Meinung ist gefragt.

  • Einen wunderschönen guten Nachmittag, an diesem wunderschönen guten Nachmittag, die 2-te :D


    Auszug aus dem aktuellen Katalog vom Fritz, Seite 55 : Arbeiten am Bienenvolk.


    Verdunsterwanne für Ameisensäure mit Aluauflagegitter, 340x340x55 mm, besonderst geignet für hohe Unterböden.
    Behandlungsverfahren im Bieneninstitut Oberursel getestet.
    Anwendung: Die Wanne wird mit 3 Ltr. 15%iger Ameisensäure gefüllt, das Bodenlüftungsgitter durch eine Platte abgedeckt und darauf die Wanne mit der Ameisensäure gestellt.
    Das Flugloch bleibt normal geöffnet.
    Die Anwendung sollte direkt nach der letzten Honigernte erfolgen.
    Bei normaler Ausentemperatur verdunsten die 3 Ltr. in ca. 4-6 Wochen.
    so das ein Langzeiterfolg garantiert ist.
    Die Wanne kann mit einem Holzschwimmer auch als Futterwanne oder zur Kontrolle des Varroa.Totenfalles verwendet werden.


    Wer macht das so und kann hier mal seine Erfahrung kundtut.
    Glaubt Ihr das das hift?
    Lüget den Liebig u.s.w. die eine höhere Konzentration der Ameisensäure angeben?


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,


    Oberursel gibt zur selben Zeit von oben Majoran-Öl!
    das fehlt in dieser Anleitung!


    Wenn man Oberursel glauben darf, dann schädigt ihre Methode die Brut nicht!


    ich selber habe das aber noch nicht getestet!


    Bei hohen AS Konzentrationen hat man ja das Problem, daß die Brut insbesondere aber die offene Brut mehr oder weniger geschädigt wird!


    Auch Bienen werden geschädigt, wenn man mit der Konzentration hoch fährt!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • warum nehmen die dafür Alu? da frißt doch Sauerteig schon in ein paar Tagen ein Loch rein, sogar die Säure von Blaubeeren reicht schon für Fraßstellen.

  • Hallo
    Ich seh da nix grundsätzlich Neues an dem Verfahren. Varroazid wirkt immer die Konzentration der AS Dämpfe in der Stockluft und nicht die Konzentration der Säure, die man in den wie auch immer gearteten Verdunster kippt. Wenn man nach Liebig mit 85% AS über eine Fläche von ca. 15*15cm2 verdunstet kann man etwa die gleiche Konzentration erreichen wie mit der 34*34cm2 Riesenschüssel (überschläglich, ohne Berücksichtigung der Oberflächenstruktur).
    Die 15% AS ist vielleicht imkerschonender, aber bestimmt nicht brutschonender als 85%.
    Ich meine auch, daß wir ein neues Applikationsverfahren für die AS so nötig brauchen wie einen Kropf. Damit verwirrt man blos die Anfänger.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo Mitstreiter,


    das Verfahren ist absolut nicht neu.
    Oberursel geht damit schon Jahre hausieren.
    Die hessischen Kollegen können sich sich an den Großversuch von vor einigen Jahren erinnern.
    Eigentlicher Hauptbestandteil der Bekäpfungsmaßmahme war tatsächlich das Majoranöl, wie Toyotafan schon schreibt.
    Es sollte die Varroen verwirren, so daß sie danach den Weg in die freien Zellen nicht mehr finden.
    Die Ameisensäure sollte sie dann töten, wenn sie hineinpurzelten.
    Ich nehme an, das Verfahren wurde wegen der Kompliziertheit der Anwendung und der nachträglichen Umbauten an den Beuten nicht mehr weiter verfolgt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :D


    Warum wird es dann noch im Imkerreikatalog angeprießen ?
    Ich habe nicht zufällig gefragt, sondern weil ich einem Imker die Völker begutachtet habe und Ihn wirklich nicht sehr lieb geantwortet hatte als er mir seine Varroabehandlung erzählte :oops: 
    Ich konnte es nicht glauben, er hat dann bei Fritz angerufen und dann Oberursel und hat mit dem Professor gesprochen, die wiederum sagten Ihm, das es geht.
    Nur von Majoranöl haben die nichts erzählt. :evil::evil: 
    Seine Völker hatten weniger Brut und Bienen wie meine Minis und was war noch :o kann man sich ja denken :cry: die Völker waren Varroa.- und Ameisensäure geschädigt, die Ameisensäurebegasung hat bewirkt das die Königinnen nicht mehr legten( und das wo Sie doch dringent Winterbienen produzieren müssten) und nachdem die Schalen entfernt waren freuten sich die Varroas über die neue Brut :x .
    Ich habe Ihm klipp und klar gesagt , das ich Ihm nicht garantieren kann das die Bienen über den Winter kommen.


    Ich finde das eine RIESEN SAUEREI, wie viele Imker lesen das und denken: Hey toll, einfach und Zeitsparend und im Frühjahr sind die Bienen tot. :cry:


    Dann fragt sich doch jeder warum, ich habe doch behandelt, der böse Nachbarimker wahrscheinlich nicht und ich hatte Re-infektion.
    Müssen die das machen, es geht doch um lebende Tiere , brauchen die so eine Daseinsberechtigung, das das in Kauf genommen wird :evil:


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike