As-behandlung nach Umweiselung

  • Hi !


    Ich habe am Samstag 1 Volk umgeweiselt (unter Futterverschluss zugesetzt).
    Da ich mit Auffüttern fertig bin möchte ich bald die As-Langzeitbehandlung machen.
    Wie lange soll ich damit nach dem Umweiseln warten ?

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • :o Grmpf.
    Andersrum wäre intelligenter gewesen, weil die neue Königin dann keinem Risiko ausgesetzt gewesen und der Varroadruck frühzeitig gemindert wäre.
    Ich würde bis zur ersten verdeckelten Brut warten, aber ich HASSE diese Langzeitbehandlungen, also bin ich befangen :oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo!


    Leider habe ich letztes Jahr genauso intelligent gearbeitet. Hab' dann die AS-Behandlung eine Woche oder 10 Tage nach dem Zusetzen der neuen Königin gemacht. Das hat ohne Probleme funktioniert; kann aber auch nur Anfängerglück gewesen sein.
    Der Jammer ist, jetzt passt das Wetter (zumindest bei uns) für eine AS-Behandlung. Wer weiß, wie es in einer Woche aussieht und ob wir noch einmal, wenn überhaupt, die richtigen Temperaturen erreichen werden.
    Also, wie du es machst, kann es falsch sein; gleich AS und die Königin riskieren oder mit der AS warten und das ganze Volk riskieren.
    Bevor du dich entscheidest, schau dir auf jeden Fall mal eine Wetterprognose an.


    lg, Stefan

  • Hallo,


    mal `ne Überlegung: Kann man nicht die Kö mit `nem Miniableger separieren, das Volk mit AS sanieren und dann wieder rückvereinigen...?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :o Nein, was glaubst du, was die Bienen in Streß kommen, wenn du ihnen JETZT die Königin klaust für 10 oder 14 Tage oder gar 3 Wochen....zumal diese ja gerade mal 2 Tage drin ist.
    Das gibt Nachschaffungspanik pur, und wenn du Pech hast, ist es hinterher drohnenbrütig und du hast erst richtig die K*** am Dampfen....
    Ich würde Henrys Schwammtuchmethode machen und gut ist, der Rest müßte dann mit OS oder MS zu Weihnachten gehen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Lagerfeuer,


    zu allerallerallererst würde ich ma nachsehen, wieviel Milben denn überhaupt jetzt fallen. Sind es nämlich weniger als 5 und das wäre this year garnicht so ungewöhnlich, dann würde ich Nüschd machen. Reneweg garnüschd. Und gerade wenn die neue Königin jetzt nochmal ordentlich Brut macht, hast Du garnicht soviel Milben, wie die Larven produziert und Du brauchst "nur" 5.000 ganz gesund Bienen. Fallen deutlich mehr Milben dann kann ich mich nur Sabi(e)ne anschließen:

    sabi(e)ne schrieb:

    Ich würde Henrys Schwammtuchmethode machen und gut ist ...

    Aber genau!


    Winterbehandlung muß ohnehin sein, für das lange Durchhalten im nächsten Jahr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Lagerfeuer,
    wie schon berichtet: natürlichen Milbenfall zählen. Dazu reicht es 1-2 Tage die Windel einzuschieben, der gemessene Abfall kann sehr gut zur Beurteilung des Milbenstandpegels genommen werden. Gefallene Milben/Tag x 150 ist eine recht gute Größe. Völker in Gefahr entdeckt man durch die Windel auf jeden Fall.


    Gegen Milben bekommen meine Völker das:

    Die Kurzzeitbehandlung, am Morgen angesetzt, wirkt bei 20 Grad und mehr gut. Verdunstergröße 10x15cm (kein Schwammtuch! sonst gibt es einen Schockeffekt), 50ml 85% auf zwei Zargen, auf einer Zarge 25ml.
    Nach dem Abfall der Milben aus der Brut (in 14 Tagen), den nat. Milbenfall überprüfen.


    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    natürlichen Milbenfall zählen. Dazu reicht es 1-2 Tage die Windel einzuschieben, der gemessene Abfall kann sehr gut zur Beurteilung des Milbenstandpegels genommen werden.


    Hallo,


    bitte so etwas nicht in die Welt setzen. Wenige Tage lang zu messen würde nur klappen, wenn der Milbenfall extrem hoch wäre.
    Anders gesagt wäre die Empfehlung: Zähle, bis hundert Milben gefallen sind, dann ist der Meßwert verwendbar.
    Zum Weiterlesen: http://imkerforum.de/viewtopic.php?p=11389#11389.


    Grüße, Thomas

  • ...bei "RTL- Wer wird Millionär" konnte zumindest ein BWLer die Frage nicht beantworten. :cry:


    Der nat. Milbenfall kann innerhalb 1-2 Tagen als Maßstab für die Bienengesundheit genutzt werden. Bei geringem Befall gibt es zwar größere Abweichungen bei der Hochrechnung, darum geht es aber nicht.


    Gruß
    Simon

  • Regt Euch nicht auf,


    bei aller mathemtisch sicher berechtigter Kritik an der kurzzeitigen Milbenzählerei des Einzelvolkes geht hier vollkommen unter, daß in aller Regel ganze Stände bezählt und auch behandelt werden. Wenn also die Normalverteilung uns die Statistik bei der Genauigkeit für ein Volk gründlich versaut, so liefert die Zählerei am ganzen Stand doch schon ein wesentlich wahrscheinlicheres Bild.


    Man darf auch bitte nicht vergessen, daß gerade im Spätherbst viele Milben wegkommen, wenn die Windel länger liegen bleibt. Und man darf auch nicht außer Acht lassen, daß die Behandlungsempfehlungen sich schon auf den gezählten also durch Verfälschung veränderten Milbenfall beziehen. Es ist vollkommen unerheblich, wieviele Milben tatsächlich in den Völkern stecken oder wie exakt und korrigiert der natürliche Milbenfall nun tatsächlich wäre. Wenn der Erfahrungswert sagt, bei 5 Milben in 24h auf der Windel vorgefunden, must Du nicht unbedingt weiter behandeln und die Völker danach gut duchwintern, dann ist der Rest tatsächlich nur Statistik und Milbenkackerei. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • denn es scheint so ziemlich wurscht zu sein. So ein Mittelwert über einen ganzen Stand, das ist für die Zucht so präzise wie die Aussage des Statistikers, mit dem Kopf im Backofen und mit den Füßen im Kühlschrank: Im Mittel fühle ich mich wohl.


    Außerhalb jeder Statistik: Wenn man so zählt, da fallen Völker auf, die mal ca. 50 Milben pro Tag haben, ein paar Tage später jedoch fünf. Das wird mit Brutzyklen zu tun haben. Und führt zu zusätzlicher Unsicherheit.


    Besser ist wirklich, den Befall der Bienen mit Milben zu prüfen (Alkoholtest).


    Grüße, Thomas