Buckelbrütiges Volk (eierlegende Arbeiterinnen) - HILFE !

  • Hallo,


    Ich habe heute bei einem Volk, das mir bei der Fluglochbeobachtung auffällig erschien, festgestellt, daß es schon seit einiger Zeit seine Königin verloren hat.
    Auf einer Wabe ist schon etwas Drohnenbrut.
    Das Volk belegt eine Zarge, Ableger von diesem Jahr.


    Was kann man mit den Bienen machen ?
    Wie kann man andere Völker mit den Bienen verstärken, ohne daß die Königin abgestochen wird (eierlegende Arbeiterinnen!)?

  • In der Ex-DDR gab es Lachgastabletten, die man in den Smoker werfen konnte, um das ganze Volk zu narkotisieren.
    Wenn alle betäubt waren, konnte man problemlos eine legende Königin direkt zusetzen, denn unter der Narkose vergessen sie ALLES.
    ich hab diese Nummer mal mit Ammoniumnitrat gemacht, und es hat funktioniert.
    Nur wirst du heutzutage als Terrorist verhaftet, wenn du das in der Chemiehandlung kaufen willst..... :oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Uwe :
    Sollte man bei der Prozedur die Königin des Nachbarvolkes käfigen ?
    (Die Völker daneben sind 2-Zarger mit ungezeichneten Königin...)


    Eine Verstärkung von bestimmten Völkern geht also nicht ohne weiteres ?


    SaBiene : Leider habe ich kein Lachgas o.Ä.

  • Wenn ich die Bienen einem Ableger zufliegen lasse wäre das Käfigen also sinnvoll ?
    (das "aufnehmende" Volk wäre in diesem Volk sogar kleiner als das weisellose)

  • Moin nub,


    also von dem Lachgas, welches bei uns problemlos im Imkerladen erhältlich ist, würd'ich mal abraten. Mir erzählte mal ein Imker, dass sich die Bienen bei der Behandlung teilweise auch barbarisch besch... , was die selbts nicht mehr geputzt kriegen und nicht zur Hygiene beiträgt.


    Hab dieses Jahr auch schon einen buckelbrütigen Ableger gehabt. Beim Abkehren spielt es m.E. keine Rolle, ob das Zielvolk an der Stelle steht oder nicht. Die Abgekehrten Bienen, die noch einigermassen Verstand haben, betteln sich bei anderen Völkern ein. Dies geschieht nicht so, dass Sie die Regentschaft übernehmen, sondern sich unterwerfen. Die Königin braucht also keineswegs gekäfigt zu werden. (Vergleiche Könniginnenzusetzen: Volk zur Königin)
    Die Eierlegenden gefährlichen Bienen, die die Königin im Zielvolk gefährden könnten, haben Ihre Flugfähigkeit verlohren. Sie bleiben am Ort (bei mir waren es 8m Entfernung) und verenden dort. Diese Bienen + deren Pflegepersonal war in meinem Falle nicht unerheblich.


    Gruesse


    sebastian

  • Hallo


    windmueller


    Das ist es ja gerade die Bienen sollen ja einen schwächeren verstärken.
    Und wenn solche Massen zufliegen könnte es eng werden,
    im kleinen Ableger sollte man die Königin doch finden.
    Einen halben Tag, bis der Teig weg ist, wird ihr nix schaden.
    Wenn man die Bienen auf einen Haufen kehrt dann gibt es Klumpen,
    deshalb schön im Gelände verteilen. Dann bleiben nur die eierlegenden
    zurück.


    Gruß Uwe

  • windmueller schrieb:

    Die Eierlegenden gefährlichen Bienen, die die Königin im Zielvolk gefährden könnten, haben Ihre Flugfähigkeit verlohren. Sie bleiben am Ort (bei mir waren es 8m Entfernung) und verenden dort. Diese Bienen + deren Pflegepersonal war in meinem Falle nicht unerheblich.


    Hallo,


    die Flugunfähigkeit der Afterweiseln wird immer wieder behauptet - ich würde gern mal eine Untersuchung dazu lesen. Hat jemand einen Hinweis?


    Am Ort des Abfegens bleibt oft ein ganzer Haufen Bienen zurück. Hast Du die Afterweiseln herausgefunden?
    Die anderen Bienen müssen auch nicht Pflegepersonal sein, es können z.B. Jungbienen sein, die sich orientierungslos aneinanderkuscheln (bei einem überalterten drohnenbrütigen Volk jedoch kaum).


    Grüße, Thomas

  • Die Afterweisel(n) konnte ich nicht erkenen.
    Dem Ableger könnte man doch einige Leerwaben zufügen und später etwas mehr füttern. Wenn der Ableger nicht allen steht, werden nach meiner Erfahrung ohnehin mehrere Fluglöcher zum Zufluchtort.


    Den Stress des käfigens muss man der Königin nicht antun. Wenn die sich erstmal einzeln einbetteln, erinnern die sich die Schwestern nicht später im Fremdvolk dran und ziehen etwa die Schwerter. Warum sollten die auch die Königin killen, wenn sie sich selbst unterwerfen ?


    Das die Afterweiseln nicht zurückfliegen kann man daran erkennen, dass es jeder mit dem Abkehren in Entfernung hält, Sonnst wurde man die Völker ausräuchern müssen.

  • Hallo,


    Ich habe gerade das drohnenbrütige Volk zu meinem Außenstand gebracht.
    Am Mittwoch werde ich beim Morgengrauen mein zu verstärkendes Volk (belegt ca. 5 Waben) ebenfalls zu meinem Außenstand verfrachten, und auf die Stelle des drohnenbrütigen Volkes stellen, welches etwas abseits gestellt wird.
    Am selben Nachmittag, bzw. am nächsten morgen werde ich die restlichen Bienen abkehren.
    Zu welchem Zeitpunkt käfige ich die Königin am sinnvollsten ?
    Ist das erst beim Abfegen erforderlich oder aber schon, wenn die Sammlerinnen sich dem Volk anschließen ?


    EDIT : Käfigen also nicht nötig, obwohl das Buckelbrütige Volk deutlich mehr Bienen hat, als das zu verstärkende ?

  • windmueller schrieb:

    Das die Afterweiseln nicht zurückfliegen kann man daran erkennen, dass es jeder mit dem Abkehren in Entfernung hält, Sonnst wurde man die Völker ausräuchern müssen.


    In größerer Entfernung wird abgekehrt, weil es in den Büchern so steht. Das ist aber kein Beweis der Flugunfähigkeit der Afterweiseln.
    Viel wahrscheinlicher ist, daß sie in ein intaktes Volk nicht eingelassen werden.


    Grüße, Thomas

  • Hallo


    nub
    wenn Du die Zeit es so zu machen brauchst Du nicht zu käfigen.


    Afterweiseln können nicht fliegen
    Habe schon mehrmals drohnenbrütige Begattungskästen
    ca 3 Meter vor, aber 2 Meter tiefer, auf eine Betonplatte abgefegt.
    Es blieben einige Bienen zurück mit stärkeren Hinterleibern.
    Ob es Afterweiseln waren - keine Ahnung - ich nehme es an.


    Gruß Uwe