"Der Wochenendeimker" - geeignetes Anfängerbuch?

  • Werbung

    Moin!


    Man sollte sich nie einem Thema in der Theorie mit nur EINEM Buch nähern. Lieber 2-3 Meinungen querlesen. Ich persönlich missverstehe schnell was und lese es in anderen Worten lieber nochmal nach. Und trotz SACHbuch handelt es sich ja meist auch lediglich um die eine Meinung des Autors.
    Und wirklich nix ersetzt die Praxis und das Gespräch mit richtigen Menschen (hier: Imker).


    Meine ersten drei:
    Der Wochenend-Imker
    Mein Bienenjahr
    und der Schundau (Imkern mit der Segeberger Kunststoffbeute)


    Gruß, Oranje

  • Hallo Zusammen,
    Der "Wochenendimker" steckt meiner Meinung noch in der Zeit,
    "Wir-stellen-vom-Hinterbehandler-zum-Magazin-um-und-machen-erst-mal-weiter-wie-bisher".
    Viele besprochene Sachen stammen nämlich noch aus Hinterbehandlungs-Betriebsweisen.
    Aber die sonstigen Kapitel sind recht brauchbar und informativ.
    Sind aber irgendwie angelehnt an Zander/Böttcher "Haltung und Zucht der Honigbiene", das ich sehr empfehle.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo!


    Als Anfänger hat mir am meisten "Bienen halten" von Franz Lampeitl geholfen. Da hat ein Praktiker für Praktiker geschrieben. Meine Bee-bliothek ist inzwischen ordentlich angewachsen, aber wenn ich schnell eine Info brauch, nehm ich meistens den Lampeitl zur Hand.


    lg, Stefan

  • Ich hab meine Frau gebeten, mir alles über Imkerei aus der Bücherei mitzubringen. Beim "Bienen halten" musste ich erstmal laut lachen:


    Das Titelbild zeigt nämlich genau das: Da hält jemand Bienen (auf dem Rähmchen) :lol:


    Und Du hast Recht: Das Buch ist auch ganz gut zu lesen (ob der Inhalt was taugt soll bitte jemand beurteilen, der Bienen hat)

  • Ein schönes Buch über Bienen. Schon auf Seite 94 geht es endlich wirklich mit der Bienenhaltung los. Und Zwar mit "Frage eins: Verträgt man Bienenstiche". Dann kommt wieder Therie und das man ja alles aufschreiben soll und nur das Magazin gut ist. Das Zandermagazin, versteht sich. Dann geht's aber nun wirklich richtig los. Seite 103 "Durchsicht der Völker" Wie aus heiterem Himmel sind also nach den ganzen Vorbetrachtungen und Standortauswahl plötzlich im Herbste Völker da, zum durchsehen. :wink: Woher und wie bleibt unklar. Das nächste Kapitel heißt dann gleich "Auflösen" - na waren vielleicht doch zu viele. :o Fütterung auf Seite 105 Frühjahr Reizfütterung mit der Futtertasche und schwupp sind wir Leser auf Seite 118 bei "Sommermonate Völkerführung" Dazwischen immernoch paar schöne Bilder (wirklich schön, ganz im Ernst) Dann Zucht und Ablegerpflege, Vergiftung, Wanderung und schon (Seite 137) Tracht und Trachtpflanzen. Ja der Krokus und die Himbeeren ... und Schluß. Etwas über Honig, Bienenkrankheiten, 3 Seiten Rechtliches und paar Adressen des Jahres 1994. Das War's. Mehr ist nicht drin, Großzügig geschätzt 40 Seiten üner das "Bienen halten" der Rest zwar ganz interessant aber eben vor allem Bienenbiologie, Statistik (einschlißlich anfängerwesentlicher Betrachungen über Bienenvölkerentwicklung in Deutschland)


    Also kein Buch zum Bienen halten, auch keines über Betriebsweisen oder konkrete Imkerei. Eher ein Buch über Bienen. Ich glaube fast der Lampeitl hat gar keine, oder er macht nichts dran, jedenfalls schreibt er nicht drüber.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Schönen guten Abend ,


    "Bienen halten" von Lampeitl war mein zweites Buch,was ich mir gekauft habe.Wenn man sich allerdings mehr mit Bienen befassen möchte finde ich "Haltung und Zucht der Biene" von Zander & Böttcher nicht schlecht.
    Leider hab ich ne' Auflage von 1982 ,da geht's noch nicht um Varroabehandlung :cry: .Aber ansonsten ist es ein Super Fachbuch.



