Warum essen die nix?

  • Und wieder ein kleines Rätsel für mich?
    Ich habe vor 5 Tagen je Volk auf 2 Zargen ca. 6 Liter Api-Sirup augesetzt.


    Und die sind immer noch fast ganz drinnen. Regenwetter, ab und zu etwas lockere Bewölkung mit Sonne, aber eher kühl, so 15 - 19 Grad.


    Wie soll ich bis Mitte September die theoretisch notwendigen 20 Ltr. (oder kg?) einfüttern?


    Na gut, da dieses Jahr alles etwas später (erste Wärem) und manches etwas voller (Honigernte) ausgefallen ist, wird es eventuell bis Ende September dauern.


    Oder?


    Harald

  • sabi(e)ne schrieb:

    Wie hast du denn gefüttert?


    Ich habe so ein Deckelfuttertrog für eine aufgesetzte Zarge. Er fasst 8 Liter.


    Harald

  • Probiers mit einer Futterspur, also etwas zum Naschen für die Kleinen geben. Einmal angefüttert, wollen sie meistens mehr und gehen der Quelle auf den Grund, Futtersirup hat kaum einen Eigengeruch. Ich habe auch ein Volk, das steht seit mehreren Tagen auf Diät, vielleicht wird es besser, wenn es wärmer wird.


    Gruß
    Simon

  • sabi(e)ne schrieb:

    Hast du ihnen eine Spur da hinein gelegt?


    Einzelne Bienen sind unterwegs. Ich hoffe die legen die Spur.


    Ich wusste nicht, dass die so spurlos sein können. Bisher waren sie enorm neugierig mir gegenüber. Sogar mit Stachel. Aber wie. Seit letztem Jahr. Da ich enormen Respekt habe, bin ich noch nicht zum Austuaschen der Königin übergegangen. Du kannst dir nicht vorstellen (oder vielleicht doch), was das für ein Kampf ist. Alleine das Wabenziehen.


    Ich hoffe auf wärmere Tage hier im Nordschwarzwald. Ab dem Wochenende?


    Harald

  • Moin Harald,


    das passiert immer wieder, ganz besonders bei neuen Futtertrögen und bei kühlem Wetter, wenn die Bienen nicht nach oben und an die Ränder gehen. Wenn Du eine Futterspur legst, nimm am besten Honig aus einer andern Tracht als der letzten und pinsel bißchen großflächig in den Aufstiegen oder an den Rändern rum. Wichtig und zwar wirklich oberwichtig ist, daß kein Futter durchläuft, was bei offenen Böden doch sehr leicht passieren kann. Sonst finden andere Bienen, die ja suchen, die Völker mit Futter eher, als die selber merken, daß sie was haben.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Servus!


    Immer wieder sind auch einzelne Völker dabei, die bei der Futterabnahme aus zunächst unerfindlichen Gründen kaum was abnehmen oder nur sehr langsam. Diese gehen meist über den Winter ein. Wenn ich so ein Volk am Stand habe, löse ich es i.d.R auf durch Vereinigung mit dem Nachbarn.


    Schöne grüße, Reinhard

    Wanderimkerei, Nebenerwerb mit derzeit ca. 50 Wirtschaftsvölkern, mehr oder weniger Carnica-Landmädels, nur Standbegattung, Langstroth-Flachzargen in Brut- und Honigraum. imkere seit 1987.

  • Friß oder stirb?


    Das's mir jeds zu budrahl! Da kamma doch was machen! Manchmal hilft etwas Honigduft oder etwas Wasser zur besseren Aufnahme. Auch Spätfinder kommen gut durch den Winter, wenn sie das Futter nur nicht fanden. Wenn sie schon im Herbst so frieren, daß sie's nicht erreichen können, dann sind sie zu schwach. Dann hilft nur vereinigen - keine Frage.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Morgen zusammen,
    Völker, die kein Futter aufnehmen oder nur wenig, sind oft von der Varroa schon so geschwächt, dass Sie über den Winter eingehen.
    Für mich ist dies ein untrüglicher Indikator (Verweigerung der Futteraufnahme) in 80 bis 90% aller Fälle, dass hier die Varroa im Spiele ist.
    Gruss Simon

  • Simon Angerpointner schrieb:

    Morgen zusammen,
    Völker, die kein Futter aufnehmen oder nur wenig, sind oft von der Varroa schon so geschwächt, dass Sie über den Winter eingehen.
    Für mich ist dies ein untrüglicher Indikator (Verweigerung der Futteraufnahme) in 80 bis 90% aller Fälle, dass hier die Varroa im Spiele ist.
    Gruss Simon


    Habe sowohl Augenschein genommen, wie Windel geschaut. (Fast) keine Milben.
    Vor dem Einfüttern habe ich eine Behandlung mit AS durchgeführt. Danach kaum Milbenfall.


    Es ist auch nicht so, dass die Völker von der Bienenzahl schwach wären und einzelne Binene finden schon den Weg ins Futter.


    Könnte doch auch sein, dass die sich mit der Waldtracht dermaßen abgekämpft und müd gefressen haben, dass sie noch etwas lahm sind.
    Ab heute wird es wärmer bei uns. Mal sehen, was Sache wird.


    Die haben noch kein Lust. Odr?
    Zum Glück ist der September noch lang und manchmal schön warm.


    Harald

  • Zitat

    Völker, die kein Futter aufnehmen oder nur wenig, sind oft von der Varroa schon so geschwächt

    etc. etc. etc.


    na mal langsam...


    schwache Völker erkennst Du nicht erst beim Einfüttern. 8)


    Ich hatte gerade bei solcher kühlen Witterung wie in den letzten Tagen schon oft prallvolle, dicke, prächtige Ableger, die die Futterabnahme boykottierten, nach einigen Tagen den Hungerstreik ablegten und nach reichlicher Einlagerung bestens über den Winter kamen. Also so einfach ist das nicht mit der Weigerung, Futter abzunehmen.


    Gruß und miträtselnd,


    Eden

  • Zitat

    Zum Glück ist der September noch lang und manchmal schön warm.


    also so wie der letztjährige November war mit reichlich Ackersenf und sogar etwas Winterraps :o hätte ich bis kurz vor Weihnachten füttern können....


    Eden

  • Hallo,
    ich habe im Moment das gleiche Problem. Die KS und Ableger, die ich noch "großfüttern" will, haben seit einigen Tagen die Futterabnahme eingestellt.
    Irgendwie ists denen wohl zu kalt. :wink:


    Die andere Seite: Trotz der kühlen, unangenehmen Witterung fliegen ununterbrochen die "Geisterbienen". Nun weiß ich nicht, ob die wirklich voller Nektar aus dem Springkraut kommen (der denen dann wohl doch besser ansteht, als mein Zuckerwasser :) ), oder ob die vor Kälte und Erschöpfung auf die Anflugbretter plumpsen.
    Es soll ja demnächst wieder schöneres Wetter werden, vielleicht tun die meine Bienchen dann wieder das, was ich von ihnen erwarte... 8)


    Gruß
    Ralph