Europ. und asiat. Honigbiene

  • War gerade im Türkeiurlaub (obwohl ich da nie hin wollte).
    Selbst da hab ich städig nach den "Mädels" gesucht. Besonders Palmen- und Bananenblüten wurden besucht (sonst blühte ja nicht viel).
    Dabei kam mir folgende Frage: Wie und Wo verlaufen eigentlich die Ausbreitungsgebiete der europ. und asiat. Honigbiene?
    Gruß Peter

  • Hallo,
    soweit ich es in Erinnerung habe, liegt die Grenze ungefähr von West-Sibirien über Kasachstan und Pakistan nach Indien runter.
    In der Türkei hat es noch A.m. anatolica und in Ägypten noch A.m. fasciata.
    Über Arabien und Persien weiß ich nix.
    Hilft das? :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    die östlichste der westlichen Hongibienen ( :D ) ist die A.m. meda im Osten Irans (bis nach Kurdistan). Die natürliche Grneze der Verbreitung geht durch Afghanistan. In Arabien gibts es ein paar Reliktpopulationen (jemenitica und omanii).


    In der Türkei gibts eben die bodenständige Anatolica (eine sehr wertvole Varietät!) , es wird aber auch viel mit Kaukasiern gemacht und seit einigen Jahren mit Carnica (für mich unverständlich).

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Danke für eure detailierten Angaben.
    Aber sagt bitte, wie verhält es sich mit der Brut- bzw. Körpertemperatur?
    Ist es wie bei unserer carnica, dann hätten die bei ihren klimatischen Bedingungen ganz schön zu lüften.

  • Hallo Zusammen, nicht wie bei unseren Bienen.
    In den Wüstengebieten machen einige Bienenherkünfte sogar eine Sommerpause.
    "Unsere" Carnica hat damit lt. Bretschko Schwierigkeiten.
    Ausserdem gibt es in der Türkei, Iran und Afghanistan sehr strenge Winter.
    Habe erst vor wenigen Monaten meine älteren Winterjacken und Winterkinderkleidung dort hinschicken lassen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin, moin,
    die Brut- und Körpertemperatur ist eigentlich weltweit gleich.
    Ich vermute, Bienis in heißen Regionen werden ihre Tricks haben, wie z.B. Brutpausen in der heißesten Zeit, wie in Arizona, weil da dann auch das Wasser knapp wird.
    Wüstenbienen sind aber aufgrund der hohen Differenz zwischen Tages- und Nachttemperaturen eh ziemlich "elastisch", und dürften sehr feine Regelkreisläufe entwickelt haben.
    Unsere europäische Honigbiene hat sich in Amerika nicht weiter als bis kurz vor Mittelamerika ausbreiten können, sie kommt weiter südlich nicht mit dem Klima klar.
    Umgekehrt hatten die afrikanisierten Bienen wenig Probleme, den Norden zu verkraften.
    (bei denen hat sich die Situation durch die freien Kreuzungen mit den wilden Bienen übrigens doch schon etwas beruhigt, man liebt sie zwar nicht gerade, aber man nutzt sie an etlichen Stellen für die Imkerei, wenn auch mit ziemlichen Aufwand für Stechschutz :wink: )

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    Bruce Springsteen

  • Macht es eigentlich Sinn die Cerana in Europa anzusiedeln?


    Es gibt einige Unterarten die Kälte besser verkraften als unsere heimischen Bienen. z.B apis cerana japonica (Hokkaido) und cerana cerana (primorksij kraj, Russland)


    Die Wirtschaftlichkeit soll aber im vergleich zur mellifera nicht berauschend sein.

  • Nein, macht es nicht.
    Wozu hat die Spezialisierung der einzelnen Unterarten stattgefunden?
    Zur Adaption an lokale Klimata und sonstige spezifische Umweltbedingungen.


    A.m. Unterarten einzukreuzen in der Hoffnung, bestimmte Eigenschaften zu bekommen, kann ich noch verstehen, aber cerana haben meiner Meinung nach hier in Europa nichts zu suchen.

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