    Mfg Dennis

    seit 2004 Carnica Mischung , Zandermagazine , Bay. Honigglas , AS und OS , derzeit 12 Völker , Frühtracht , Blüte mit Honigtau & Wald

  • ich hab auch das buch der wochenend imker von weiss, ist ne ausgabe von irgendwas mit 60
    hab es von meinem imkerpaten,
    ist aber echt nur fürs einlesen geeignet, nicht für praktische imkern,
    und es fehlt eben varroa


    auch wird in dem buch in nem monat mehr umgehängt als ich im ganzen jahr, ist mir etwas suspekt

  • Hallo zusammen,


    als ich vor 5 Jahren mit der Imkerei anfing (oder besser gesagt mit der Theorie!) waren meine ersten Bücher 'Einfach Imkern' von Liebig und 'Bienen halten' von Lampeitl. Beide Bücher kann ich immer noch empfehlen. Und dann möchte ich noch 'Imkern mit dem Magazin' von Pfefferle lobend erwähnen. Ich habe das Buch inzwischen mehrfach gelesen und immer noch neue Aspekte gefunden. Nur die Varroabehandlung ist da nicht mehr aktuell.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • :lol: Wir können ja mal mit unserem geballten Forumswissen DAS Imkerbuch für Anfänger schreiben.
    Aber wahrscheinlich würden wir uns die Köpfe einschlagen aufgrund der verschiedenen Betriebsweisen statt ein Buch zustande zu bringen. :roll::wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Vorsicht, Jungs,


    beim Pfefferle. Der ist ein Spättrachtimker ohne Absperrgitter. Wer dessen Betriebsweise in Raps- oder Frühtrachtgebieten versucht, geht gnadenlos baden, weil er weder den Schwarmtrieb in den Griff kriegt noch den verzettelten Rapshonig raus. Außerdem erntet Pfefferle nur aus bebrüteten Waben und hält die Völker bis in den Herbst in Aufwärtsbewegung um Bienenmasse zu erzeugen oder zu erhalten. Sowas geht schief in Gegenden in denen am 15. Juli Schicht ist im Schacht.


    Aber ich will gerne zugeben, daß sich das Buch sehr leicht und anschaulich liest und das es sehr chronologisch aufgebaut ist. Man muß es halt lesen wie die Beschreibung einer anderen Imkerei und deshalb heißt es ja auch nicht "imkern im Magazin" sonder "Unser Imkern mit dem Magazin". So imkert der Pfefferle und das merkt man ihm im Gegensatz zum Lampeitl an. Der ist Praktiker. Ich imkere anders und Sabi(e)ne sowieso und Fraz-Xaver sicher auch und von Johannes ganz zu schweigen von Reiner, Rainer und Bernhard (also wenn man das da imkern nennt :wink: ) und genauso verstanden, also nicht als Anfänger-Anleitung ist das Buch wirklich gut. Gelesen haben muß man das auf jeden Fall. Eigentlich sollte es sogar im Schrank stehen. Besser noch am Bett, gerade wo doch der Winter jetzt kommt und auf jeder Seite beim Pfefferle irgendwie erweitert, zugehängt und vergößert wird. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also, keine Frage, dass der Lampeitl nicht perfekt ist. Aber wir reden hier von einem Buch für einen Anfänger. Ich mochte es, weil es mir einen Einblick in die Welt der Biene und der Bienenhaltung gab, ohne mich gleich mit allen Details und Raffinessen der Bienenzucht zu erschlagen.
    Das zweite Buch war - auf Empfehlung eines erfahreneren Imkers - der Wochenendimker. Ich hab's angelesen und weggelegt; viel später dann zur Gänze gelesen und wieder weggelegt.
    Und als (autodidakter) Anfänger ohne anderen Imker an der Seite, war mir selbst der Lampeitl manchmal eine Spur zu hoch. Zum Kennenlernen reichte er aber allemal.
    Und dass sich die Bücher mit der Zeit wie die Völker vermehrten, war ein natürlicher Prozess.

  • Hallo Henry,


    ich gebe Dir natürlich Recht. Aber ich übertrage ja den Inhalt eines Buches nicht 1 zu 1 auf meine eigene Imkerei. Anders als Pfefferle imkere ich zeitweise mit Absperrgitter und ernte definitiv keinen Honig aus bebrüteten Waben. Ansonsten hat mir das Buch aber jede Menge wertvolle Hinweise gegeben. Meine eigene Meinung bilde ich mir aber trotzdem.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)