Langlebigkeitskontrolle Arbeitsbienen

  • Moin Imkers,


    weschends der anhaltenden Diskussion, auch in unserem Verein, über den Zeitpunkt der Winterbienenerbrütung, möchte ich das gern an meinen Bienen selbst ermitteln.


    Mein Gedanke ist folgender: Ich kennzeichne jeweils einige Dutzend gerade geschlüpfte Bienen bei Eingriffen im August, im Sptember und im Oktober mit dem Farbstift. Erwische ich ältere sterben die ohnehin noch vorm Winter und ich hoffe, daß ich bei jeder Zeichnungsaktion den selben Faktor Alte erwische. Im Frühjahr, so denke ich mir das, werde ich im Boden und in den Völkern gekennzeichnete Bienen finden und (falls ich mich dann noch erinnern kann welche Farbe welcher Monat hatte :wink: ) werde ich wissen aus welchem Monat die Bienenbesatzung tatsächlich stammt.


    Denkt Ihr dassas ein gangbarer Weg sein kann oder hab' ich da einen entscheidenden Fehler drin? Wird jemand von Euch das Ganze als Gegenprobe an seinen Völkern ebenfalls durchführen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:


    Mein Gedanke ist folgender: .............
    Denkt Ihr dassas ein gangbarer Weg sein kann oder hab' ich da einen entscheidenden Fehler drin?



    Genau diesen Weg ist der Liebig schon vor Jahren gegangen und er hat das auch publiziert. ...also der Weg ist richtig......


    Wenn ich mehr Ordnung in meinen Bücherschränken hätte, würde ich die Publikation (ich glaube mich erinnern zu können, dass es im DBJ gestanden hat....) auch finden.... :oops:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Henry schrieb:


    Mein Gedanke ist folgender: Ich kennzeichne jeweils einige Dutzend gerade geschlüpfte Bienen bei Eingriffen im August, im Sptember und im Oktober mit dem Farbstift.
    Denkt Ihr dassas ein gangbarer Weg sein kann oder hab' ich da einen entscheidenden Fehler drin? Wird jemand von Euch das Ganze als Gegenprobe an seinen Völkern ebenfalls durchführen?


    Ich zeichne meine mit den Kuhohrmarken :D:D:D:D:D


    Nicht schlecht Henry. man merkt, dass du dir über vieles in der Imkerei Gedanken machst und auch selbst alles ausprobierst. Was ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass Sommer und Winterbienen bei Bedarf viel, viel länger leben können als in Lehrbüchern geschrieben und nicht nach 35 Tagen z. B. bei Sommerbienen, den Blütensammlerkelch abgeben müssen.


    Die 4000 Winterbienen, die sich im August in den Völkern befinden, darfst du mir aber schon glauben, denn der Imkermeister Kusche von der bay. Landesanstalt hatte mit Sicherheit früher nicht nur diese Zeit zum Zählen, sondern kannte sie wahrscheinlich noch Einzeln beim Namen :lol::lol:

  • ....Glauben!
    Es geht doch jetzt um die Methode den Vorgang sichtbar zu machen.
    Ist der Versuch zur Langlebigkeit von 2004 (Liebig) bekannt?
    Sehr interessant.
    Grundsätzlich müsste zwischen Jungvolk und Altvolk unterschieden werden.


    Gruß
    Simon

  • Hallo


    ist eine gute Idee


    Fackten statt Annahmen


    Ich müßte mir zum mitmachen erst mal einen Satz
    Stifte kaufen ( zeichne mit Nummernplättchen )


    Wenn ich es machen würde
    dann im Mini Plus
    schlüpfende Bienen markiert (wegen Alter)
    und es ist übersichtlicher


    Gruß Uwe

  • Hallo Zusammen,
    haben nicht schon Lindauer und Seeley solche Versuche gemacht?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Na wenn Ihr das alle schon wißt, dann berauch ich die ja nicht einzufärben. :o


    Ich glaube aber, daß Ihr das nicht wißt :lol: und deshlab werd' ich's probieren. Mir geht es ja garnicht um Populationsdynamik. Ich will einfach nur sehn, ob im Mai noch Bienen rumrennen oder fliegn, die ich im September bemalt hab. Ich werd' ja sehn ob ich' sehn' werd'

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry, Hallo Zusammen,
    ich glaube auch nicht an die von jetzt auf gleich Umstellung von Sommer- auf Winterbienen.
    Bei guter Legeleistung würde eine solche Umstellung nur zwei Wochen beanspruchen.
    Was soll dann noch die Brut bis zum ersten Frost?
    Verwendung von Futterüberschüssen?
    Nee, das würde keinen Sinn machen.
    Langsam und schleichend vollstreckt sich der Übergang von Sommer- zu Winterbienen.
    Je mehr die Brutmenge eingeschränkt wird, je mehr Bienen werden von der Brutpflege freigestellt.
    Das Fehlen der Brutpflegephase erhöht die Lebensdauer.
    Noch was : neun bis zehn Monate müssten die Bienen alt werden,
    wenn sie jetzt schon Winterbienen sein würden, um bis zum Mai den Anschluß zum Sommervolk zu erbringen, das erscheint mir zu lang.
    Eine Oktoberbiene wäre dann erst acht Monate alt.
    Aber warten wir Henry´s Versuch ab ...
    Viele Grüße
    Lothar

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  • ich weiß nicht, ob die Bienen wissen, wann welcher Winter kommt. Nach der Logik würde unter günstigen klimatischen Bedingungen, wo weder Kälte das Brüten verhindert noch Trachtlücken zu erwarten sind, gar kein Honig eingelagert. In einem geheizten Gewächshaus mit künstlicher Sonne und entsprechendem Pflanzensammelsurium könnte das mal einer ausprobieren.

  • Nö, Apis Dorsata zeigt uns das schon.
    Auch dann wird Honig eingelagert, wenn auch nicht solche Mengen, paßt ja auch nicht auf die eine Wabe, aber anscheinend braucht man schon einen gewissen Vorrat für schlechteres Wetter (Monsunregen?), um sich wohl zu fühlen. :wink:


    edit: ganz großes Gewächshaus hab ich, nur das Heizen kann ich mir nicht leisten :wink: Und die Mädels kommen zwar rein, aber nicht wieder raus, ich bin im Sommer dauernd am Einsammeln, notbetanken und aussetzen, auch mit Hummeln und Schmetterlingen. Artet an manchen Tagen echt in Streß aus :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen