APIGUARD - Anwendung. Alle Informationen.

  • Mir ist schon klar, daß die Überschrift etwas reißerisch ist, aber ich wills wissen. Der alte thread unter http://imkerforum.de/viewtopic.php?t=1578&postdays=0&postorder=asc&start=0


    Heute kam mein swienty.com Paket mit zwei Bechern Apiguard. So sehen sie aus:



    Die Becher sind ca. 1 cm hoch und 11x11 cm breit. Der Preis bei swienty betrug 15,98 € für die zwei Päckchen, davon 9,48 € Porto! Das tatsächliche Porto betrug jedoch nur 29 dänische Kronen (3,68 €). Ich werde mich beschweren und auch darüber hier berichten. Auch hat die Lieferung fast 3 Wochen gedauert (und ich habe mit Vorkasse bezahlt!).


    Eine Anleitung war leider auch nicht dabei, die gibts aber hier http://www.imker-schwaben.de/oberallgaeu/apiguard_kvi.php.


    Mein Tierarzt wollte für eine 5er Packung übrigens 37,50 €.


    Da ich morgen die Behandlung beginnen will, ich habe ja nur ein Volk, hier meine Fragen:


    1.) Welche Tips und Erfahrungen habt Ihr?
    2.) Flugloch einengen?
    3.) Fütterung normal fortsetzen?


    Ganz herzlichen Dank!

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • a) Pro Volk / Ableger 1 Schale. Deckel aufreissen und auf die Brutwaben stellen.
    b) Flugloch einengen.


    c) Nicht mit der Fütterung beginnen sondern nach ca. 4 -5 Tage.
    Nach 2 Wochen die 2 Schale.


    Schalen drin lassen bis zum Frühjahr.
    Ich habe heute die 2 Schale eingebracht.
    Ich habe Apiguard vor 2 Wochen in der Imkerschule Gelsenkirchen gekauft.
    Das Paket 10 Schalen für 5 Välker kostete 25,50€.
    Der Leiter der Imkerschule Johann Noichl arbeitet schon seit einiger Zeit damit.
    Alle Völker ( 25) entwickeln sich sehr gut.
    Er hatte keine Ausfälle.
    Weder Königin verlust noch Totalausfall. Wenn Du mehr wisen willst gib in Guggel Apiguard ein.
    Dort bekommst Du sehr viel Information.
    Gruß
    Heinrich Hoeft

  • Habe heute die erste Packung aufgelegt. Nachdem ja immer der besondere Geruch des ApiGuard kritisiert wurde, muss ich sagen, daß ich es kaum riechen kann, unangenehm ist es auch nicht. Also entweder bin ich ein unsensibler Kerl, oder die Packung ist schon lange abgelaufen (leider kein Haltbarkeitsdatum drauf) oder andere haben übertrieben. Die Bienen haben auch nicht reagiert. Ich hoffe, daß zumindest die Milben etwas sensibler in Sachen ApiGuard sind.

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Zitat

    Eine Anleitung war leider auch nicht dabei


    Heute kam, ohne das ich darum gebeten hatte, ein Brief von swienty in dem nur die Anleitung (ohne weitere Anschreiben) lag. Die Kollegen dort lesen scheinbar hier mit (Hallo Herr Pedersen!).


    Damit in Zukunft Porto gespart werden kann, habe ich die Anleitung mal gescannt:


    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Habe heute den zweiten Becher aufgelegt. In dem anderen Becher befand sich noch ein ziemlicher Rest in "salziger" Form. Ist das normal? Habe ihn auch dringelassen.

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Zitat

    Der Preis bei swienty betrug 15,98 € für die zwei Päckchen, davon 9,48 € Porto! Das tatsächliche Porto betrug jedoch nur 29 dänische Kronen (3,68 €). Ich werde mich beschweren und auch darüber hier berichten.


    Habe nach Reklamation auch das zuviel gebuchte Porto erhalten. Insgesamt also etwas umständlich, aber gut.

    "Das Hobby sollte auch Spaß machen." Dr. G. Liebig (S. 41)

  • Hallo Boris,


    ja, es stimmt. Es ist nicht mehr rezeptpflichtig. Allerdings ist es noch Apothekenpflichtig.
    Du gehst also zu der Apotheke deines Vertrauens, gibst dort die Adresse des Händlers an und die bestellen dort deine gewünschte Menge, schlagen noch etwas am Preis drauf und verkaufen es dir dann.


    Zumindest war es bei meiner Apotheke der Fall.


    Ich werde nächstes Jahr einmal mit meinem Apotheker reden, ob er nicht etwas weniger draufschlägt.... :-?


    Schließlich hat er nur die Arbeit mit dem Anruf gehabt. Den Rest hab ich ja selbst erledigt... :evil:


    Gruß


    René

  • Hi allezusammen,
    Thymol toller Wirkstoff, aber ...
    bei uns nicht zugelassen und damit schwer zu beschaffen.
    Manch Händler hat es, unter der Hand für Geld und gute Worte, nur für Bekannte. Preis je Streifen 6€, reicht für eine Behandlung einer Beute. Nach 14Tagen zweiten Streifen rein, im Dezember raus, event. Bienenwohl drauf und gut.
    In Ösi-land LEGAL also auch beschaffbar, mal ne Lieferadresse googeln. Der Preis ist sicher immer noch erschwinglich.
    Die Kristelle aus der Apot. sind blanker Luxus, die verkaufen auch Ameisensäure für 40Aste- Laborqualität versteht sich. Die spinnen doch, die ... würde Obelix sagen.
    Grüße aus der Lausitz
    Knäcke
    PS das tolle Mittel aus Polen hat son deutscher Produzent mit süddeutschem Namen vom Markt gepustet, wartenwirmaldiezeitab.


