Meine erste Varroabehandlung - Totenfall - Mache mir Sorgen!

  • Hallo liebe Leute!


    gestern Abend habe ich meinem Einraumvolk/Zander vorschriftsmäßig mit dem Liebeig-Dispenser 50 ml 85% Ameisensäure aufgesetzt. Heute morgen habe ich auf dem Anflugbrett eine Menge (geschätzt 30) toter Bienen gefunden, mir brach förmlich das Herz. Im Laufe des Tages habe ich dann nur noch ab und zu einzelne tote oder stark schwächelnde Bienen gefunden. Ihr müsst wissen, ich mache diese Sache das erste Mal. Hat das alles so seine Richtigkeit? Ist dieser Totenfall, so leid er mir tut, normal...oder läuft irgendwas falsch. Bitte sagt mir bescheid, ich mache mir sonst Sorgen!


    Vielen Dank
    Markus

  • Moin Markus,


    tote Bienen sind der Beweis, daß Deine AS-Konzentration die auch für Milben tödliche Schwelle wenigstens kurzzeitig erreicht hat. Zu viele tote Bienen zeigen, daß die Schwelle, die für Bienen tödlich ist, länger überschritten wurde. Ich freue mich immer, wenn am Morgen (vor den Wespen) so um die 10-20 Bienen und vor allem Junge draußen liegen. Sind es weniger hab' ich nur kein gutes Gefühl, wenn die Windel weiß blieb, sind es mehr auch nicht, weil mir die Bienen natürlich leid tun. (und wenn die Windel weiß blieb und trotzdem Bienen starben, dann ärgere ich mich, weil ich sie bloß prophylaktisch abgemurkst hab' :cry: )


    Ich nehm' deshalb eben auch keine Langzeitverfahren und auch keine mit Unfallrisiko und Tropfer oder Docht und dergleichen. Und ich nehm' nur 60%ige Säure.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Markus!


    Das Sterben der Bienen nimmt der rational denkende Imker heutzutage hin.


    Damit meine ich nicht nur die paar toten Bienen vor deinem Flugloch, das ist garnichts. Die Imker nehmen für ein paar Kilo mehr Honig auch den totalen Zusammenbruch der Imkerei, das Aussterben der Bienen und die Gefährdung von Menschenleben durch Einmengen von Schädikalien in Nahrungsmitteln hin.


    Geld ist eben alles.


    Jeder Mensch ohne Geschäftssinn wird ein mulmiges Gefühl beim Behandeln bekommen. Kein Wunder: in diesem Moment degradiert sich der Imker zum Krankenpfleger!


    Gute Besserung!


    Bernhard Heuvel


    Henry : deine ständigen Seitenhiebe auf Wespen sind widerlich und entbehren jeder Liebe zur Natur oder dem lebenden Geschöpf! Wespen sind zusammen mit den Ameisen und Hornissen den Bienen nicht unähnlich, daher sollte gerade der Imker diese Lebewesen verstehen und lieben können. Eine Schande ist das! :evil:

  • Hallo Bernhard
    Wie behandelst den Du, oder gehen bei Dir die Milben durch Dein reines Gewissen weg. Lasse bitte Deine Atakken weg, das bringt für alle mehr.
    Peter

  • BernhardHeuvel schrieb:

    Henry : deine ständigen Seitenhiebe auf Wespen sind widerlich ...


    Schön, daß Du mich erziehst, Bernhard,


    das erinnert so an Mammi. Entschuldige, daß ich daruf hin wies, daß man die Toten am Morgen nach der Schlacht zählen muß, nicht erst am nächsten Mittag. Da sind 'se nämlich weg, und der Imker fragt sich dann, ob's gewirkt hat.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Peter.


    Willkommen im Internet. Anders als im dritten Reich wird hier nicht geschwiegen. Ich entschuldige mich, wenn Dich meine Kritik stört, aber mit ihr musst Du leben. Solange wie die Bienen mit den neuesten Säuren und anderen Chemikalien leben müssen. Das stresst?! Ja genau, die Bienen auch.


    Über die Jahrmillionen haben die Bienen viel ausgehalten, aber euch in den letzten hundert Jahren....das ist selbst den Bienen zuviel!


    Gute Besserung,


    Bernhard Heuvel

  • BernhardHeuvel schrieb:

    Anders als im dritten Reich wird hier nicht geschwiegen.


    Verlierst Du jetzt völlig die Form? Solche Vergleiche haben das Forum noch nie weiter gebracht. Das führt nur zur Sperre und macht Hartmut Arbeit. Und daß Dich bislang niemand daran gehindert hätte hier zu veröffentlichen, was Dir so einfiel, egal ob man das für Blöd- oder Schwachsinn hielt zeigt ja die Offenheit des Forums. Reichsvergleiche sind hier tabu und das ist gut und bleibt hoffentlich auch so.


    Ob und wie Dein reines Gewissen auch gegen die Milbe hilft, haste jedenfalls noch nicht erläutert.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Liebe Kollegen,


    herzlichen Dank für eure Rückmeldungen. Doch hätte ich mir eine etwas sachlichere Diskussion gewünscht. An irgendwelchen anthroposophisch-faschistoiden Vergleichen habe ich kein Interesse und es verleidet mir eigentlich die Freude an meinem Hobby. Ich bin dankbar für die Mitteilung eurer Erfahrungen, Ratschläge und selbstverständlich Meinungen; aber irrational, aggressive Ideologien sind für mich eben das was sie sind: abstrus und okkult!


    Nicht für ungut
    Markus

  • @ Bernhard
    Nun mach aber mal und erklär uns wies geht bei Dir mit der Milbenbekämpfung. Auch Milben sind Produkte der Schöpfung, ich mag sie aber deshalb nicht lieber. Also schreib wie Du es machst.


    @ mpongwu- schau mal Deine p Nachrichen an.

  • Liebes Forum!


    Mal langsam. Mein Vergleich ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber mir fiel kein besseres Beispiel für eine Zeit des Schweigens ein. Ich bezog mich damit ausschließlich auf die Aufforderung Peter's, daß ich meine Kommentare zur Bekämpfung der Varroa unterlassen solle.


    Ihr verlangt ein Rezept gegen die Varroa-Milbe?!


    Hier kommt es:


    man nehme einen Imker,
    haue ihm fünfmal auf die Finger,
    so daß er dieselben aus dem Stock der Bienen lässt,
    fessle ihn auf einem Stuhl vor dem Bienenstock,
    und lasse ihn beobachten.


    Am Ende des Sommers ist der Imker in der richtigen Verfassung,
    jetzt kann er losgebunden werden und darf sich seinen bescheidenen Anteil Honig entnehmen.


    Den Imker nochmal beiseite nehmen und einprägen, daß Bescheidenheit, Geduld und Harmonie schon immer nachhaltiger waren als Gier, Ungeduld und Bekämpfen. Das Ganze nochmal durchrühren, setzen lassen und warm servieren. Fertig.


    Gute Besserung!


    Bernhard Heuvel

  • :o Ach, Bernhard,
    ohne jede unterstützende Maßnahme wie wenigstens kleine Zellen wird kein Volk 2 Jahre alt werden.
    Da pervertierst du den Schwarm zur Artvermehrung zum Schwarm zur Arterhaltung.
    Einfach gar nichts, wirklich überhaupt gar nichts zu tun, haben vor dir schon tausende unfreiwillig ausprobiert: als sie nichts davon wußten, daß sie schon die Milben haben.
    Und alle haben verloren....
    Nein, Bernhard, ein bißchen Hilfestellung brauchen sie schon noch.
    Du läßt ja auch kein Lamm verrecken, das nicht aufstehen kann, oder?
    Zur Not wird halt mit der Flasche aufgezogen.
    Soll der Schäfer es sterben lassen, mit einem Schulterzucken "ist halt Natur"?
    Mitleiden und Mitfühlen mit den Schwachen ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft.
    Und helfen auch.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nun ja, für diese Haltung des fatalistischen Nichtstuns wäre evtl. der vorher gebrauchte Vergleich passender gewesen. Ich sehe das so wie Sabiene! Auch wenn mir meine Bienen leid tun, so wenig tut mir die Milbe leid. Das mag ungerecht klingen, aber Rudolf Steiner bringts einfach nicht...das ist pardon "naiv".