Kristallisierter Honig als Winterfutter?

  • Mal wieder ne blöde Frage: wir haben bei einem unserer Völker wohl etwas sehr lange mit abernten gewartet - jedenfalls geht der 'Honig nicht mehr aus den Waben raus, da er bereits kristallisiert ist (kein Melizitose und auch kein Raps, ich vermute einen hohen Anteil Linde :roll: ). Tja, was nu? Meine Idee war, das einfach als Winterfutter drin zu lassen und eben nur noch wenig zuzfüttern (mengenmäßig müsste es locker reichen...) Aber irgendwie bin ich doch im Zweifel, ob das so tut. Was meint ihr??

  • Moin Soni,


    mein Lindenhonig ist noch immer nicht fest, der macht nicht mal Anstalten. Meine Sommerblüte vom 4. Juli ist gerade ganz langsam am kommen bei 15°C im Kühlhaus. Wenn Du also jetzt schon festen Honig in den Waben hast, was wird damit um Weihnachten sein?


    Ich würde die Waben wenn möglich an den Rand geben und leere in die Mitte. Erstens ergibt das vielleicht nochmal Bißl Brut und zweitens kommt dann das zusätzlich zu gebende Futter, welches zuerst aufgezeert wird, schön oben in die Mitte in den Bienensitz. Wenn die Bienen dann im Frühjahr wieder fliegen und Wasser haben, werden sie den kandierten Honig schon irgendwie klar kriegen. Im Winter gehen sie auf solchen Waben womöglich ein. Aber genau kann man's nicht wissen. Es gibt auch verbürgte Überwinterungen auf vergessenem Rapshonig. Aber mir wär' das viel zu riskant.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Imkers,
     
    in unsrer Imker-Landespostille ist die Überwinterung auf Raps als völlig unbedenklich beschrieben worden. Auskristallisierter Honig werde demnach über das auf den Waben befindliche Kondenswasser gelöst. Demnach ist nur der Aschegehalt (Honig abfackeln, gucken, was übrig bleibt) von Bedeutung. Je heller desto weniger Minerakstoffe.##Grüße von Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.