Abschätzen der Volksstärke anhand der Flugfrequenz möglich ?

  • Hallo


    Werde erst mit dem Imkern anfangen, habe aber eine Frage über die ich mir schon länger Gedanken mache.


    Ist es möglich anhand der Anzahl der reinkommenden Bienen am Flugloch die Stärke des Volkes zu schätzen. Sind ca. 60 Bienen in der Minute gewesen.


    Auf den Waben nachsehen geht nicht da es verwilderte Bienen sind. Als Zuhause haben sie sich einen Hohlraum in einer Hausmauer ausgesucht. Die sind wirklich erfolgreich, denn die leben dort schon so 10 – 15 Jahre. Haben immer Lindenblütenhonig. 6 Bäume direkt form Flugloch :o .


    Grüße
    Josef

    Seit 6. April 2007 3 Carnica Völker auf Einheitsmaß im Kaltbau.

  • ich denke, das kann man nur vergleichend einschätzen,
    wenn ich 2 völker. gleicher rasse und in gleicher beute habe, kann ich um 3 uhr mittags (manche völker sind nämlich morgens früher unterwegs als andere) schon ungefähr sehen, welches stärker ist,


    Wenn man allerdings kein vergleichscolk hat, wie bei dir dürfte eine exakte bestimmung unmöglich sein


    hab das mal heute mittag nur für dich an meinen bienen nachgeschaut


    60 bienen pro minute sind es bei mir mindestens, jedoch weis ich ja nicht, wie groß dein flugloch ist


    kommt natürlich auf das wetter auch an,
    denke mit 60 pro minute brauchst du dir keien sorgen zu machen



    Noch ne frage zu deinen Wildbienen, wenns erlaubt ist,
    bist du dir sicher, das das 15 jahre lang die gleichen bienen sind?
    in zeiten von varroa, und das ohne behandlung, kann ich mir das nicht vorstellen, das wildbienen, das 15 jahre lang überstehen,
    auch müssten die bienen aus 15 jahre alten waben doch winzig sein, da die wabe ja durch mehrere bebrütung immer kleiner wird
    und es müssten doch ziemliche stecher sein, wenn die sich immer selbst ne königin gezogen haben ?


    Kann es nicht eher sein, das da immer wieder nen schwarm rein ist?

  • Hallo


    1. Also das Fluglich ist ca. 2 x 6 cm groß.
    2. Ob es immer die gleichen Bienen sind ist nur eine Vermutung.
    Aber mir ist kein Jahr bekannt wo da nicht Bienen drinnen waren.
    Es währe auch ein großer Zufall dass da jedes Jahr eine neuer Schwarm einzieht. Ist ein Siedlungsbebiet und da gibt es nicht so viele Imker, kenne nur einen und der hat erst seit 3 Jahren Bienen. Das Flugloch ist jedenfalls schwarz umrandet (Verschmutzt oder so). Übrigens kann man die Bienen gut beobachten denn direkt darüber ist ein Fenster. Stecher sind sie auch nicht, man kann denen bei offenem Fenster zusehen ohne dass sie sich gestöhrt fühlen. Wegen Varroa, das wundert mich auch. Wetter 25 Grad, 3. September, 15 Uhr und bewölkt.

    Seit 6. April 2007 3 Carnica Völker auf Einheitsmaß im Kaltbau.

  • Hallo Forum!



    Charlie-Brown schrieb:

    (...) die leben dort schon so 10 – 15 Jahre (...)


    Matthias Wohnsiedler schrieb:

    (...)kann ich mir das nicht vorstellen, das wildbienen, das 15 jahre lang überstehen,(...)


    Charlie-Brown schrieb:

    (...) und da gibt es nicht so viele Imker (...)



    Bernhard

  • Zitat

    Es währe auch ein großer Zufall dass da jedes Jahr eine neuer Schwarm einzieht.


    Nein, wäre es nicht. Ich kenne auch einige solche Bienennester in altem Gemäuer mit vielen Löchern. Und dort ziehen Jahr für Jahr in die selben Löcher Schwärme ein - zogen, müsste ich sagen, denn diesen Sommer wurde das Gebäude renoviert und alles zugemacht.
    Die Arbeiter baten mich, was gegen die Bienen zu unternehmen, da sie ständig gestochen wurden. Ich entfernte ein Volk und drei Tage später waren die Arbeiter wieder da und erzählten, es sei schon wieder ein Bienenvolk in dem Loch. Und es war definitiv ein neuer Schwarm, der die Behausung gleich wieder besiedelt hatte.


    lg, Stefan

  • gazdin schrieb:

    (...) Und dort ziehen Jahr für Jahr in die selben Löcher Schwärme ein (...)


    Ich frage mich immer wo die Bienenschwärme alle herkommen, bei all den schwarmträgen Zuchtbienen und den ganzen imkerlichen Schwarmverhinderungsmaßnahmen?! :lol::lol::lol:


    Bernhard

  • Moin Bernhard,


    es gibt immernoch genug Leute, die sich jedes Jahr wieder Bienen in den Garten stellen und ihnen nur zusehen. Manche finden das toll. Andere bemühen sich vergeblich und geben irgendwann auf. Schwärme gibt es immer wieder und Schwarmhöhlen, so sie noch nocht von anderen gefunden wurden, sind immer magnetisch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    Ich werde das über den Winter genau beobachten.
    Binn gespannt ob da im März schon welche fliegen.


    Grüße
    Josef

    Seit 6. April 2007 3 Carnica Völker auf Einheitsmaß im Kaltbau.

  • Moin Josef,


    im ersten Winter geht kein halbwegs gut versorgter Schwarm an Varrose ein. Erst im zweiten. Beobachte länger.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    nee, ein ausgebüxter Schwarm geht schon im Herbst ein an Räuberei!
    Meine Beobachtung von vor drei Jahren.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Uwe,
    mag sein, das einige Schwärme ausserhalb des Einflusses von Imkern überleben.
    Dieser, den ich einfangen sollte, aber weil ich spät Feierabend hatte und nicht rechtzeitig da war, schon in einem hohlen Apfelbaum eingezogen war,
    ist definitiv ausgeraubt worden.
    was sollte ich dagegen auch tuen?
    Die zwei Fluglöcher (Astlöcher) einengen?
    Da blieb doch nur die Hoffnung, das das Völk nicht krank war und nicht allzuviele Varroen verschleppt wurden.
    Aber berichtet ruhig von "wilden" Völkern, die länger überlebt haben!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.