Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zur Lage der Imkerei

  • ein gut geschriebener artikel meine ich,


    der vergleich mit der million toten völkern, um die sich niemand schert, und dem was wäre. wenn ne million hunde stirbt ist gut,


    denn es herrscht in der bevölkerung wirklich eine große ignorranz die sich teilweise auf unwissen stützt,


    Wenn bei nachbarrs der hund stirbt, fragt alles, wie ist das passiert, oder man sagt eben, er war so krank, da konnte man nix machen,


    bei den toten völkern, halten die leute die imker für inkompetent, oder sei denken, macht doch nichts,


    es fehlt an information

  • Hallo Zusammen,
    Interessant ist, das trotz langsamen Verschwinden von Bienen und Imkern immer noch die gleichen Zahlen aus alten Statistiken gebracht werden.
    Ich weiß zwar, das nach Stalins Säuberungsaktionen die letzten Opfer die Statistiker waren, die die Opferzahl bei der Veröffentlichung der Einwohnerzahl abgezogen haben.
    Aber wer vorher erzählt, das über 20% Völker gestorben sind, kann diese ruhig abziehen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • hallo Matthias,


    meinen Sie wirklich daß es von Kompetenz zeugt, wenn ein "Bienenkundler"
    meint, über "schärfer gewordene Varroamilben" schwadronieren zu dürfen?
    Ganz toll: "... Bienen auf eine Wabe losschwärmen, in der Varroa-Milben versteckt sind"


    An Klaus:
    Wollen Sie Ihren "Score", ob derartiger schwachsinniger Artikel, selbst wenn
    sie in der FAZ veröffentlicht werden, etwa nach oben treiben?

  • Hallo Zusammen,


    meine Erfahrung aus Gesprächen im Bekanntenkreis und mit Kunden ist, dass zwar einerseits viel Nichtwissen herrscht (oder 'falsches' bzw. selektives Wissen, bedingt durch z.T. reißerische Berichterstattung in den Medien), gleichzeitig aber großes Interesse an dem Thema 'Bienen und Imkerei' besteht, da sich offensichtlich kaum jemand der Faszination der Bienen entziehen kann. Wir Imker sollten nicht müde werde, bei jeder Gelegenheit zu informieren. Dann sind auch 58jährige Imker, wie im Artikel beschrieben, nicht unbedingt die jüngsten Mitglieder eines Vereins. Es geht auch anders: In unserem Imkerverein bin ich mit 51 Jahren deutlich eines der älteren (!!) Mitglieder. Und in diesem Jahr wurde unser Verein ausgezeichnet, weil er im Kreis die meisten Neumitglieder zu verzeichnen hatte. Die Leute sind also nicht grundsätzlich ignorant oder desinteressiert. Zwar muss ich mir auch gelegentlich blöde Kommentare anhören wie "Warum soll ich den Umweg über Honig gehen, wenn ich Zucker auch direkt essen kann!?", die allermeisten sind aber interessiert und dankbar für Infos.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)


  • ok, manches is etwas komisch, aber eben dieser verglecih mit dem bienensterben und der ignorrierung desselben fand ich gut,
    bei anderen sachen wie den zahlen fehlen mir dei daten

  • Hallo Klaus,


    Danke für den insgesamt aufschlussreichen Artikel in der FAZ!


    Zu einer von etlichen für mich interessanten Stellen darin:


    „Trotzdem: Es gibt noch Hoffnung im Bienenstock, zum Beispiel durch die Zucht. Um die Varroa zu bekämpfen, werden jetzt Putzteufel gesucht. Man läßt Bienen auf eine Wabe losschwärmen, in der Varroa-Milben versteckt sind. Per Video und Infrarot gefilmt, welche Bienen den Parasiten im Stockdunklen am schnellsten entdecken und entfernen. Diese Exemplare will mang ezielt zur Zucht einsetzen und mit dieser Art der Selektion den Parasiten bekämpfen.“


    folgende Ergänzung: Bereits 1997, vielleicht auch schon früher, ging Bienefeind in einer Veröffentlichung mit diesem Trick hausieren. Scheinbar funktioniert das Langzeitgedächtnis, gleichgültig bei wem, unzureichend, dass man die dämliche Öffentlichkeit noch immer für Steuermittel damit verarschen möchte/kann.


    Gruß


    Manne

  • Hallo Manne,


    das ist ja auch schon längst geschehen. Nachzuchten jener Bienen stehen schon längst unter imkerlicher Beobachtung.
    Dass du davon nichts mitbekommen hast, ist schade.
    Dass die Zeitungen davon nichts wissen, ist nrmal.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,


    es ist nicht so, dass ich es noch nicht gehört hätte. Du scheinst aber mehr darüber zu wissen, insbesondere über den so erreichten Fortschritt. Oder?
    Allein dass etwas unter imkerlicher Beobachtung steht, muss noch nichts bedeuten.


    Gruß


    Manne

  • Hallo Manne,


    ich weiß darüber das, was Bienefeld et.al. bei den zahlreichen Züchtertreffs usw. erzählen.
    Ich muß mich bei Dir entschuldigen, aber der "provokant-ironische" Ton deines Beitrages störte mich etwas.
    Ich halte das Forschen an SMR-Faktoren, varroatoleranten Bienen, Killergenen, oder wie man das Kind nun nennen mag, für überaus wichtig.
    So wichtig, daß ich auch verstehe, daß man erst handfeste Ergebnisse abwartet, bevor man zu schnell an die Öffentlichkeit schießt.
    Schon bei der Primorky-Geschichte hat man gesehen, wie schnell mehr oder minder seriöse Händler eine schnelle Mark verdienen wollten...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael schrieb:

    ...wie schnell mehr oder minder seriöse Händler eine schnelle Mark verdienen wollten...


    Forschung arbeit für Geld. Bestes Beispiel die Gentechnik....weiß jemand, wieviel Geld in die Gen-Forschung gesteckt wurde? Wieviel Trilliarden?!
    Und was sind die gewonnenen Nutzen aus dieser Investition?! Geht gegen Null, manches bedeutet sogar Rückschritt. Weil aber soviel investiert wurde, MUSS jetzt ein Umsatz her. Deswegen die Zwangsverordnung zum Anbau von GVO.


    Die Forschung an den Bienen wird auch nichts anderes hervorbringen. Es wird wieder eine Biene geben, die man kaufen muss, weil daran geforscht wurde. Ich stelle nicht die Motivation der Forscher in Frage: meist sind sie wirklich guten Willens. Aber die verwendeten Mittel und Wege sind vom Ansatz her falsch. Warum wird nicht an den Gründen für die Varroa geforscht?


    Man kann sich doch nicht damit zufrieden geben, daß ein Parasit eingeschleppt worden ist, und damit basta?! Jede Krankheit hat eine Ursache. Krankheiten entstehen durch Schwächen, Schwächen entstehen durch....ja warum sind die Bienen eigentlich schwach?!


    Sind sie überhaupt schwach?! Ja, denn ohne Behandlung überleben sie nicht.... überleben sie wirklich nicht?! Inwieweit bestimmen Umfeld und Betriebsweise die Stärke (nicht Volumen-mäßig[!], sondern Überlebensfähigkeit-mäßig) der Völker?


    Bevor diese Fragen nicht geklärt wurden, darf man doch garnicht anfangen zu forschen! Das sind grundlegende Eingangsfragen! Alles andere ist rumdoktern an Symptomen, dessen Ende absehbar ist!


    Der Imker muß die Superbiene kaufen. Diese ist super-anti-hyper-Varroa-resistent. Aber was ist mit den millionen anderen Eigenschaften, die ein Lebewesen hat?! Die werden außer Acht gelassen und irgendwann kommt ein neuer Virus, ein neuer Parasit, ein Pilz oder sonstwas daher und das ganze Ringelreihen geht von vorne los!


    Bis wir verstehen lernen, daß die Natur keine effizienten Bienen hervorbringt und zulässt. Sie lässt effektive Bienen zu, nicht effiziente! Effektiv bedeutet überlebensfähige Bienen! Effizient bedeutet honigeintragende, fette und varroatolerante Bienen. Herausgezüchtete Eigenschaften eben.


    Wir können die Natur und letztlich das Leben nicht perfekter machen, als sie/es schon ist. Effektiver geht es nicht mehr!


    Wir müssen wieder bescheidener werden, das ist alles. Dann erscheint das Wirtschaften mit Natur nicht mehr als Kampf, sondern als harmonisches Miteinander!


    Gute Besserung,


    Bernhard Heuvel

  • BernhardHeuvel schrieb:


    Forschung arbeit für Geld. Bestes Beispiel die Gentechnik....weiß jemand, wieviel Geld in die Gen-Forschung gesteckt wurde? Wieviel Trilliarden?!
    Und was sind die gewonnenen Nutzen aus dieser Investition?! Geht gegen Null, manches bedeutet sogar Rückschritt. Weil aber soviel investiert wurde, MUSS jetzt ein Umsatz her. Deswegen die Zwangsverordnung zum Anbau von GVO.


    Hallo Zusammen,


    was für ein Statement: "Forschung arbeitet für Geld" Soll Forschung demnächst auf Hobbybasis laufen? Wissenschaftler ohne Bezahlung??
    "Der Nutzen der Gen-Forschung geht gegen Null bzw. bedeutet Rückschritt." Mir ist das viel zu allgemein formuliert.


    @ BernhardHeuvel Ist das Dir nicht zu platt = sehr allgemein gehalten? Auf dieser Basis kann ich nicht disputieren.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan.


    Gerne hole ich für Dich aus. Ich versuche ja schon meine Beiträge zu kürzen - andere stöhnen, weil sie zu lang ausfallen.


    Ich werde mich morgen früh zur Gentechnik melden, da das etwas umfassender ausfällt. Dazu werde ich einen neuen Thread starten.


    Wenn ich "Wissenschaftler arbeiten für Geld" sage, dann meine ich: sie arbeiten für das Geld von Unternehmen. Unternehmen wollen aber Ergebnisse sehen, die ihnen passen.


    Morgen mehr!


    Bernhard Heuvel

  • Zum FAZ-Artikel habe ich eine Frage. Kann jemand bestätigen, dass es richtig ist, dass, wie dort steht, die Bienen den Nektar im Flug quasi entgiften:


    „Dazu kommen Pestizidcocktails mit Kombinationswirkungen, die kaum erforscht sind. Bienen sind besonders anfällig für die Ackergifte der Landwirtschaft. Wenn sie chemisch verseuchten Nektar aufnehmen, reinigen sie ihn mit erstaunlicher Effizienz. Noch während des Fluges werden die Schadstoffe aus dem Nektar entfernt. Das Gift bleibt allerdings im Körper der Bienen zurück und schwächt ihre Vitalität.“


    Vielen Dank im Voraus


    Manne