Kunststoffbeute im Winter??

  • Hallo werte kollegen,
    bin neu was die kunststoffbeute angeht und daher wollte ich mal wissen, was ich für die überwinterung zu beachten habe.
    1. den deckel direkt auf den unteren rahmen oder einen leeren darüber lassen?
    2. die abdeckung über das gutter unten legen oder offen lassen?
    3. anflugbrett ab?
    4. wie mache ich da das mäusegitter fest?
    5. einflugloch einengen?
    6. wie schaffe ich es, dass der schnee draussen bleibt? die stehen ja fast auf dem boden und da weht ziemlich der wind...incl. schnee...


    danke für die tips!

  • Moin Sascha,


    Sascha schrieb:

    1. den deckel direkt auf den unteren rahmen oder einen leeren darüber lassen?

    Keine Ahmung was Du meinst. Der Deckel kommt auf die oberste Zarge und bei mir bleibt auch die Acrylplatte drin. Regenablauf nach rechts und links, nicht auf's Flugloch.

    Zitat

    2. die abdeckung über das gutter unten legen oder offen lassen?

    Bodenabdeckung kannste direkt entsorgen. Die braucht kein Mensch und die Biene schon garnicht.

    Zitat

    3. anflugbrett ab?

    Weg damit! Verlängert nur den Einlaufweg und zwingt zum Über-Kopf-Klettern. Ab und gut. Hab' mich und meine Bienen viel zu lange damit gequält.

    Zitat

    4. wie mache ich da das mäusegitter fest?

    Das wird in den Flugschlitz (wie Lothar das nennt und es hier auch gut paßt :wink: ) reingeschoben, so, daß die ganzen offenen Maschen unten sind und der Winkel nach oben steht.

    Zitat

    5. einflugloch einengen?

    Nein, nicht wenn sie nicht mehr fliegen. Nur solange noch ernste Räubereigefahr ist.

    Zitat


    6. wie schaffe ich es, dass der schnee draussen bleibt?

    Das ist egal. Auch dick eingeschneite Kisten mit verwehten Fluglöchern (-bzw. -schlitzen) haben super Überwinterungsergebnisse, weil der Schnee da ja erst weg ist, wenn der Schnee auch wirklich weg ist.

    Zitat

    die stehen ja fast auf dem boden und da weht ziemlich der wind...incl. schnee...

    Ja, wo sollten sie denn sonst stehen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry!
    Wenn Du die Einlagen wegwirfst, wie bekommst du denn die Böden "dicht" für die AS-Behandlung? Wenn Du nen guten Tip hast, immer her damit, diese Quälerei mit Beute auseinandernehmen und dann noch den Boden ausfegen, damit man keine Bienen zerquetscht ist nämlich echt ätzend und ich hatte schon drüber nachgedacht einfach eine Sperrholzplatte duch den Flugschlitz rein zu scheiben.

  • Hi Boris,


    gar nicht.
    Und das ist nicht weiter schlimm.
    Die Segeberger-und auch viele andere Beutensysteme- sind so gebaut, daß die Schublade unter das Gitter geschoben bzw. gehängt wird.
    Und zwar von hinten außen.
    Das bisschen Luft, das da zwischen Gitter und Schublade entweicht, schmälert den Behandlungserfolg nur marginal.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • He Michael,


    Du hast da vollkommen Recht. Ich hätte ganz genauso geantwortet.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dann habe ich vielleicht einen etwas sehr alten Boden. Von Schublade ist da nichts zu sehen!!! Werde gleich mal im Netz mir die diversen Böden anschauen. Danke für die Antwort!

  • Boris2 ,
    bei meinen Kunststoffbeuten (zur Zeit nicht in Benutzung) habe ich einfach eine Pappe mit weissem Papier beklebt und unter das Gitte geschoben. Für die Kontrolle während der Behandlung war das vollkommen ausreichend.
    Je nachdem kannst Du aber für das entsprechende Geld auch einen Boden kaufen.
    2B


    Henry schrieb:
    Zitat

    3. anflugbrett ab?

    Weg damit! Verlängert nur den Einlaufweg und zwingt zum Über-Kopf-Klettern. Ab und gut. Hab' mich und meine Bienen viel zu lange damit gequält.


    Hallo Henry,
    kannst Du das mal genauer erklären? Ich dachte immer das Anflugbrett hat eher eine erleichtende Funktion. Also wenn bei uns Tracht ist, kann es gar nicht gross genug sein. Denn dann lassen die sich schon weit vor dem Flugloch auf den Boden/Brett fallen und laufen in den Stock. Wie machst Du das mit der Fluglochbeobachtung?
    Danke Tobi

    Das Leben ist viel zu bunt um es nur in schwarz-weiss zu sehen !

  • Moin ToBee,


    es geht ja wohl um das Okinal-Anflugbrett zum Anstecken an die Segeberger Böden. Das Flugloch (wegen mir auch -schlitz) geht dabei nicht bündig auf dieses Brettchen über und die Zapfen rotten innerhalb zweier Winter weg. Dieses Ansteckbrett ist - um da garkeinen Zweifel aufkommen zu lassen - schlicht eine Fehlkonstruktion und unsinnig.


    Beobachte die Bienen!


    Kommen die schwerbeladen zurück und etwas zu tief rein, dann landen die im Grase oder dem Boden vor der Beute. Sie können nun aber nicht einfach loserennen und ins Volk rein, sondern die müssen entweder nochmal starten und neu anfliegen oder die müssen bis zu Beute und dann kopfüber unter dem Flugbrett hangeln und dann 180° rum und dann erst rein.


    Beim Abkehren das selbe Problem. Da hängen dann 1356 abgekehrte oder geschüttelte Bienen unterhalb des Brettchens und erwarten den Tod in der eisigkalten Nacht, weil sie den Weg ins Volk nicht finden.


    Ich habe deshalb (und der Tipp kam aus dem Forum) radikal alle Anflugbretter abrasiert und weggelassen. Jetzt haben die Beuten auch wieder ein 50*50-Maß und der Mäher bleibt auch nicht mehr hängen. Stattdessen lege ich dort wo die Völker in der Wiese stehen Viertelbäume davor. Auch die Beuten auf Böcken oder Paletten haben keinerlei Ansteckbrett mehr. Da landen die Bienen auf dem Palettenbrett oder der Keilbohle.


    Fluglochbeobachtung geht dennoch. Man mun nur etwas in den Schlitz hineinsehen. Wespenräuberei außenrum nimmt zu, weil die Wächter nicht mehr draußen stehen und abschreckend zu sehen sind. Im Flugschlitz steht dann aber die Abwehr in Zweierreihen oben und unten, Schulter an Schulter und die gucken schon so aggressiv und gereizt ... Da kommt keine durch und die Hornisse kann die Wächter nicht wegfangen. Die warten ja geschützt weiter drinnen.


    Das entscheidende Argument damals war: Welcher Baum hat ein Flugbrett?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Henry,


    zugegeben:
    Bei meinen Segebergern hatte ich auch die Version ohne Anflugbrett.
    Dann habe ich aber die Anflugbretter à la Br. Adam und Toyotafan entdeckt.
    Und die sind mir sehr sympatisch.
    Sie sind ja eine ganze Flugfront breit und gehen dann im 45°-Winkel nach unten, so daß eine Landebahn von 55 x 30 cm entsteht, die fast bis zum Boden reicht.
    Da fliegt kaum eine Biene beim Landeanflug vorbei, und auch beim Abkeheren oder EWK-Auflösen passen eine ganze Menge davon drauf.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael schrieb:

    Dann habe ich aber die Anflugbretter à la Br. Adam und Toyotafan entdeckt.


    Moin Michael,


    ich hab die Viertelbäume. Der Effekt ist genau der gleiche. An den hoch stehenden Beuten gibt es entweder nix oder auch dieses lange Anflugbrett. Ich nehm' Keilbohlen dafür. Imprägniert und billig.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    dass die Anflugbretter zum Anstecken für die Tonne sind, da gebe ich Dir vollkommen recht. Bei meinen Kunstoffböden ist das Anflugfbrett fester Bestandteil, also nix zum Anstecken.
    Zusätzlich habe ich auch noch ein Brett davor, ähnlich wie Michael, dann fallen die erst gar nicht auf den Boden. Und selbst wenn, dann können sie auf dem Brett problemlos zum Flugloch krabbeln.Selbst bei meinen Aussenständen haben meine Bienen eine "Landebahn".
    Aber Du hast ja hier auch eine Lösung (Palette/Viertelbaumstämme).
    Das kam halt eben nicht ganz rüber. ;)
    Grüße
    ToBee

    Das Leben ist viel zu bunt um es nur in schwarz-weiss zu sehen !

  • ToBee schrieb:

    dass die Anflugbretter zum Anstecken für die Tonne sind, da gebe ich Dir vollkommen recht.


    Nada Hammerjawidder: Einigkeit und Recht und Frahaheit. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bei meinen Segebergern hatte ich auch die Version ohne Anflugbrett. Dann habe ich aber die Anflugbretter à la Br. Adam und Toyotafan entdeckt.
    Und die sind mir sehr sympatisch.
    Sie sind ja eine ganze Flugfront breit und gehen dann im 45°-Winkel nach unten, so daß eine Landebahn von 55 x 30 cm entsteht, die fast bis zum Boden reicht....


    Hallo Michael, und die passen zu den Segeberger? Wo hast die den her? Habe auch das doofe Ansteck-Flugbrett und das bringt nix :evil: Suche nun auch nach einer alternative.