Wie groß muß ein Flugloch sein?

  • Hallöli,
    nachdem ich jetzt zum X-ten Mal die letzten Wochen mit auf-Bienenbreite-verkleinerten Fluglöchern lebe (danke, liebe Wespen, alle Jahre wieder :evil: ), frage ich mich, warum ich bei offenen Gitterböden eigentlich überhaupt noch Fluglöcher über die ganze Breite habe.....
    Was spricht dagegen, von Anfang an nur sehr kleine Fluglöcher zu haben, sagen wir 2-5cm?
    Wohlgemerkt, bei offenen Gitterböden.
    Bei geschlossenen Böden wäre das etwas sehr wenig, schon wegen der Ventilation, könnte ich mir denken.
    Natürlich verursacht das Staus vorm Flugloch, aber andererseits ist das gegen Wespen und Räubereien doch ganz erheblich wirkungsvoller.


    Eure Meinung?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    So kleine Löcher reichen im Sommer überhaupt nicht aus.
    Das gibt Staus ohne Ende und Zeit ist Honig :lol:


    Denke doch mal an die Kisten mit kleinen Löchern die
    manche für Räuberbienen aufstellen.


    Nein wir müssen da flexibel bleiben.


    Gruß Uwe

  • Hallo,
    vor Jahren hat einer einmal vorgeschlagen das Flugloch mit einer Mittelwand zu verschließen, natürlich mit winzigem Flugloch und so groß wie sie es dann ausnagen wäre es richtig. Bedenken müsste man noch, dass bei einem Stau Hornissen und Wespen zur Selbstbedienung aufgefordert werden.


    Gruß Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hi Sabine,


    Die Idee ist an sich gut.
    allerdings, ist Dir schon mal aufgefallen, daß Bienen über die Bodengitter ventilieren?
    Mir noch nicht.
    Im Gegenteil, selbst in der heißesten Sommerhitze wird über Flugloch, Anflugbrett und Stirnwand gefächelt.
    Das Bodengitter wird eher als Entlüftung denn als Belüftung benutzt.
    Und dann, wie oben gesagt, der Stau bei Volltracht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Zusammen,
    wer hat denn noch an seinen Beuten FlugLÖCHER ?
    Das was wir haben sind doch FlugSPALTEN !
    Diese soll man auch nicht in der Breite verkleinern, sondern in der Höhe.
    Kleine Flugspalten über wenige Wabengassen reichend verursachen kleinere Völker, weil diese jetzt ihren Wintersitz danach einrichten.
    Der wird nicht nur nach verfügbarem Raumangebot angelegt, sondern auch nach Belüftungsmöglichkeit.
    Einfach mal vergleichen, zwei gleichstarke Völker einwintern, eins mit
    großer Flugspalte, eins mit verengter Flugspalte.
    Den ganzen Sommer über mit kleiner Flugspalte:
    Wie in oberen Beiträgen schon erwähnt, Staus und schlechte Versorgung mit Frischluft.
    Obwohl dann die Völker auch wiederum schwächer sind und das sich ausgleichen wird.
    Was jetzt Probleme bereitet sind Räuber,Wespen; demnächst Mäuse und Spitzmäuse.
    Räuber: herausfinden, wer es ist und füttern, das lenkt ab.
    Wespen: Hoffentlich gehen die bald ans Fallobst und verbleiben dort!
    Mäuse: Untergestelle der Beuten so bauen, das die Beuten etwas überstehen.
    Das erschwert das Hochklettern.
    Untergestelle so hoch, das die Mäuse darunter keinen Unterschlupf finden.
    Als ich die ersten Gestelle für Beuten baute, hat man mir gleich gesagt,
    da muss eine Katze bequem unterherlaufen können, sonst hast Du da Mäuse.
    Obwohl der Rat nicht von einem Imker stammte, habe ich das so gemacht.
    Ein Mäusenest hatte ich nur einmal im Kasten.
    Das Volk saß aber oben.
    Rechtzeitig runtergesetzt, hätte es die Maus nicht geschafft sich dort einzurichten.
    Ach so, Mäusegitter habe ich auch noch zusätzlich.
    Man weiß ja nie...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    (...) Kleine Flugspalten über wenige Wabengassen reichend verursachen kleinere Völker (...)


    -> Ah-Ha-Effekt!

  • Lothar schrieb:

    Kleine Flugspalten über wenige Wabengassen reichend verursachen kleinere Völker, weil diese jetzt ihren Wintersitz danach einrichten.


    Moin Lothar,


    das stimmt nicht. Bei meinen Völkern sind die Fluglöcher jetzt seit der Linde auf 4 Finger eingeengt, gegen Räuberei. Das muß ich jeden Herbst so machen. Es gibt keinen Unterschied zu Völkern, die in der Breite nicht eingeengt werden müssen, weil sie ganz einzeln ound weit ab stehen. Und für Warmbau greift Deine Erklärung ohnehin nicht.


    Ich beobachte vielmehr, daß die Position des eingengten Flugloches für die Überwinterung (Position A des Zehrweges :wink: ) entscheident ist. Ein Flugloch am Rand führt zu einem Brutnest in seiner Nähe und damit dazu, daß die Zehrung unsymetrisch abläuft, weil die Bienen den jeweils verbleibenden Vorrat neben und über sich haben. Es hat sich bewährt. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    eben, der Unterschied zwischen Quer- und Längsbau.
    Flugloch bei Querbau seitlich angelegt erzeugt "indirekten" Längsbau.
    Das gleicht die Nachteile aus.
    Wenn Du die Flugspalte (habe immer noch keine Löcher :wink: ) bei Querbau mittig einengst, geht das auf die Volksstärke, weil sie ihren Wintersitz kleiner anlegen und dementsprechend ein kleineres Brutnest im Frühjahr anlegen.
    Bei Längsbau gilt je breiter die Flugspalte je stärker das Volk.
    Sie brauchen nämlich viel frische Luft.
    Auch wenn ich bei einem "Altmeister" mal was anderes gelesen habe.
    ("Der Bien braucht verdammt wenig Luft.")
    Dem entsprechend wird bei mir nur die Höhe auf "Mausesicher" verengt, nicht die Breite.
    Hin und wieder wird diese von den Bienen mit Propolis verengt.
    Aber dann lasse ich sie gewähren.
    Sie wissen selbst besser, was gut für sie ist.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
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