Anfängerfrage: Wieso Flachzarge ?

  • Hallo,


    was sind denn die Vorteile einer Flachzarge (ausser dem Gewicht) ?


    Setzt man die als Brut oder als Honigraum ein (oder beides)?


    Kann oder sollte man die mit Vollzargen kombinieren ?


    Grüssle
    Veet

  • Hallo Veet,


    ein Vorteil, außer dem bereits genannten geringeren Gewicht, ist sicher auch, dass es mit Flachzargen leichter ist, Sortenhonige zu ernten. Manchmal reicht eine bestimmte Tracht eben nicht aus, um eine Vollzarge zu füllen. Ich selbst imkere bisher allerdings nicht mit Flachzargen, sondern auf Vollzargen (Zandermaß). Das hat aus meiner Sicht Vorteile für die Wabenerneuerung, und außerdem bin ich (bzw. sind meine Kunde) keine Freunde von Sortenhonigen.


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hi,


    ich habe auch von einem Imker gehört, der seine Brut auf einer Vollzarge und obendrauf noch eine Halbzarge (mit Brut) hat. Darüber dann der HR.


    Ist das sinnvoll ?


    Wieviel Platz braucht ein Volk für Brut, wenn es "ausgewachsen" ist ?


    Gruss
    Veet

  • Hi Veet,


    dann frag' ihn doch warum er das macht! Er wird seine Gründe machen!


    Schönen Gruß
    Reiner


    PS.: Ich glaub' ich schreib' heut' mix mehr. Kommt' nix bei 'raus. Gerade habe ich erfahren, dass ich eine Woche Arbeit umsonst gemacht habe und Chefe meint wir sollens wieder herstellen wie es immer schon war :evil::evil::evil:

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • :lol: das war Trost für Reiner....an deiner Antwort war ich grad noch am Tippseln. :wink: 

    Zitat

    Wieviel Platz braucht ein Volk für Brut, wenn es "ausgewachsen" ist


    Das Maximum, was ich bis jetzt gesehen habe, waren so zwischen 25 und 29 DN mit Brut, wobei die Flächen auf den Randwaben natürlich nur noch Innenhand-groß sind.
    Denk dir einen längsovalen Querschnitt über drei Zargen....
    Und wenn du jetzt daran denkst, daß 1 gedeckelte Brutwabe 3 besetzte Wabengassen bedeutet, weißt du, warum ich immer sehr reichlich HR auf meinen Völkern habe.
    Irgendwo müssen die ja alle bleiben... :wink:


    Flachzargen finde ich eigentlich auch sehr praktisch, hätte für mich aber bedeutet, die doppelte oder dreifache Menge an Zargen und Rähmchen zu brauchen.
    Aus Kostengründen bin ich dann doch beim DN geblieben, habe allerdings HR in 1/2DN, wegen des Gewichts und des schnelleren und schöneren Ausbaus.
    Ganze HR werden manchmal zum Schluß nicht mehr vollgemacht, aber halbe passen immer noch irgendwie.


    1 ganze und 1 Flachzarge als BR ist wie die neuerdings in Mode gekommenen 1,5DN.
    Ich fände es eher unpraktisch, zweierlei Maße im Brutraum zu haben, weil: womit machst du dann die Ableger, mit den ganzen oder den Flachen Rähmchen?
    Aber es mag sein, daß der Kollege meint, 1 BR ist zuwenig, und 2 sind zuviel...
    Ich hab 3... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich denke, jeder der zur Schwarmzeit volle Honigräume abnehmen muß um die Bruträume zu kontrollieren, wird den Vorteil der Flachzarge schätzen: Das geringere Gewicht.


    und es ist kein Problem, auch nur mit Flachzargen (also auch im Brutraum) zu arbeiten. Klar, man hat so mehr Rähmchen zu bewegen, aber die Zargen sind handlicher...... es hat alles seine Vor- und Nachteile.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Sabine
    reiner


    Bei Euch beiden wird's wirklich Zeit für's Imkerforums-Treffen. :lol:


    Grüße


    Luffi

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • An Veet
    Die reine Flachzargenbetriebsweise eignet sich auch sehr gut, aber die Rähmchensysteme müssen passen. Ich würde nur Langstroth flach 15,9 cm verwenden. Alles andere ist zu klein. 3/4 Langstroth 18,5 ist eine überzählige neue Zwischengröße, die die positiven Vorteile wieder wegmacht. Man rechnet mit 5 Zargen bei ordentlichen Völkern. Ableger gehen mit zwei, Völker mit drei Zargen über den Winter. Ich befürworte die Arbeit ohne Absperrgitter über die ganze Saison, das Brutnest bleibt unten und oben nehme ich die verdeckelten Zargen weg. In guten Trachtjahren klappt das sehr gut. Das Brutvolumen erstreckt sich über ca. 2,5-3 Zarge,also mehr wie bei Dadant. Wenn die Völker genug Raum haben ist die Schwarmgefahr nicht sehr hoch. Ich verwende das System schon viele Jahre. Die Magazine sind günstig in der Anschffung und sind nach dem System der Magazinimkerarbeitsgemeinschaft gebaut. Die Imkerei macht Spaß mit dem Magazin.
    Freundliche Grüße Peter

  • Hallo Sabine
    Wie schwer ist eine volle verdeckelte Honigzarge und wie bekommst Du diese vom Wabenturm herunter. Wie hoch sind Deine Halbrähmchen oder hast Du nur ganze Normalrähmchen in 10er oder 12er Zargen. Viekeicht hast Du das schonmal geschrieben, hab aber nichs gefunden.
    Freundliche Grüße Peter.

  • Hallo, Peter,
    meine Honigzargen sind exakt 0,5 DN, also 112mm Rähmchenhöhe, und ich habe überall 12 Stück drin. Ganze Zarge wiegt was zwischen 14 und 18 kg, je nachdem wie glatt oder beulig ausgebaut wurde. Einzelne Rähmchen leer 130-135g, voll zwischen 1150 und 1450g, je nachdem.
    Das Heben ist nicht so das Problem, bis zur Höhe des 8.HR komm ich noch gut dran.
    Ich nehme aber auch schon mal zwischendurch voll gedeckelte Zargen weg.
    Nächstes Jahr werden es allerdings überall 13 Rähmchen sein, weil ich die Hoffmann-Seiten auf 32mm runterhoble (wegen der kleinen Zellen, die auch einen geringeren Wabenabstand erfordern) , und durchgängige Wabengassen will.
    Bei 12 Waben x3mm=36mm zusätzlicher Platz= 1 Rähmchen mehr pro Zarge.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen