Zusetzen von unbegatteten Königinnen

  • Hallo Imkers,


    hier mal eine allgemeine Anfrage an die Profis, also alle :D !


    Wie pflegt ihr unbegattete Königinnen einer Begattungseinheit (Apidea, MiniPlus, Kirchhainer) zuzusetzen?


    Hintergrund: Von unserem Verband aus wurde eine große Anzahl unbegatteter Königinnen aus Österreich gekauft. Viele dieser Königinnen gingen verloren. Auch bei "alten Hasen". Warum wohl? Die Päckchen waren teilweise recht lange unterwegs >7 Tage.


    Unsere Vermutung: langer Postweg - Königinnen schon brünftig - werden nicht/schlecht angenommen!?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Unbegattete per Post gekommene in Begattungseinheiten am liebsten in Zweitschlupfzelle, in ganze Ableger mit Versandkäfig inkl. Begleitung.
    Allerdings war bei mir noch nie was so lange unterwegs, also eigentlich müßte ich still sein. :lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Reiner,


    unbegattet =Probleme bei der Annahme, aber das weißt Du selber.
    Entweder ausfressen lassen oder Zweitschlupfzelle.
    Sollen sie Väter auf einer Belegstelle werden?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Reiner,


    die machen die Königin alle, weil die in ihrem Triebleben im Verhältnis zum Volk total gestört ist. Wenn die 7 Tage unterwegs ist, wie lange hat sie dann vorher im Verschulkäfig rumgesessen? Die wird also vielleicht erst an ihrem 10 Lebenstag im Begattungsvolk befreit. Da flogen dort geschlüpfte aber schon und oft sind sie in Eilage. Ich denke die Bienen werden die Königin also für sie (die Bienen) zu spät und daher kräftig zum Ausflug drängen und zwingen, was aber für die Königin zu früh ist. Die wurde ja bescheiden ernährt und hatte keinerlei Training. Andere Königinnen kriegen Futtersaft, das beste vom ganzen Volk. Die hier kriegte Zuckerteig und das bei Wassermangel.


    Bei mir gingen Königinnen in Ablegern verloren, weil die nach 10 Tagen in Mitten der Bienen noch nicht freigefressen waren und in EWK's weil die aus den Zusetzkäfigen nicht raus konnten. Das Volk nimmt die dann zwar an, aber der Begattungsflug ist ihr letzter. Oder die bleiben gleich daheim und legen gleich Drohnen.


    Das Problem ist also nicht, die irgendwie eingeweiselt zu kriegen, wobei ja die Zweitschlupfzelle da immer eine recht sichere wenn auch umständliche Lösung ist, sondern den Versand unbegatteteter Königinnen ohne Bienen drum rum auszuschließen. Okulierkäfige könnten da die Lösung sein oder eben das Versenden in fertigen Begattungseinheiten. 7 Tage sind aber auf alle Fälle zu lange. Das würde ich auch keinen begatten zumuten. Da murksen die die vielleicht auch ab, weil die Königin selbst Schaden nahm.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder