immer raus mit die Knete; nächstes Jahr gibts keine mehr :D 
    Fördern wir den deutschen Mittelstand (hoffe ich zumindest....)


    Melanie

  • Andreas : der Vorteil der Futterzargen ist aber eben die bienenfreie Fütterung, und sie schaffen es durch den breiten Aufstieg, große Mengen sehr schnell aufzunehmen, viel schneller als aus dem Eimer oder 3-l-Schälchen.
    Das kann manchmal von großem Vorteil sein.


    melanie : laß dich nicht davon abbringen, es funktioniert am allerbesten von allen Futtermethoden :lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    auf den Rat von erfahrenen Imkern hin bin ich inzwischen von Schwimmhilfen völlig weggekommen. Wenn in der Futtertasche noch 100 Bienen herumkrabbeln kommt (bitte nicht erschrecken) der Sirup einfach trotzdem rein. Am nächsten Tag (oder nach 3 Tagen, je nachdem in welcher Situation gefüttert wird) ist die Tasche leer und keine einzige tote Biene drin. Dasselbe trifft für meine Adamfütterer zu. Und mir erzähle niemand, die schleppen die Toten da raus. Man muß sich das mal angucken: die werden liebevoll abgeleckt und erwachen dann zu neuem Leben... :D


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    eine Biene, die ein paar Stunden im Sirup schwamm, ist tot. Mausetot.


    Ich mache ja solche Rettungsversuche: Biene war reingefallen, schon etwas matt - vor ihr eigenes Flugloch gelegt. Sie wird säuberlich abgeleckt, ja. In das Flugloch krabbelt sie nur, wenn sie noch munter war. Die Ermatteten sind bis zum Sauberwerden wahrscheinlich schon erstickt. Sie liegen dann nämlich, sauber abgeleckt, tot auf dem Flugbrett.


    Grüße, Thomas


    P.S.: Bienen, die mir beim Füttern in den Fütterer geraten und übersehen wurden, sind beim nächsten Öffenen gut eingezuckerte Leichen.

  • Hallo,


    mir scheint, daß unter "Futterzarge" zweierlei verstanden wird:
    Einerseits eben eine Zarge, in die ein Gefäß zum Füttern gestellt wird, eben mit Schwimmhilfe,
    anderseits ein "Fütterer": hat Außenmaße der Zargen, besteht aus einer Futterwanne, einem Aufstieg und einem schmalen Abstieg, der ein Ertrinken der Bienen verhindert (also keine Schwimmhilfe).


    Grüße, Thomas