Anfängerfragen

  • Hallo,


    wahrscheinlich will ich nächstes Jahr anfangen mit den Bienen. Ein paar Fragen hab ich vor dem Einstieg aber noch:


    - Wie finde ich einen Platz, um meine Bienen (ich dachte so an 2 - 3 Völker) aufzustellen. Ich bin recht neu in der Stadt und kenne (noch) keine Bauern oder so. Was für "Konditionen" sind dafür üblich?


    - Wie sieht es mit gebrauchten Beuten aus. Kann man die bedenkenlos nehmen, solange Zander reinpasst, oder hab ich dann Probleme mit Krankheiten oder so?


    - Überhaupt: wie sieht es mit den gesamten Einstiegskosten aus? Hat das mal jemand zusammengerechnet?


    - Ich könnte kostenlos einen Ableger von Verein bekommen. Es heisst aber immer, dass man mit mindestens zwei Völkern anfangen soll. Wie schnell kann man aus einem Ableger zwei Völker bekommen?


    - Bei allen möglichen Arbeiten soll man Leerwaben einhängen. Woher nehm ich die? Mittelwände kann man kaufen - Leerwaben hab ich nirgends gesehen.
    Bauen die Bienen Mittelwände nicht selber aus, wenn sie die brauchen? Und könnte ich nicht viel mehr Wachs ernten, wenn ich denen immer nur MWs gebe?


    - Wieviel Wachs kann ich denn pro Volk und Jahr ernten?


    - Ist es möglich nur einen Teil des Honigs (für den erweiterten Eigenbedarf) zu ernten und den Rest drin zu lassen? Ich hab gelesen, dass Waldhonig schlecht für die Bienen sei - wie haben die Bienen dann ohne den Menschen überlebt?


    - Ich habe mehrfach die Behauptung gehört, dass Imker eine bedrohte Art schützen würden, weil seit der Varroa Bienen nicht ohne den Menschen überleben könnten. Wenn wir aber Artenschutz betreiben, warum halten wir dann nicht die dunkle Biene?


    - Sabi(e)ne hat mal auf eine Seite hingewiesen, wo ich auch das gefunden habe:
    http://bwrangler.madpage.com/bee/gbla.htm
    Dass man Varroa mit Zucker behandeln kann ist mir neu. Spinnt der Typ oder
    funktioniert es tatsächlich? Wenn es funktioniert - warum macht das dann
    keiner?


    - Hätte ich ein Dutzend Posts für meine Fragen schreiben sollen?


    Vielen Dank schonmal fürs bis hierher lesen - und vielleicht sogar antworten.

  • Bumblebee schrieb:

    Würdest du die Völker anders behandeln, wenn du sie nicht "kostenlos" bekommst?


    Nein. Wie kommst Du darauf? Leider ist bei mir Geld nur viel zu selten da - darum überlege ich, ob ich aus einem kostenlosen Ableger zwei Völker machen kann.
    Weil so ein Volk ja gerade im Frühjahr recht teuer ist. Und ja zu dem Zeitpunkt auch alle anderen Anschaffungen anfallen.


    Puderzucker mit Schutzmaske? Naja, objektiv betrachtet ist das sicher sinnvoll, aber irgendwie hab ich beim Plätzchenbacken die Schutzmaske immer vergessen . :lol:

  • Falls das Zeug wirksam sein sollte, ich halte es im brütenden Volk für ungenügend wirksam, würde ich es mit Power in alle Wabengassen reinpusten (deshalb die Schutzmaske). Also zwischen jeder Zarge ordentlich rein, weil die Bienen dicht machen und den Zucker kaum verteilen. Am Besten auch noch von unten reinpumpen. Die Methode funktioniert hervorragend wenn alle Bienen in einen Sack gekehrt und mit Puderzucker geschüttelt werden. Kostengünstig könnte man die Brut auch in der Mikrowelle milbenfrei bekommen.:P
    Wenn es an der Bereitschaft fehlt in die Behandlung/Futter zu investieren, würde ich die Imkerei nicht anfangen. Was ist günstiger 150ml AS oder 500g Puderzucker?


    Gruß
    Simon

  • Sorry, da verstehst Du mich falsch:


    Klar will ich, wo das sinnvoll möglich ist Geld sparen. Wer will das nicht?
    Aber ich will weder meine Bienen hungern lassen (Also am Futter sparen), noch ihnen notwendige Behandlungen nicht angedeihen lassen.


    Puderzucker ist mir sympathischer als AS, weil Puderzucker halt sehr harmlos wirkt. Ich würde gerne vermeiden meine Bienen mit "Chemie" zu malträtieren, wenn es auch anders geht. Angeblich gibt es auch immer einen gewissen "Totenfall" wenn man mit OS oder AS behandelt. Das wirkt so, als ob das Zeug auch für Bienen nicht so gesund ist.


    Dass ich frage, ob ich mit Honig überwintern kann hat auch nichts mit Geiz zu tun: für den Honig könnte ich sicher mehr bekommen, als dass was ich für Futter ausgeben muss. Aber wenn immer wieder geschrieben wird, wie gesund Honig ist, dann doch bestimmt am gesündesten für die Bienen, schliesslich ist es ja für Bienen gemacht.
    Ausserdem hab ich eigentlich keinen Antrieb auf dem Wochenmarkt Honig zu verkaufen. Mich interessieren die Bienen, nicht ein möglicher Gewinn.


    Wenn aber ein Volk im Jahr bis zu 20kg Honig produziert - wo soll ich damit hin? Die Bienen können es gebrauchen, warum also nicht im Stock lassen?

  • Hallo,


    Oliver


    am besten frisst Du dich mal hier durchs Forum
    und bitte beim lesen nachdenken (wichtig)


    Puderzuckertests würde ich als Anfänger nicht machen
    überlass das denen die zuviele Völker haben.


    Und den Honig von wenigen Völkern kriegst Du
    schon alleine dadurch los, das Deine Bekannten wissen
    das Du Bienen hast.


    Gruß Uwe

  • Gleich vorneweg, Bienenhalten ist eine tolle Sache und jedem, dem du dein Hobby mitteilst, verlangt nach Honig. Garantiert! Der Honig von drei Völkern ist schneller weg als er wieder da ist.


    Ich möchte den Wind nicht aus den Segeln nehmen, aber die "Puderzuckernummer" ist nicht tauglich. Ganz gerne mögen es die Bienen nicht wenn sie bestäubt werden, ich denke mal, dass der Zucker in die Tracheenöffnung kommt. Sehr angenehm wird das auch nicht sein, denn die Behandlung müsste mehrmals vorgenommen werden (3-4 mal??), wenn sie denn wirken würde... Zunächst mal würde ich mal das im Verein/Kurs dargebotene Konzept fahren. Wenn du dann etwas Gespür bekommst, kannst du Varianten (oder auch Fehler) in der Völkerführung besser einschätzen.


    Gruß
    Simon

  • Hallo


    ich habe noch was vergessen


    höchstens das erste Glas pro
    Kopf oder Familie verschenken
    und gleich einen vernünftigen Preis nehmen
    Imkern ist nicht billig und will finanziert werden.
    Den Bekannten die meinen Du machst riesen Gewinne
    rechnest Du einfach deine Kosten pro Volk aus
    und sagst dann: ist alles futsch wenn sie den Winter nicht überleben.


    Gruß Uwe

  • :lol: Simon, lesen, was im Link steht, hätte geholfen....
    Die Teilchengröße, auf die es ankommt, liegt bei 5/1000stel.
    Die Varroa verliert die Haftung und stürzt ab.
    Ruby hat es sehr schön beschrieben (und deshalb ja auch deren neuer Boden ;-) )
    Eine Biene landet auf dem Boden, wo jede Menge abgefallener Varroen rumliegen oder rumlaufen.
    Sie wird von 5 Milben geentert.
    Die kriegst du so nicht los von der Biene, egal, was du machst.
    Stäubst du jetzt Puderzucker über die Biene, fallen sie runter.
    Deshalb ist eine klebrige Windel darunter so wichtig, bzw. das Bodengitter muß weit genug sein, daß die Milben auch durchfallen.
    Den Bienen macht der Puderzucker wirklich nicht viel, innerhalb von 48 Std siehst du nichts mehr davon. Und da der Zucker nicht in die Brut wirkt, sind 3-4 Anwendungen innerhalb von 3 Wochen Pflicht.
    Billiger ist das dann nicht mehr als AS, aber darum geht es auch nicht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zitat

    Simon, lesen, was im Link steht, hätte geholfen....


    Habe ich gemacht, soll ich nun wirklich alles mitteilen was ich mir darüber denke? Neee, muss ich nicht.
    Übrigens so einen tollen Milbenfall habe ich oft auch ohne jegliche Behandlung.


    Gruß
    Simon