Wie stark sollte ein Volk jetzt sein / in den Winter gehen

  • Hallo zusammen,


    nach nunmehr 13 Jahren habe ich mit der Imkerei vor 2 Monaten wieder begonnen. Hierzu habe ich mir zunächst 3 von meinen "alten" Hinterbehandlungsbeuten aufgestellt und 2 Carnika Völker von unterschiedlichen Imkern erworben. Da ich mir sehr gut vorstellen kann, einige Völker mehr zu betreiben, war neben einem kleinen Honigertrag, den ich schon hatte (Linde / Robinie) in diesem Jahr vor allem daran gelegen auch zu vermehren und mit 3 Völkern in den Winter zu gehen. Leider gab es hier auch schon einige Probleme. Bei dem einen Volk hatte ich scheinbar die Königin nicht mitbekommen. Hier konnte ich jedoch zwischenzeitlich eine Neue nachziehen, die jedoch völlig gelb ist ?? Ich kann mir das nur so vorstellen, dass sich sich von einem Buckfast-Drohnen befruchteten Ei entwickelt hat - oder wie ist soetwas möglich?
    Bei dem anderen Volk schwächelt die Königin ziehmlich, hier finde ich bis heute immerzu Nachschaffungszellen (1-3), die ich nun auch stehen gelassen habe. Ich befürchte jedoch, dass die schlüpfende K. nicht mehr ausreichend Drohnen vorfindet. Von beiden Völkern habe ich nach dem Abschleudern vor ca. 3 Wochen einen Kunstschwarm gebildet und mit einer Bucki besetzt. Dieser sitzt mehr oder weniger derzeit auf 5 Waben (ausreichend Futter) aber nur auf 2 Brutwaben (DN). Kann der sich noch gut entwickeln, oder sollte ich diesen mit dem Weiselnachziehenden Volk vereinigen. Dem Volk würde ich dann noch eine begattete Weisel besorgen (Umweiselung dürfte doch nun gut möglich sein, oder?


    Ich habe mich nun zwischenzeitlich belesen, wobei mir bewusst geworden ist, dass ich mit Hinterbehandlungsbeuten und der heutigen Imkerei nicht mehr auf dem rechten Weg bin. Will daher im Winter die ein oder andere Magazinbeute erwerben, wo ich einfach meine Rähmchen im Frühjahr einhänge. Da ich derzeit alle "Völkerchen" auf den Brutraum eingeengt habe, stellt sich mir nun die nächste Frage:Sollte ich zumindet das bessere Volk von derzeit 13 Waben im BR lieber auf 16-18 Waben im BR und HR ohne Gitter für eine stärkere Uberwinterung lassen? Oder reisst die Traube m Winter durch den Zwischenraum von ca4 cm ab?


    Gruesse


    Seb

  • windmueller schrieb:

    ...Sollte ich zumindet das bessere Volk von derzeit 13 Waben im BR lieber auf 16-18 Waben im BR und HR ohne Gitter für eine stärkere Uberwinterung lassen? Oder reisst die Traube m Winter durch den Zwischenraum von ca4 cm ab?


    Lieber stärker überwintern lassen.
    Zweiräumig überwintern in Hinterbehandlungsbeuten ist absolut kein Problem! (Mache ich seit "ewigen Jahren"). Der Raum zwischen den Rähmchen oben und unten wird von den Bienen mit Wachsbrücken zugebaut. Lediglich im Frühjahr, bei der ersten Durchsicht braucht man ein Messer, um diese Brücken zu entfernen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • windmueller schrieb:

    wie machst du das dann im frühjahr ? Brut runter und Absperrgitter rein ? wird denen dann der brutraum nicht zu eng ?


    verschieden. Meist aber so, dass die Brut nach unten gehängt wird und das Absperrgitter zwischen beide Räume eingelegt.


    Aber ich habe auch jeweils 2 Normbeuten zusammen geschraubt und so eine 4-Raum-Beute gebaut. Dort liegt das Absperrgitter zwischen dem 2. und 3. Raum und dort lasse ich die Brut im 2. Raum und auch die Leerwaben im 1. Raum (der unterste). Mittelwände kommen in den 2. Raum, darunter im 1. Raum ist die Brut.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • hallo gerold,


    das klingt ja spannend. genau diese ideen habe ich auch schon verfolgt, da ich noch mind. 8 solcher beuten habe. hast du die Decke / Boden komplett abgenommen oder "nur" großzügig ausgeschnitten. bei zweiterem wäre doch der raum zwischen den waben auch recht groß oder ? problematisch finde ich auch, dass ich aus jedem raum die waben alle über den wabenbock nachsehen muss, d.h. ich fasse alle waben mind. 2x an. bei 40-50 waben dauert das bestimmt seine zeit. hab jedoch bei einem imker mal gesehen, dass er schienen in der aufhängung hatte, auf denen er den gesamten block nach hinten raus bewegen konnte. gibt es sowas zu kaufen oder ist das auch alles selbstbau.


    gruesse


    seb

  • windmueller schrieb:

    hast du die Decke / Boden komplett abgenommen oder "nur" großzügig ausgeschnitten. bei zweiterem wäre doch der raum zwischen den waben auch recht groß oder ? problematisch finde ich auch, dass ich aus jedem raum die waben alle über den wabenbock nachsehen muss, d.h. ich fasse alle waben mind. 2x an. bei 40-50 waben dauert das bestimmt seine zeit. hab jedoch bei einem imker mal gesehen, dass er schienen in der aufhängung hatte, auf denen er den gesamten block nach hinten raus bewegen konnte. gibt es sowas zu kaufen oder ist das auch alles selbstbau.


    gruesse


    seb


    Selbstbau (nö, nicht ganz richtig: Da mein "alter Herr" Tischler von Beruf ist, hat er mir die Beuten umgebaut).


    Boden der oberen Beute komplett raus, in den Deckel der unteren Beute ein "großes Loch" geschnitten (genau so groß, dass ein großes Absperrgitter reinpaßt) und die beiden Beuten verschraubt. Dazu die untersten Nuten der unteren Beute mit einer Leiste zunageln und eine neue Nut so darüber einfrässen, damit die Waben höher hängen und der "bee space" eingehalten wird. Damit ist jetzt unten mehr Platz (Bausperre könnte man einlegen, aber ich lasse die Bienen bauen, so brauche ich keinen Baurahmen mehr).
    Verbauungen gibt es nur noch im Bereich des Absperrgitters, weil da ca. 3 cm Platz zwischen den Rähmchen ist.


    Wenn im September wieder mehr Zeit ist, wollen wir weitere 18 Beuten zu 9 "neuen" Beuten umbauen.......


    Ich will hier keine Diskussion über Hinterbehandlungsbeuten führen. Aber ich liebe die Arbeitsweise mit ihnen, vor allem, wenn es darum geht, Schwarmkontrollen zu machen: Keinerlei Abheben des voleln Honigraumes..... nur wirklich im Brutraum nach Schwarmzellen schauen. Aber auch ein Blick in die Beute durch bzw. unter das Fenster sagt sehr viel über das Volk aus...


    Klar, für eine Großimkerei sind Hinterbehandlungsbeuten zu zeitaufwändig, für einen Hobbyimker, der 10 oder 20 Völker zu bearbeiten hat, ist es doch egal ob er 5 min länger an den Völkern arbeiten muß.... (so sehe ich das jedenfalls....)


    PS: Ich habe auch Magazinbeuten in Gebrauch.....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • hallo sabine,


    über das gewicht habe ich keine ahnung ich denke es waren 2-3 liter Bienen (aus den honigräumen). Mittelwände haben sie eine ausgebaut. insgesamt haben sie derzeit 6 waben, von denen sie 5 mehr oder weniger besetzen. Brut ist nur auf 2 Waben, hier jedoch ganzflächig. Die Buckfast-Königin habe ich begattet erworben, sie fing ja auch schätzungsweise nach 3-4 Tagen zu legen an (das war dann etwa der 20. Juli (Pollenflug). Schaffen die das bis September bei ausreichend Futter noch auf 8-10 Waben ? Die ersten müssten doch am Wochenende Schlüpfen. Ich könnte auch von meinem anderen Völk noch eine verdeckelte Brutwabe rüberhängen, jedoch denke ich mir, dass für die die Jungbienen nach 3-4 Wochen auch wichtig sind (die waren doch im Juli Weisellos).


    Gruesse


    Seb

  • SOFORT die restlichen MWs und den vollen Platz geben und weiterfüttern, in kleinen Gaben.
    Die stellen sich auf den Platz ein, den sie haben und denken jetzt, sie müßten auf den 6 Waben überwintern..... :roll: 
    Aus so einem KS kriegte ich noch 2 volle Zargen hin.... :wink: 
    Platz und füttern, jeden Tag nen Viertelliter, oder alle zwei Tage nen halben....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ich hatte angst, die würden sich verlaufen :lol: 
    die gefahr besteht meines erachtens auch darin, dass sie ausgeraubt werden. während die damit beschäftigt sind ihr futter zu sortieren und suche zu spielen. ich habe am montag noch eine leerwabe hinter die deckwabe neben die brut gehängt. (von vorn aus), dann kamen die zwei brutwaben + 2x futter. wo soll ich denn auffüllen?

  • :o Ausrauben?
    Ich habe auch an Vollvölkern die Fluglöcher auf max. 5cm und bei Ablegern 1 Bienenbreite.
    Keine Räuberei, auch von Wespies nicht. :wink: 
    Und nein, sie verlaufen sich nicht.
    Wenn du MWs direkt ans Brutnest hängst, machen sie schon, keine Sorge...
    Futterwaben immer was nach außen rücken.
    Ich sag ja, im Magazin machte ich da noch nen Zweizarger draus. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Das kannst du machen, wie du willst, wenn du genügend Leerwaben hast.
    Aber KS bauen normalerweise wie Teufel, eben durch den hohen Anteil an Jungbienen, und deshalb nimmt man doch bevorzugt MWs.
    Bei Leerwaben würde ich das Risiko sehen, daß sie einfach nur mit Futter vollgetragen werden, statt bebrütet zu werden.
    Aber ich hab von Hinterbehandlern keine Ahnung, da sollte mal jemand anders was dazu sagen....ich kann bloß meine Magazine, und komme nicht mal mit Dadant und dem Schied klar;-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
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