Wespenüberfall

  • Hallo , ich bin 62J also "alter Jungimker" seit 5 Jahren. Mit der Imkerei habe ich begonnen, als ich feststellte, dass in meinen Fallobstwiesen (1ha) kaum noch Bienen zu finden waren. Die ersten Jahre waren bis auf die Stechlustigkeit meiner Bienen von der Volksentwicklung und Ertrag recht erfolgreich. Aus meinen anfänglich 3 Völkern wurden 10 und ich mußte feststellen, dass das eine ganze Menge Arbeit ist neben meiner ärztlichen Tätigkeit. Seit 2 Jahren läuft das aber nicht mehr so gut. Im vorigen Winter drangen durch den offenen Boden der Segeberger Beuten Mäuse und Ratten ein, ohne dass das von außen zu sehen war. Auf diese Weise habe ich 5 Völker verloren. Die zerstörten Rähmchen und toten Bienen lagen alle auf dem Boden in der Beute. Ich werde diese Jahr die Beuten in einen Stahlkorb stellen, so dass die Beuten von unten geschützt sind.
    In diesem Sommer ( der Ertrag war gut) kommt ein neues Problem auf.
    Seit der Abschleuderung und Varroabehandlung werden die Völker mit Beginn der Einfütterung ( Eimerfütterung mit Korken, die in eine extra aufgesetzte Leerzarge gestellt werden)von Wespen überfallen und ausgeraubt. Ich habe die Fluglöcher bis auf ein Minimum eingeengt und habe (so leid es mir tut) Wespenfallen aufgestellt. Die Menge der Wespen, die gefangen wurden, mag ich gar nicht nennen. Trotzdem sind inzwischen 2 Völker tot und die Wespen machen sich an das nächste Volk.Die Volksstärken sind bis auf einen Ableger sehr gut. Weiß jemand einen Rat?
    Zum Thema Stechlustigkeit habe ich übrigens auch noch einen Beitrag.
    Piet Ammann

  • wenns so extrem ist, mal schauen wo die wespen hinfliegen, solange es nur 100 meter sind die man folgen musss, klappt sowas,
    dann bekämpfen


    wobei ich das problem nciht verstehen kann, bei mir ist unten die ganze breite offen, die völker sind stark und von wespenräuberei keine spur

  • Hallo Piet,


    mein Vorschlag: Völker weit weg umsiedeln (> 3km), damit es erstmal Ruhe gibt.


    Im Frühjahr zurückholen und frühzeitig Wespenfallen aufstellen für die Königinnen.


    Das könnte den Druck mildern.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Piet
    So leit es mir tut, aber meine Meinung ist, daß das Problem nicht die Wespen sind, sondern die Stärke deiner Völker. Ich habe an einem Standort auch eine starke Wespenpopulatione und beobachte Hornissen, die fast im Minutentakt eine Biene fangen, mundgerecht zerlegen und in ihr Nest fliegen. Ein starkes Volk muss das abkönnen!
    Stark heißt, daß jetzt 2 Zanderzargen proppenvoll mit Bienen sind. Die verlieren sowieso um die 2000 Bienen pro Tag, wozu soll ich mich dann über die paar abgefangenen aufregen. Jetzt sollten keine Schwächlinge mehr am Stand sein. Wenn die nicht von den Wesen niedergemacht werden, dann eben von den stärkeren Bienenvölkern. Glaubs mir, ich habe das aus eigener Erfahrung lernen müßen.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.