  • Verwechselst du da nicht was? Apiguard IST zugelassen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Suchende,


    Thymol ist zugelassen. Es steht auf der Seite von aid http://www.aid.de/landwirtschaft/bienen_faq.cfm


    Zitat

    Erlaubt sind Ameisen-, Milch- und Oxalsäure sowie Menthol, Thymol, Eukalyptol und Kampfer. Homöopathische Mittel und biotechnische Verfahren (Bannwabe, Kunstschwarm, Drohnenbrutentnahme etc.) dürfen ebenfalls angewandt werden.


    Die Blättchen kann man sich selbst herstellen. Thymol ist in Alkohol und Öl lösbar bis zur Sättigung. Da die Bienen keine besonderen Alkoholliebhaber sind ist Öl die bessere Wahl. Man kann viele Blättchen, Löschpapier und Schwammtücher damit tränken. Die Dosis beträgt ca. 4-6 ml je Behandlung und je Monat. Es ist einfach und eine Überdosierung schadet auch nicht, ist dann nur Verschwendung von Material. Dosieren kann man mit Einwegspritzen aus der Apotheke für 10 ct. das Stück.


    Bezugsquelle http://www.bienenweber.sagehost.de/ct_PR00150.htm


    Ist zwar kräftig aufgeschlagen, früher kostete ein kg dasselbe aber eine Alternative die man sich leisten kann für einen Vorrat auf Jahre.


    Die Gefahrenhinweise:
     
    http://www.hommel-pharma.com/d…%22thymol%20kristallin%22


    Also nicht das Thymol in den Mund, in die Nase oder die Augen bekommen. Hebt man es bei Lebensmitteln auf dann haben sie schnell eine meditterane Geschmacksnote. Mein Thymol steht im Schrank bei den Sammeltassen. Auf keinen Fall umfüllen damit es nicht als Zucker im Kaffee landet. Kinder unbedingt fernhalten. Die Gefahr liegt nur in der Konzentration des Wirkstoffs. Den Geschmack wird man tagelang nicht los wenn man es in den Mund bekommt. Die Kleider behalten den Duft noch länger, aber ansonsten ist es harmlos.


    Annerose

  • Hallo Annerose!
    Die Dosierung ist dann wie bei Apiguard? Also löse Thymol in Öl und träufele dann 4-6ml der fertigen Lösung auf ein Schwammtuch und lege dieses dann auf die Rähmchen?
    Wann ist der Sättigungszustand erreicht?
    Wie lange ist die Fertige Löäsung haltbar?
    Einwegspritze auch nur einmal benutzen?


    @Rene:
    Was hast Du denn beim Apotheker Deines vertrauens für ein
    Schälchen Apiguard hingelegt?

  • Hallo Boris,


    die Menge von 4-6ml reicht aus für einen Monat die Luft im Stock mit dem Geruch intensiv anzureichern. Nach einem Monat gebe ich wieder Thymolöl. Im Dezember muß aber noch eine Bienenwohlbehandlung in der brutfreien Zeit erfolgen. Das Thymol schädigt und verwirrt zwar die Milben, aber ein blindes Huhn findet bekanntlich auch ab und an ein Korn.


    In Apiguard sind 12,5 g Thymol enthalten in der Ölmischung etwa 4 Gramm. Deshalb gebe ich sofort nach der Auffütterung bis zum Februar Thymolöl. Dann hole ich die Schwämmchen raus. Die stammen aus meiner Küche und sind alte Spülschwämme die ich in 4 Teile schneide. Die Einwegspritze kann man jahrelang benutzen. Ohne Waage kann man etwa so mischen, ein Eßlöffel Salatöl auf einen etwas gehäuften Teelöffel Thymolkristalle. Das gibt man zusammen in ein Glas und schütteln. Man kann sehen das nach einigen Minuten kaum noch Kristalle schwimmen. Das läßt man über Nacht stehen damit sich alles gut auflöst.


    Hat man zuviel Thymol reingegeben kein Problem. Die Kristalle setzen sich auf den Boden und man nimmt sie beim Aufziehen der Spritze nicht auf. Ich mache immer auf Vorrat. Das Zeug geht im geschlossenen Glas nicht kaputt. Nach einem Jahr im Glas ist kein Unterschied zu frisch angesetzten Thymolöl zu erkennen. Wenn man immer mit dem selben Glas mischt kann man die Reste mitverwerten.


    Wenn man kristallines Thymol ohne Öl in die speziellen Thymolrähmchen gibt braucht man mindestens 50 g Thymol pro Volk. Außerdem kitten die die Löcher sofort alle zu. Die Schwämmchen lassen sie in Ruhe. Die Effizienz gegen Milben ist geringer als bei Ameisensäure oder dem Verdampfen von Oxalsäure. Es wirkt aber gesundheitsfördernd auf die Bienen und sie haben eine andere Schadensschwelle gegenüber den Milben.


    Durch Thymol geht keine Biene oder Brut zugrunde. Die Milben die im Dezember beim Bienenwohl dann noch fallen sind alle fast schwarz. Im Frühjahr waren bei meinen jungen Bienen keine Schäden durch die Milben zu sehen. Den Sommer durch hatte ich nur eine junge Königin http://www.unser-imker.de/forum/viewtopic.php?t=1004die einen Flügel deformiert hatte, aber keine Schäden an den Arbeiterinnen. Mein Honig schmeckt nicht nach Thymol, ich habe aber die Rähmchen zwischen die ich die Schwämme gesteckt hatte rausgenommen. Der Geruch war im Holz. War aber kein Problem die habe ich im Herbst erst wieder eingehängt.


    Annerose